Triathlon

Risiko zu groß: 30. Auflage des Brüninghaus-Tridrathlons muss warten

Triathleten vor dem Schwimmstart
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Was für eine Zeit: Der Triathlon in Altena fällt pandemiebedingt auch in diesem Sommer aus.

Der Brüninghaus-Tridrathlons der SSG Altena fällt pandemiebedingt aus. Organisator Mirco Gluth führt auch die „Verantwortung gegenüber den Mitgliedern“ als Grund an. Das Risiko für den Verein wäre zu groß.

Altena – Nein, überraschend war diese finale Entscheidung wahrlich nicht: Die 30. Auflage des sogenannten Brüninghaus-Tridrahtlons wird aufgrund der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr nicht stattfinden. Bereits im Sommer 2020 war die große überregionale Sportveranstaltung der Schwimm-Sport-Gemeinschaft (SSG) Altena pandemiebedingt ausgefallen.

Mit großem Engagement und einem satten Schuss Herzblut der Mitglieder und Helfer hat die SSG Altena mit dem Triathlon in Dahle in der Vergangenheit eine Veranstaltung geschaffen, die sich nicht nur im Wettkampfkalender der NRW-Triathleten etabliert, sondern wegen der meist tadellosen Durchführung auch Jahr für Jahr Bestnoten von Kampfrichtern, Verbandsfunktionären und natürlich den Ausdauerspezialisten verdient hatte.

Nach einer einmal mehr hervorragend organisierten Veranstaltung im Jahr 2019 war die Vorfreude auf die 30. Auflage groß. Doch dann ging ein Virus um die Welt. Im Sommer 2020 war ein Triathlon in der Burgstadt nicht durchführbar. Und er wird es auch in diesem Jahr nicht sein.

Risiko zu groß: 30. Auflage des Brüninghaus-Tridrathlons muss warten

Die Genehmigung einer großen Sportveranstaltung wie die eines Triathlons ist in Corona-Zeiten die eine Sache, eine andere ist die Frage nach Risiken und Unwägbarkeiten aus Sicht des Ausrichters. Wenn schon eine weitläufige Veranstaltung wie der Triathlon in Hückeswagen mit dem Schwimmen im freien Wasser in der Bever nicht stattfinden wird, wie soll dann ein Triathlon in Dahle stattfinden, wo im Freibad ein 25-Meter-Becken zur Verfügung steht?

„Es hätte nur die Hälfte der Teilnehmer starten können“, sagt Mirco Gluth aus dem Orga-Team der SSG Altena. Eine halbe Teilnehmerzahl hätte zugleich auch nur die Hälfte der Einnahmen bedeutet. Die Fixkosten, die die SSG hätte stemmen müssen, aber wären in etwa gleich geblieben. Neben dem finanziellen Aspekt wäre zudem der große organisatorische Aufwand trotz eines halbierten Starterfeldes nicht wesentlich kleiner geworden. Stichworte sind Hygienekonzept, Umkleidekabinen und sanitäre Einrichtungen. Die Starts der einzelnen Wettkämpfe zeitlich zu entzerren, ist in Dahle auch keine Option.

Wir haben auch gegenüber unseren Mitgliedern eine Verantwortung. In den letzten Jahren waren über 100 Helfer im Einsatz!

Mirco Gluth (SSG Altena)

„Die Radstrecke muss bis 14 Uhr wieder für den Autoverkehr freigegeben sein“, verdeutlicht Mirco Gluth, der noch einen weiteren wichtigen Punkt anspricht: das Veranstalter-Team. „Wir haben auch gegenüber unseren Mitgliedern eine Verantwortung. In den letzten Jahren waren über 100 Helfer im Einsatz“, betont Gluth, der zusammen mit Sebastian Bergfeld in den zurückliegenden Jahren die Wettkampfleitung inne hatte und ein starkes Team hinter sich wusste.

In einer Zeit, in der wenig sicher und planbar ist, müssen Veranstalter schwierige Entscheidungen treffen. Die SSG hat sie getroffen – mit Weitsicht. Die 30. Auflage des Triathlons muss warten. Das Risiko ist auch in diesem Jahr einfach zu groß.

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