Vereinsleben

Das erste Teilziel ist fast erreicht

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KSB-Vorsitzender Günther Nülle.

Kreisgebiet – Es war ein unter dem Strich erfolgreicher Tag für die Vertreter des Kreissportbundes Märkischer Kreis am 27. November, wenngleich noch ein weiter Weg zum Endziel zu gehen ist. Im Themenfeld „Wir in Südwestfalen“ wurde das Projekt „Digitale Transformation der Vereinsarbeit in Südwestfalen“, welches gemeinsam mit den anderen vier südwestfälischen Kreissportbünden (HSK, Olpe, Soest und Siegen-Wittgenstein) eingereicht wurde, dem Beirat der „Regionale 2025“ vorgelegt.

Diese stimmten dem Projekt einstimmig zu und damit wird das Projekt am 10. Dezember im Regionale-Ausschuss für den ersten Stern vorgeschlagen werden. Ein wichtiger Schritt ist somit getan. Der Beirat lobte das Projekt zur Digitalisierung der ehrenamtlichen Vereinsarbeit als sinnvoll, nachhaltig, notwendig und innovativ. Der Kern der Arbeit ist eine ganzheitliche digitale Strategie. Für die Entwicklung dieser Strategie haben sich die südwestfälischen Kreissportbünde mit ihren insgesamt 2029 Vereinen (MK: 547) zusammengeschlossen, um mit den Vereinen die grundlegenden Bedürfnisse zu ermitteln, die zu einer Sicherung der Vereinsarbeit beitragen können.

Virtuelle Geschäftsstelle steht im Fokus

Im Fokus steht dabei, für die Sportvereine eine virtuelle Geschäftsstelle zu erstellen, die mit verschiedenen Instrumenten, wie beispielsweise einer Vereinssoftware, ausgestattet werden soll. Auch der Ausbau und die Nutzung von Social Media sind darin inbegriffen. Die Sportbünde erhoffen sich dadurch, die administrativen Hemmschwellen zu verringern und vor allen Dingen die ehrenamtliche Vereinsarbeit zu entlasten. „Die Vereinsvertreter und Sportler haben immer weniger Zeit für gemeinsame Treffen. Deswegen ist das Thema Digitalisierung im Sportverein zur Zukunftssicherung der Vereine von hoher Bedeutung. So können viele Abläufe vereinfacht werden. Im heutigen digitalen Zeitalter ist dies unabdingbar. Eine virtuelle Geschäftsstelle bietet einfachere und schnellere Wege“, erklärt der KSB-Geschäftsführer Sebastian Pahlke.

Allerdings währte die Freude über den greifbar nahen ersten Stern nur kurz, da Hubertus Winterberg (Geschäftsführer der Südwestfalenagentur) die schlechte Kunde überbrachte, dass die Förderanfragen bei der Staatskanzlei NRW in Düsseldorf und der Bezirksregierung Arnsberg negativ beschieden worden seien.

Pahlke weiterhin optimistisch

Ein Rückschlag auf dem Weg zur Realisierung des zweiten Sterns, der KSB-Vorsitzende Günther Nülle sprach im Anschluss von einer unverständlichen Entscheidung, sieht aber noch Verhandlungsspielraum. Ähnlich sieht es Sebastian Pahlke: „Wir nehmen das kämpferisch und freuen uns über das positive Feedback des Beirats. Wir hoffen weiter auf beide Sterne. Unser Ziel muss es sein, im Laufe des Jahres 2020 diese zu bekommen.“

Bereits im Januar werden sich die Vorsitzenden und Geschäftsführer der Kreissportbünde aus Südwestfalen in Iserlohn treffen und eine Strategie zur Finanzierung des Projektes entwerfen. Die Stärken der Region Südwestfalen sollen gebündelt werden, um das Projekt zu realisieren – damit die ehrenamtliche Vereinsarbeit auch in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung eine Zukunft hat.

Zur Erklärung: Was ist die „Regionale“ 2025?

Die „Regionale“ ist ein Strukturförderprogramm des Landes NRW. Mit der Regionale möchte Südwestfalen durch ein kooperatives Miteinander von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die Zukunft aktiv gestalten.

Wer entscheidet über die Projekte?

Der Beirat ist besetzt mit Vertreterinnen und Vertretern aus den verschiedensten gesellschaftlichen Gruppierungen. Er berät über Projekte und empfiehlt dem Ausschuss, welche Konzepte Südwestfalen aus seiner Sicht zukunftsfähig aufstellen und deshalb umgesetzt werden sollten.

Das Sterne-System 

Den ersten Stern erhalten Projekte mit einer herausragenden konzeptionellen Idee. Mit der Vergabe des zweiten Sterns öffnet der Regionale-Ausschuss als Entscheidungsgremium Projekten den Zugang zu konkreten Förderprogrammen des Landes Nordrhein-Westfalen und damit zur Möglichkeit der Realisierung. Mit der Vergabe des dritten Sterns bringt der Ausschuss zum Ausdruck, dass das Projekt den Anforderungen entspricht. An diesem Punkt sind auch die Fördergelder gesichert und die Umsetzung kann beginnen.

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