Roosters-Bosse beraten über Pasanens Zukunft

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Ob Jari Pasanen Cheftrainer der Roosters bleibt, ist weiter offen.

ISERLOHN -   Wer auf die jüngste Bilanz schaut, muss enttäuscht sein. Sechs Spiele haben die Iserlohn Roosters nach der Länderspielpause in zwei Wochen absolviert, dabei nur einen Sieg und vier Punkte verbucht. Sieben Niederlagen setzte es seit der Trennung von Doug Mason, die Wende zum Guten ist nicht vollzogen.

Wer ins Detail blickt, muss zumindest zugeben, dass die Mannschaft sich mit dem deutlich vereinfachten Spielsystem Pasanens gesteigert hat, allerdings noch immer nicht über das nötige Selbstvertrauen verfügt. „Selbstvertrauen bekommt man nur durch Erfolge und die holen wir einfach nicht“, wiederholt Christian Hommel. Sorge macht eigentlich nur die Tatsache, dass auch die sportlich Verantwortlichen bislang öffentlich keine Idee präsentiert haben, wie die Wende eingeleitet werden könnte.

Nach Informationen unserer Zeitung haben Clubchef Wolfgang Brück und Manager Karsten Mende am Montagabend darüber beraten, ob Jari Pasanen die Zukunft ist. „Derzeit gibt es nichts zu sagen“, betont Mende. Pasanen selbst wird deutlicher: „Es ist so, dass sich ein paar Leute zusammensetzen werden, ich gehe deshalb davon aus, dass eine Entscheidung fallen wird.“ Derzeit gibt es zumindest keinen Hinweis, dass es einen neuen Coach von außen geben wird. Geld soll in diesem Punkt auch ein Thema zu sein. Sicher scheint nur, dass Karsten Mende den Co-Trainerjob neben der Aufgabe als Manager nicht unendlich lange übernehmen kann und will. Dazu sind seine Scouting-Touren für die kommende Saison zu wichtig. Bleibt die Frage, wer den Job machen wird. Bernd Haake fällt aus, der steht in Litauen mit der Nationalmannschaft auf dem Eis. Andreas Pokorny bereitet sich mit dem deutschen Sledge-Hockey-Nationalteam auf die Paralympics vor. Bleibt vielleicht Collin Danielsmeier. Solange er verletzt ist, könnte er einspringen. Auch Lasse Kopitz hat diese Rolle schon gespielt. Eine dauerhafte Lösung wäre das auch nicht.

Definitiv in die heiße Phase geht die Suche nach einem neuen Stürmer. Der wird dringend benötigt, möglicherweise allerdings anders, als so mancher denkt. Es könnte sein, dass – auch in Anbetracht der Marktlage – ein neuer Mann für die vierte (!) Reihe kommen wird. Die fehlt den Roosters im Gegensatz zur Konkurrenz. Obwohl Fischhaber und Hommel meist einen guten Job machen, ist die rechte Seite das Problem. Da müht sich Marcel Kahle zwar ordentlich, für ihn kommt die DEL aber noch ein Jahr zu früh. „Wir haben die Suche intensiviert, ich denke in dieser Woche wird eine Entscheidung fallen“, bestätigt Mende.

Der Manager sieht sich auch neuerlich der Frage „Mark Bell“ gegenüber. Der Kanadier stand überraschend am Freitag beim 5:2 der Berliner Eisbären gegen München auf dem Eis und schoss ein Tor. „Das hat mich schon überrascht“, sagt Mende. Im Januar hatten die Sauerländer ihn erwartet, obwohl die Mannschaftsärzte Mallmann und Veit klarstellten, dass der lange an der Schulter verletzte Stürmer austherapiert gewesen sei. „Einen Fehler haben wir nicht gemacht, aber es ist nun mal immer gleich, am Ende geht es um den schnöden Mammon“, stellt Mende klar. - MiHei

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