FSV Werdohl gewinnt MK-Derby gegen Dröschede

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Werdohls Marius Maus (rechts) hatte Dröschedes Angreifer Alessandro Sambale gestern im Griff.

Werdohl - Ein gelernter Torverhinderer als Torjäger und Matchwinner: Mit einem Doppelpack schoss Robert Bierkoch die FSV Werdohl in einem vor allem im zweiten Durchgang intensiv-nickeligen MK-Derby der Fußball-Landesliga zum 2:0 (2:0)-Erfolg gegen den FC Borussia Dröschede.

Von Lars Schäfer

„Das mit Robert ist schon eine ungewöhnliche Geschichte. Aber schön, dass es so gekommen ist“, grinste Marco Sadowski nach 93 höchst unterhaltsamen und phasenweise hitzigen Minuten auf dem Kunsgrün am Riesei. Weil dem FSV-Chefcoach verletzungsbedingt kurzfristig die gelernten Stürmer wegbrachen, beorderte der Lüdenscheider den hoch gewachsenen Außenverteidiger neben den quirligen Kessler in die Sturmspitze – und bewies mit dieser Maßnahme ein äußerst glückliches Händchen.

Ein gefühlvoller Heber zum 1:0

Doch bevor Bierkoch nach einem langen Ball von Schlussmann Grete mit einem gefühlvollen Heber über Borussen-Keeper Schmahl zum ersten Mal einnetzte (19.), war das Spielgerät bereits zwei Mal gegen Aluminium gedonnert worden. Zunächst klatschte das Leder nach einem Distanzschuss von Dröschedes Torfabrik Arif Et gegen den Werdohler Außenpfosten (3.), auf der Gegenseite traf Kessler ebenfalls nur das Torgestänge (7.).

Kessler hatte das 2:0 auf dem Fuß

Kessler hatte nach dem Führungstreffer durch Sturmpartner Bierkoch das 2:0 auf dem Fuß, sein Schüsschen aus aussichtsreicher Position war aber nicht mehr als eine Rückgabe (29.). Doch auch die Borussen hatten ihre Chancen, gegen Et und Sambale war Grete aber stets auf der Hut. Probleme hatte indes die neu formierte Innenverteidigung der Gäste mit Robert Bierkoch, der steter Unruheherd war und am Gros der FSV-Chancen beteiligt war. Vor allem aber war der Hüne zur Stelle, als Benli den Ball in den Strafraum gespitzelt hatte. Freistehend vor Schmahl traf Bierkoch zum 2:0-Pausenstand (42.).

Dröschede drängte im zweiten Durchgang auf den Ausgleich

Im zweiten Durchgang war dann richtig Druck auf dem Kessel, weil Dröschede auf den Anschluss drängte und die Partie zunehmend ruppiger wurde. Benli (53.), Kessler (57.) und Mura (62.) vergaben Chancen der FSV, Sambale, Et und Cakmak für die Gäste, die nach einer mit „rot“ geahndeten Tätlichkeit von Werdohls Schwenck (77.) in Überzahl alles versuchten, aber nicht zwingend genug waren. Vor dem Platzverweis hatte Bierkoch zum dritten Mal getroffen, wurde aber zurückgepfiffen, weil bei Gretes einleitenden Abschlag der Ball laut Schiedsrichtergespann „nicht geruht“ haben soll. Der FSV war es letztlich egal, es reichte auch so.

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