Handball, 3. Liga Nord-West

„Den Spaß erst einmal verdienen“

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Seit Wochen sowohl auf der Abwehrhalbposition als auch auf der linken Außenbahn in Klasseform: Tobias Schetters will auch am Samstagabend Vollgas geben und mit den Dragons in Neuss zwei Auswärtspunkte einfahren.

Schalksmühle – Der 8. Spieltag führt den Handball-Drittligisten SGSH Dragons am Samstagabend (Anwurf: 19.30 Uhr) in die Neusser Hammfeld-Halle. Beim Zweitliga-Absteiger HC Rhein Vikings sind die Dragunski-Schützlinge der Favorit, doch was die Favoritenrolle Wert sein kann, hat gerade erst der 7. Spieltag beim VfL Eintracht Hagen und dem Wilhelmshavener HV gezeigt.

Trainer Mark Dragunski, der in Neuss ebenso wie Torwarttrainer Matthias Reckzeh, Rückraum-Shooter Christopher Klasmann und Kreisläufer Steffen Prior an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt, fordert trotzdem ohne Wenn und Aber zwei Punkte. „Die Vikings haben sich langsam gefangen, sind besser eingespielt“, sagt der Ex-Nationalspieler auf der SGSH-Bank, „aber wenn wir es schaffen, unsere Abwehr so gut hinzustellen wie zuletzt, sollten wir dort schon gewinnen können. Wir wollen diese beiden Auswärtspunkte unbedingt.“

Zweitliga erprobte Akteure im Vikings-Kader

Die Gastgeber – je nach Sichtweise HSG Rhein Vikings (sis-handball.de und sgsh.de), HC Rhein Vikings (dhb.de) oder HSG Neuss/Düsseldorf (Handballwoche) – sind nach zwei Jahren in der 2. Bundesliga zurück in der Drittklassigkeit. Das erste Zweitliga-Jahr, in dem auch noch Christopher Klasmann für die Vikings spielte, war ein sehr gutes, das zweite dann ein katastrophales. Nun geht es um Konsolidierung, um den Einbau junger Spieler. „Die Neusser sind jetzt auf dem richtigen Weg“, sagt Dragunski, „sie haben eine gute erste Sechs, sind aber in der Breite nicht mehr so stark. Trotzdem müssen wir aufpassen.“

Die erste Sechs – dazu zählen auch Zweitliga erprobte Akteure wie die Linkshänder Dennis Aust, Niklas Weis oder Brian Gipperich, auch Spielmacher Felix Handschke, der aber noch Schulterprobleme hat. Gerade in der Rückraum-Mitte ist mit David Denert (33 Tore) allerdings neben Handschke auch der bisher beste Neusser Werfer der Saison zu Hause. Auf der linken Angriffsseite setzt Trainer Jörg Bohrmann, der als Nachfolger von Mark Dragunski als Jugend-Koordinator geholt wurde und im Abstiegsjahr das Zweitliga-Team übernahm, mit Bruno Zimmermann (Rückraum-Linker aus Dessau) und Lukas Becher (Linksaußen aus Hannover-Burgdorf) auf im Handball-Westen völlig unbekannte Kräfte. Dazu kommt im Tor mit Matthias Broy ein Ex-Dormagener.

Geburtstagsfeier nur bei einem Sieg

Und im zweiten Glied drängen junge Eigengewächse wie Keeper Paul Dreyer, Rechtsaußen Moritz Görgen oder der im Abwehr-Innenblock gesetzte Paul Skorupa nach. Mit diesem Personal startete die Vikings mit 2:6 Punkten, haben danach aber dreimal nicht mehr verloren und stehen mit 7:7 Zählern ordentlich da. Siege gelangen gegen Leichlingen, Aurich und das Team HandbALL Lippe II, dazu ein Heimremis gegen Volmetal. Die Topteams kommen erst noch als Gegner fürs Bohrmann-Team, das die Partie gegen die Dragons als „bisher schwerstes Spiel der Saison“ ankündigt.

 Und schwer machen will Dragunski es dem Gastgeber am 29. Geburtstag von SGSH-Goalgetter Christopher Klasmann, dem Wahl-Neusser im Dragons-Team. Eine echte Geburtstagsparty in der Hammfeld-Halle? „Ich habe von so was in der Trainingswoche nichts hören wollen. Wenn, dann haben es die Jungs hinter meinem Rücken organisiert“, sagt Dragunski, „erst einmal muss das Spiel gewonnen werden. Das ist wichtiger. Und dann können sie meinetwegen feiern. Aber den Spaß müssen sie sich erst mal verdienen…“

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