Eishockey, DEL

Roosters bemühen sich vor Wolfsburg-Reise um Normalität

Eishockeyspieler am Rande
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„Wir kennen das alle, mal entscheidet sich ein Trainer für einen anderen Verein, mal ein Spieler. Mal erfährt man das im November, mal im Februar. So ist einfach das Geschäft“, kommentiert Torsten Ankert den O‘Leary-Abschied am Saisonende.

Die Roosters reisen nach Wolfsburg. Am Donnerstagabend um 18.30 Uhr wartet dort eine schwierige Aufgabe. Erst recht, weil sich in dieser Woche so vieles um den O‘Leary-Abschied gedreht hat.

Iserlohn – Eine ganz normale Woche – auch wenn der Trainer ankündigt, nach dieser Saison den Klub zu verlassen? Es ist, wie es ist, auch am Seilersee. „Wir kennen das alle, mal entscheidet sich ein Trainer für einen anderen Verein, mal ein Spieler. Mal erfährt man das im November, mal im Februar. So ist einfach das Geschäft.“ Roosters-Kapitän Torsten Ankert gibt sich in diesem Punkt keinen Illusionen hin.

So war denn auch die Trainingswoche nach Bekanntgabe der Entscheidung Jason O’Learys, im kommenden Jahr den Schweizer Erstligisten aus Langnau zu trainieren, von großer Professionalität geprägt.

„Jason macht seinen Job mit der gleichen Intensität, mit dem gleichen Elan und mit den gleichen Überzeugungen wie in der vergangenen Woche oder in der Woche davor. Da hat sich auch in den letzten Tagen nichts verändert, warum auch“, ergänzt Torhüter Andy Jenike.

Roosters bemühen sich vor Wolfsburg-Reise um Normalität

Von Traurigkeit über den Abschied ist auch nichts zu vernehmen. Vielleicht auch deshalb, weil mancher in der Kabine schon länger mehr über den geplanten Abschied des Kanadiers wusste. Oder vielleicht, weil es eben doch eine völlig typische Nachricht für eine Hockeymannschaft ist. Dass im Falle sportlichen Misserfolgs vielleicht auch das Ende der O’Leary-Ära deutlich schneller kommen könnte, mag denn keiner thematisieren.

„Wir sprechen gar nicht über so etwas. Der Markt hat seine Mechanismen, aber das ist eine Sache, die für alle Außenstehenden viel interessanter ist als für uns. Wir können uns doch auch nicht mit Misserfolg auseinandersetzen. Wir wollen erfolgreich sein, dazu müssen wir unser Spiel verbessern – nicht darüber nachdenken, was passiert, wenn wir keine Siege einfahren“, sagt Jenike. Es läuft also augenscheinlich alles weiter wie zuletzt. Ob das so bleibt, hängt aber tatsächlich von den nächsten Ergebnissen der Mannschaft ab.

Wir wollen erfolgreich sein, dazu müssen wir unser Spiel verbessern – nicht darüber nachdenken, was passiert, wenn wir keine Siege einfahren...

Andreas Jenike (Roosters-Torwart)

Schon das erste Spiel nach der Trainerentscheidung ist sportlich eine immense Herausforderung. Während Köln schon die Sauerländer von Platz fünf verdrängt hat – wenn auch nur wegen des leicht besseren Torverhältnisses –, sind die Grizzlys Wolfsburg derzeit das heißeste Team der Nordgruppe und aktuell auf einem Playoff-Rang. Fünf Siege in Folge haben die Niedersachsen eingefahren, zuletzt auswärts in Krefeld und Düsseldorf gewonnen. Schön ist, was die Autostädter spielen, nicht immer. Pat Cortina, der Chefcoach, ist eher ein Vertreter defensiver Spielweise.

So könnte auch das Match am Donnerstagabend weitaus taktischer geprägt sein, als es zuletzt oft bei den Roosters der Fall war. „Es wird ein Match, in dem es definitiv auf die Kleinigkeiten ankommt. Wir dürfen unsere Defensive zu keinem Zeitpunkt vernachlässigen, ansonsten wird es schwierig. Wolfsburg ist konterstark und hat sich im Hinblick auf die Special Teams deutlich gesteigert. Auch darauf müssen wir achten“, sagt Andy Jenike, der mit großer Wahrscheinlichkeit nach sechs spielfreien Tagen in Wolfsburg auf dem Eis stehen wird.

Ohne O‘Connor, Hoeffel und Weidner

Fehlen werden neben Ryan O’Connor auch Jake Weidner (persönliche Gründe) und Mike Hoeffel (noch immer Trainingsrückstand). Neuzugang Griffin Reinhart hat die Quarantäne hinter sich gebracht, war am Nachmittag auf dem Weg zur sportmedizinischen Untersuchung und zum letzten Test, der einen Einsatz am Abend ermöglicht. „Ehrlich gesagt, kann ich mehr aber tatsächlich nicht sagen. Er hat einmal auf dem Eis gestanden, streng isoliert vom Rest der Mannschaft, mehr weiß ich noch nicht. Ich gehe davon aus, dass er bereit ist zu spielen. Ob wir ihn einsetzen, ist offen“, betont O’Leary.

Davon hängt aber auch der Rest der Aufstellung ab. Über solche Details lässt sich O’Leary bekanntlich ungern etwas entlocken. Also alles wie immer am Seilersee...

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