Triathlon

Hawaii bleibt das große Ziel

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Florian Hanakam startet mit Hawaii-Ambitionen in Frankfurt.

Lüdenscheid – Die zweifachen Hawaii-Gewinner Patrick Lange und Jan Frodeno sind vor Ort, der hochgehandelte Sebastian Kienle ebenfalls – die Ironman-EM in Frankfurt ist ab den frühen Sonntag-Morgenstunden (30.06./ab 6.15 Uhr) die Bühne für die Spitzenathleten und ein Vorgeschmack auf den 12. Oktober, wenn in der hawaiianischen Bucht von Kailua-Kona die Weltelite um den WM-Titel über die Ironman-Distanz von 3,86 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und den Marathonlauf (42,195 Kilometer) kämpft.

Die Profis kämpfen um den Sieg, viele ambitionierte Amateurteilnehmer wollen in Frankfurt hingegen das Ticket für Hawaii buchen. Einer von ihnen ist Florian Hanakam, Triathlet des Radsport-Clubs Lüdenscheid von 1998. Für Hanakam ist Hawaii ein Traum, der bereits in den Jahren 2012 und 2014 in Erfüllung gegangen ist. Doch aller guten Dinge sind bekanntlich drei, deswegen ist Hanakams großes Ziel für den Ironman in Frankfurt auch die Qualifikation für die Weltmeisterschaft. „Ich trete an, um mich für Hawaii zu qualifizieren. Ich würde mir eine 50:50-Chance geben und brauche definitiv einen sehr guten Tag“, erklärt der als Sportwissenschaftler an der Ruhr-Universität Bochum tätige Breckerfelder. Im letzten Jahr fehlten dem RCL-Athleten lediglich acht Sekunden für die WM-Quali, dabei erzielte Hanakam beim „Ironman Italy“ seine zweitbeste Ironman-Zeit überhaupt (9:28:23 Stunden). In Italien qualifizierten sich lediglich die fünf besten Athleten jeder Altersklasse für die WM, in Frankfurt sind es hingegen deren zehn, da es sich um eine kontinentale Meisterschaft handelt und sich die Anzahl der Qualifikationsplätze gegenüber einem „normalen“ Ironman verdoppelt.

Gute Vorbereitung, keine Angst vor Hitze

Die Vorbereitung auf den Wettkampf in Hessen lief für Hanakam gut. „Es lief wirklich reibungslos ab. Über die Pfingsttage bin ich noch in die fränkische Schweiz gefahren, um mir über die Höhenmeter auch die nötige Wettkampfhärte zu verschaffen und in Ruhe zu trainieren. Die letzten zwei Wochen habe ich jetzt etwas heruntergefahren“, erklärt der zweifache Hawaii-Finisher. Einen Vorgeschmack auf einen möglichen WM-Start werden die heißen Temperaturen in der Mainmetropole sein, weswegen Hanakam auch speziell in dieser Woche nochmals ein, zwei Läufe zur Marathon-Wettkampfzeit (früher Nachmittag) einstreut, um zu sehen, wie viel Flüssigkeit er aufnehmen muss. „Normalerweise brauche ich pro Stunde knapp einen Liter. Vermutlich wird es bei diesen Temperaturen aber auf 1,5 Liter hinauslaufen“, prognostiziert Hanakam. Auch die persönliche Rennstrategie wird der Triathlet ein wenig umändern. „Durch die hohen Temperaturen wird gerade die Geschwindigkeit beim Marathon deutlich langsamer sein, deswegen muss man sich die Kräfte wirklich gut einteilen. Da sind keine Bestzeiten zu erwarten“, sagt Hanakam.

Einen Nachteil sieht der RCL-Akteur beim Schwimmen auf sich zukommen. Aufgrund der Hitze werden in Frankfurt höchstwahrscheinlich keine Neoprenanzüge zugelassen. „Das ist für mich als eher schwächeren Schwimmer nicht optimal“, befürchtet der Breckerfelder. Bereits am Freitag reist Hanakam nach Frankfurt, große Gedanken ob der nicht optimalen Temperaturverhältnisse macht der promovierte Sportwissenschaftler sich nicht und sieht es eher gelassen. „Ich mag die Temperaturen nicht, aber die anderen hassen es“, scherzt Hanakam. Lange, Frodeno und Kienle werden in Hawaii starten, wenn Hanakam den Wettkampf ähnlich locker nimmt wie das Wetter hat er gute Chancen ebenfalls dabei zu sein. Dann wäre aller guten Dinge drei.

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