Eishockey, DEL

Roosters böse überrascht: Krefeld holt am Seilersee die ersten Punkte

Eishockeyspieler am Rand
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Lange Gesichter an der Iserlohner Bande: Die Roosters unterlagen am Freitagabend den bis dahin sieglosen Krefeldern.

Wer hätte das gedacht? Gegen das punktlose Schlusslicht aus Krefeld setzte es für die Iserlohn Roosters am Freitagabend eine 3:6-Heimniederlage. Kein guter Abend für die Gastgeber am Seilersee...

Iserlohn – Dass die Krefeld Pinguine irgendwann ihre ersten Ligapunkte würden sammeln können, war klar. Dass das aber ausgerechnet am Freitagabend bei den Iserlohner Roosters sein musste, schmeckte letzteren natürlich gar nicht.

Trotz guten Starts mussten sich die Sauerländer dem Team vom Niederrhein mit 3:6 (1:2, 1:2, 1:2) geschlagen geben, das mehr investierte und nach dem Rauswurf von Trainer Mike Svarinskis am Vormittag unter der Regie von Ex-Rooster Boris Blank auf der Trainerbank seinen ersten Sieg holte.

Für die Iserlohner lief es nur zu Beginn nach Plan. Da waren die Roosters besser, hatten durch Jentzschs Pfostenschuss (6.) die erste Großchance. Weil die Sauerländer bis dahin und auch im weiteren Verlauf gut und schnell Schlittschuh liefen, im Back-Check aufpassten und die Gäste immer wieder in deren Zone einschlossen, war die 1:0-Führung durch Whitney achtes Saisontor (9.) dann auch verdient.

Roosters böse überrascht: Krefeld holt am Seilersee die ersten Punkte

Zwei Minuten später folgte aber die Wende: Weil Whitney in der Rückwärtsbewegung Schymainki an sich vorbeihuschen ließ, hieß es plötzlich 1:1 (11.). Ein vermeidbarer Gegentreffer, der bewirkte, dass Krefeld ins Spiel kam und die Roosters Probleme hatten. Nur wenige Aufbauaktionen wollten noch gelingen, und als man mal wieder auf dem Weg ins gegnerische Drittel war, leistete sich Bailey einen Stockschlag und traf Bull für die Pinguine zur Führung. Jenike war dabei die Sicht versperrt, und den Roosters war genau das geschehen, was man hatte vermeiden wollen, sprich: die Gäste aufzubauen.

Zweites Drittel, ähnliche Geschichte. Der Start war gut, die Roosters nahmen wieder mehr Tempo auf, Krefelds Bappert kassierte die Strafe, und Aubin sagte mit freundlicher Unterstützung des zu weit vorm Kasten stehenden Pinguine-Keeper Belov danke – 2:2 (25.). Allerdings hielt der Gleichstand nur 42 Sekunden lang. Schneller Angriff der Krefelder, die Zuordnung der Iserlohner passte nicht – und schon führten die Gäste erneut. Zwar war die Partie im weiteren Verlauf ausgeglichener, die Pinguine aber blieben immer gefährlich, bekamen den nächsten abgezockt gespielten 3:2-Konter vor den Kasten von Jenike und erhöhten auf 2:4.

Pinguine mit dem Glück des Tüchtigen

Zudem hatte Krefeld auch das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite, das den Sauerländern bei Raedekes Pfostentreffer fehlte. Eine Überzahlsituation zum Ende des zweiten und zu Beginn des dritten Abschnitts ließen die Roosters ungenutzt. Schlecht war das Powerplay nicht, letztlich aber fehlte manches Mal der Mut zum Abschluss. Im „Fünf gegen Fünf“ lief es besser: In der 45. Minute kam der Puck über Ankert und Whitney auf Bailey, dessen starker Schlagschuss den Anschlusstreffer bedeutete. Bestand hatte der knappe Rückstand aber gerade einmal 50 Sekunden.

Dann schnappte sich Laurin Braun die Scheibe, die die Sauerländer aus dem eigenen Drittel spielen wollten, zog ab und stellte den alten Abstand wieder her. Mit zwei Treffern Rückstand kam es nun auf jede Sekunde an. Doch der Uhrzeiger rückte unerbittlich vor, und der erneute Anschluss gelang ebenfalls nicht. Als schließlich 2:02 Minuten vor dem Ende Jenike vom Eis fuhr, traf Tyanulin ins leere Tor. So ging das Premieren-Spiel von Roosters-Neuzugang Joel Lowry verloren, der aber zumindest gute Ansätze zeigte.

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