Reiten, Balve Optimum

Rosalie von Landsberg-Velen zieht Bilanz: „Großer Kraftakt mit unfassbar viel Planung und Aufwand“

Marco Kutscher und Charco
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Der ehemalige Europameister Marco Kutscher legte mit Charco eine rasante Runde hin, musste sich letztlich im Championat von Balve aber mit Rang zwei begnügen.

Das Championat von Balve hat große Tradition in Wocklum. Der Dieter Graf Landsberg-Velen Gedächtnispreis war jahrelang der krönende Abschluss des dritten Turniertages und neben den DM-Entscheidungen großer Zuschauermagnet im Orletal. 2020 fand dieses schwere und international besetzte Springen nicht statt, weil in Balve pandemiebedingt überhaupt keine Springen stattfinden konnten.

Balve - In diesem Jahr waren die Springreiter wieder zurück in Wocklum – und doch war einiges anders als zu „normalen“ Zeiten. Das Championat von Balve bildete am Sonntagnachmittag den Abschluss des viertägigen Turnierklassikers, der Teil des großen Sportevents „die Finals“ war und wegen der TV-Übertragung seinen Zeitplan im Vergleich zu früheren Turnieren markant ändern musste. Markant anders im Vergleich zu früheren Optimum-Auflagen war beim Championat von Balve auch der Blick auf die Tribüne. Dort, wo einst Tausende Zuschauer das schwere Springen verfolgten, saßen am Sonntagnachmittag nur wenige Hundert. Es war ein Spiegelbild für alle vier Optimum-Tage. Die Corona-Pandemie diktierte das Geschehen abseits des Parcours. Und dennoch war es ein Schritt in Richtung Normalität.

Das sah Rosalie von Landsberg-Velen nicht anders. „Das Longines Balve Optimum war ein Startschuss in der Reitturnierszene, da hier das Gefühl einer gewissen Normalität auf unserer Anlage aufgekommen ist. Wir als Veranstalter sind total happy über das, was unter Corona-Bedingungen zu realisieren war. Teil von ‘die Finals’ gewesen zu sein, war für uns und den Sport eine tolle Möglichkeit, um besonders in diesen schweren Zeiten ein Ausrufezeichen zu setzen und dem Sport die Wichtigkeit zu geben, die er verdient hat. Wir haben sehr viel Lob und Anerkennung von den Reiterinnen und Reitern erhalten, die sehr froh waren, solch ein wertiges Turnier wieder erleben zu dürfen. Balve ist ein Solitär in der Turnierlandschaft“, sagte die Turnierchefin, die im Vorfeld mit der Turniergemeinschaft Balve einen immensen Aufwand zu meistern hatte. „Es war ein großer Kraftakt mit unfassbar viel Planung und Aufwand. Aber dass wir flexibel sein können, haben wir schon im letzten Jahr bewiesen“, so Landsberg-Velen. 2020 hatte in Wocklum ein reines Dressurfestival stattgefunden.

Wir haben sehr viel Lob und Anerkennung von den Reiterinnen und Reitern erhalten, die sehr froh waren, solch ein wertiges Turnier wieder erleben zu dürfen. Balve ist ein Solitär in der Turnierlandschaft

Rosalie von Landsberg-Velen

Rund 550 Zuschauer täglich durften beim Balve Optimum nun unter Auflagen das Turniergelände betreten. Die Besucher sahen an allen vier Tagen tollen Sport. Das galt auch zum Abschluss für das Championat von Balve, das eine Springreiterin gewann. Die in Hamburg geborene Janne-Friederike Meyer-Zimmermann siegte auf dem Holsteiner Hengst Chaka Chaka im Stechen, das insgesamt neun fehlerfreie Paare nach dem Normalumlauf erreicht hatten.

Janne-Friederike Meyer-Zimmermann setzt die Bestzeit

32 Reiterinnen und Reiter hatten den schweren Parcours mit elf Hindernissen mit einer Maximalhöhe von 1,45 m in Angriff genommen, neun von ihnen zogen in das Stechen auf einem verkürzten Parcours ein. Der ehemalige Europameister Marco Kutscher legte mit Charco eine rasante wie fehlerfreie Runde hin. 44,38 Sekunden standen zu Buche, die es zu knacken galt. Nordlicht Janne-Friederike Meyer-Zimmermann ging als vorletzte Starterin in das Stechen und pilotierte Chaka Chaka in höchstem Tempo über die Hindernisse. Ein bärenstarker Ritt, der mit der neuen Bestzeit von 44,07 Sekunden belohnt wurde. Nur Hans-Dieter Dreher hätte diese Zeit noch toppen können. Es blieb allerdings beim Konjunktiv. Am letzten Hindernis fiel die Stange – Sieg für Janne-Friederike Meyer-Zimmermann und Chaka Chaka.

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