Reiten

Miriam Kollar und Jeff: Holpriger Start, aber nun auf Erfolgskurs

Miriam Koller und ihr Pferd Jeff.

Nachrodt/Lüdenscheid – Der Traum vom eigenen Pferd ging für Miriam Kollar in diesem Jahr in Erfüllung. Ihr „Traummann“: Jeff, zwölf Jahre, 1,75 groß und ein Fuchs. „Jeff ist für mich schon ein besonderes Pferd“, erzählt die 19-jährige Lüdenscheiderin, die für den Ländlichen Reit- und Fahrverein Haste startet.

„Er ist manchmal ein bisschen bekloppt, aber eigentlich ein ganz Lieber“, sagt die junge Reiterin, während sie das große Dressurpferd fürs Training fertig macht. Jeden Dienstag geht es für Miriam Kollar nach Wörden zum Dressurtraining. 

Mit dabei ist dann auch Schecke Rocky. „Mit Rocky bin ich in den Turniersport eingestiegen. Er hat meine Begeisterung fürs Dressurreiten so richtig geweckt“, erzählt Miriam Kollar. Als sie vor vier Jahren nach Haste kam, dachte sie noch nicht an sportliche Ambitionen. Ihre große vierbeinige Liebe hieß Frieda. „Auf ihr habe ich reiten gelernt. Aber sie war damals schon Rentnerin. Ich kümmere mich immer noch um sie. Aber geritten wird sie nicht mehr“, erzählt Kollar. Mit Rocky ging es dann auf die Turniere. Vom Reiterwettbewerb bis zur A**-Dressur trug sie der Cob-Wallach.

„Rocky ist ein Kämpfer. Auf dem Turnier ist eigentlich immer Verlass auf ihn.“ Zahlreiche Siege und Platzierungen sammelte das Paar. „Auch wenn ich jetzt mit Jeff ein eigenes Pferd habe, Rocky werde ich immer weiter reiten. Ich hab ihm einfach so viel zu verdanken und er macht gerade auf dem Turnier so viel Spaß“, sagt Kollar. Mit Jeff war der Start eher etwas holprig. Der großrahmige Wallach ist das komplette Gegenteil vom eher kompakten Rocky. 

„Wir haben schon eine Weile gebraucht, bis wir ein richtiges Team waren. Jeff ist ein sehr sensibles Pferd. Sein Vertrauen musste ich mir erarbeiten“, macht die Reiterin deutlich. Inzwischen stimmt die Chemie zwischen Pferd und Reiterin. „An die ersten Turniere möchte ich gar nicht mehr zurückdenken. Die Feinabstimmung passte noch gar nicht, entsprechend schlecht waren die Noten“, verrät Miriam Kollar lachend. 

"Das Pferd ist mein Partner"

Die ehrgeizige Reiterin gab jedoch nicht auf, glaubte an sich und ihr Pferd. Mit Erfolg. In Meinerzhagen gab es die 8,0 in der Dressurreiter A, mit der sie sich auch für die Talentgruppe „Westfalen 8“ des Landesverbandes bewarb und aufgenommen wurde. „Die Pferde geben mir so viel. Wenn man gestresst von der Schule oder der Arbeit ist, kommt man hier wieder zur Ruhe und tankt neue Kraft“, erzählt Miriam Kollar, die eine Ausbildung zur Erzieherin macht. „Im Sattel ist die Welt drumherum schnell vergessen. Das tut einfach gut und macht diesen Sport so besonders. Das Pferd ist mein Partner – und jedes Pferd ist anders und auf seine Weise toll und einzigartig. Das ist eine besondere Beziehung“, erzählt die 19-Jährige. 

Auch wenn Kollars Herz eigentlich für die Dressur schlägt: Mit Jeff sammelte sie in diesem Jahr auch Erfolge im Springsattel. „Es war eigentlich eine fixe Idee. Mit der Dressur lief es gerade nicht so gut und wir hatten uns irgendwie festgefahren. Springen sollte nur eine Abwechslung sein – und plötzlich klappte es besser als erwartet.“ Der Fokus soll jedoch weiter auf dem Dressursport liegen. Springen und Gelände dienen dem Ausgleich. „Manchmal müssen wir einfach beide unseren Kopf frei bekommen. Deswegen ist Abwechslung im Training wichtig“, betont Miriam Kollar. Eigentlich wollte sie mit Jeff in diesem Jahr den Sprung in die Klasse L wagen. Durch den zweiten Lockdown ist das nun aber nicht mehr möglich.

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