Tischtennis

Viererteams in 1. Kreisklasse möglich

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Der alte ist auch der neue Vorstand des Tischtennis-Kreises.

Kreisgebiet - Im Vereinsheim von StR Altena „Am Breitenhagen“ hielt der Tischtenniskreis Lüdenscheid am Dienstag seine jährliche Versammlung ab. Kreis-Chef Edgar Schwarzkopf begrüßte die 15 Delegierten der Kreisvereine und weitere Gäste, darunter unter anderem den TT-Bezirksvorsitzenden Hans-Jürgen Posnanski (Hattingen) und Rechtsanwalt Markus Knuth (Halver).

Knuth informierte ausführlich über die seit kurzem geltende Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und ihre Auswirkungen auf die Vereinsarbeit. In dem 45-minütigen Vortrag des Juristen mit anschließender Fragerunde ging Knuth auf die wesentlichen Punkte im Umgang mit persönlichen Daten von Vereinsmitgliedern ein.

Wichtig, so der Fachanwalt, sei für jeden Verein, bei denen Vorstandsmitglieder, Trainer/ Übungsleiter und Betreuer als Mitarbeiter gelten, sich bei der Veröffentlichung von Fotos, Filmen und Texten/Listen und der Homepagearbeit, rechtlich abzusichern. Dieses könne einerseits durch die gesetzliche Datenschutzbestimmungen sein, aber besser noch durch die schriftliche Einwilligung der einzelnen Mitglieder. Geeignete Formulare stehen zum Download bereit. Dies wäre ein wichtiger erster Schritt, der unverzüglich eingeleitet werden solle.

Danach ging es zu den eigentlichen, sportartspezifischen Inhalten des Kreistages. Kontrovers diskutiert wurde die Erhöhung der jährlichen Kreisumlage von 130 auf 190 Euro. „Das ist unumgänglich, um zahlungsfähig zu bleiben“, mahnte Schwarzkopf, der auf Nachfrage eines Delegierten ausführte, dass weiteres Sparpotenzial nicht mehr vorhanden sei.

Die Wahlen endeten allesamt mit einstimmiger Wiederwahl des zuvor entlasteten Vorstandes. Edgar Schwarzkopf (Affeln) bleibt 1. Vorsitzender, Gerd Sauer (Werdohl) Kassenwart und Marc Stomann (Werdohl) Jugendwart. Das Trio wurde für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt.

Terminliches: Die Kreismeisterschaften wurden an den SV Affeln vergeben. Einstimmig war auch der Wunsch der Teams in der 2. Kreisklasse, künftig nach dem Braunschweiger System spielen zu wollen. Beim Thema Saisonplanung informierte Schwarzkopf zunächst die auf Verbandsebene aktiven Vereine. Eine über drei Jahre gestreckte Klassenreform sieht eine Verringerung der parallelen NRW-Ligen von drei auf zwei vor. Bei den Verbandsligen wird von sechs auf vier gekürzt, und im Landesliga-Bereich von derzeit noch zwölf auf acht Staffeln heruntergefahren.

Eine schlechte Nachricht für ambitionierte Bezirksligisten, denn hier gibt es anders als in der abgelaufenen Saison (sechs Aufsteiger und ein Relegationsteilnehmer) für die Saison 2018/2019 nur noch vier Direktaufsteiger und keine Relegation mehr, wie Bezirkswart Posnanski informierte.

Kurz vor der Verabschiedung sorgte dann eine eher beiläufige Bemerkung von Joachim Moritz (Bierbaum) für die Überraschung schlechthin. „Ab sofort sind Vierermannschaften auf Kreisebene in der 1. Kreisklasse auf Wunsch möglich.“ Am Kreisvorstand ist diese Neuerung völlig vorbeigegangen. Der WTTV-Beirat beschloss diese Änderung am vergangenen Samstag in Hamm mit einem denkbar knappen Mehrheitsbeschluss von 19:18. Posnanski bestätigte diese schon häufiger angestrebte Veränderung, über die er im Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ berichten wollte. 

Schwarzkopf zeigte sich verdutzt, reagierte aber prompt und bot den Kreisvereinen an, sich bis Sonntag verbindlich schriftlich darüber zu äußern, ob diese Neuerung eine Auswirkung auf die Meldungen für die Saison 2018/2019 hat. Ob es eine Zustimmung der Kreisvereine noch für die Einführung in der kommenden Saison gibt und die Viererteams schon dann an den Start gehen, wird der Rücklauf der Vereine bis Sonntag zeigen. Edgar Schwarzkopf: „Wir sind da in jeder Beziehung flexibel.“

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