Kim Otte-Wiese: Eine „Managerin“ hinter den Kulissen

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Kim Otte-Wiese bereitet die Pferde vor.

Balve - Wenn die Stars beim Balve Optimum jubeln und Interviews geben, dann sind im Hintergrund die Pfleger aktiv. Sie sind mehr als Stallburschen – sie sind die Manager hinter den Kulissen. Ohne sie ginge nichts. Pflegerin Kim Otte-Wiese gewährt einen Blick hinter die Kulissen.

Die Stallbereiche sind gut geschützt. Vor jedem Eingang stehen mehrere Sicherheitsleute. Hier kommen nur wenige hin. Mit Schwung biegt die blonde Pflegerin in die Einfahrt. Sie fährt Fahrrad. Die Wege zwischen den einzelnen Plätzen sind weit und die Zeit ist knapp. Vier Springpferde haben Otte-Wieses mit in Balve. Las Vergas, Larifari, Havik‘s Una und Ubama. Alle sind am Mittwoch bereits angereist.

„Da war der sogenannte Vetcheck. Also die Kontrolle durch einen Tierarzt, ob die Pferde fit sind für das Turnier. Danach dürfen die Pferde das Gelände nicht mehr verlassen und so sind auch unsere Vier hier im Zelt untergebracht, obwohl wir nur fünf Minuten von hier entfernt wohnen“, erklärt Kim Otte-Wiese. Gemeinsam mit ihrem Mann Klaus betreibt sie eine Anlage in Neuenrade-Blintrop.

„Vor Klaus war ich Pflegerin für Rob Ehrens, der ist heute Bundestrainer der Niederländer. Ich bin um die ganze Welt gereist. Das war toll – keine Frage. Aber das kann man machen, wenn man jung und ungebunden ist“, sagt Kim Otte-Wiese. Heute pflegt sie die Pferde ihres Mannes. „Eigentlich mache ich alles wie früher. Nur Helm und Jacke trage ich ihm nicht hinterher. Ich bin schließlich seine Frau und kein Packesel“, erzählt die Blintroperin lachend.

Ihr Tag beginnt früh. Schon um sechs Uhr am Samstag stehen Misten, Füttern und Tränken auf dem Programm. „Die jungen Pferde starten schon um 8 Uhr heute. Ich stehe lieber früher auf und mache alles in Ruhe. Ich habe da mein festes System – und das ändere ich nicht“, erklärt sie. Dann werden die Pferde spazieren geführt. „Bei uns kommen die Pferde in die Führanlage und auf die Wiese. Sie kennen es nicht, so lange in einer kleinen Box zu stehen. Das muss ich also kompensieren.“

Ubama wird derweil von Otte-Wiese geritten. Er soll ein wenig locker werden. „Der Hengst geht heute Abend im Championat. Er wird den ganzen Tag vorbereitet und umsorgt“, sagt Kim Otte-Wiese. Eigentlich, verrät sie, wollte ihr Mann Ubama nur longieren. „Ich habe gesagt, er soll reiten. Das passt besser zu diesem Pferd. Und dann macht er das auch – eigentlich hört er immer auf mich – zumindest im Stall.“

Auf dem Vorbereitunsplatz sind Kim und Klaus Otte-Wiese ein eingespieltes Team. Ein kleines Nicken des Reiters genügt und Kim weiß sofort, dass die Stange höher oder niedriger soll. Kim gibt derweil eine letzte Anweisung. „Manchmal sieht man vom Boden Dinge, die man von oben nicht fühlen kann – und das sind die Momente, wo der Reiter einmal mehr auf seinen Pfleger hört“, lacht Kim Otte-Wiese.

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