Altenaer Radler-Duo bewältigt Dolomitenmarathon

+
Im Ziel gab es für Rainer Sülberg und Jörg Kowalke die obligatorischen „Finisher-Shirts“.

Altena - Die beiden Altenaer Radsportler Rainer Sülberg und Jörg Kowalke sind beim „Maratona dles Dolomites“, der am Sonntag stattfand, deutlich unter der Sechs-Stunden-Marke geblieben. Sülberg erreichte nach 5:47:31 Stunden das Ziel (7. in seiner Altersklasse/216. gesamt), Kowalke brauchte 5:40:43 (35./160.).

Mit ihren Leistungen gehörten die Sauerländer zu den besten fünf Prozent im mehr als 9 000 Teilnehmer umfassenden Starterfeld und trugen zu einem tollen Teamergebnis bei: Das Radteam Aichach aus dem bayerischen Regierungsbezirk Schwaben, für das die Altenaer an den Start gingen, gewann die Mannschaftswertung.

Als „nicht so schlimm wie befürchtet“ bewerteten Sülberg und Kowalke den Ritt über acht Dolomitenpässe mit einer Gesamtstreckenlänge von 138 Kilometer. Da der Startschuss für das Rennen bereits um 6.30 Uhr fiel, entwickelte sich erst auf dem letzten Drittel der Strecke die erwartete Hitzeschlacht. Wirkliche Schwierigkeiten hatten die Burgstädter aber nicht.

Von einem „gelegentlichen Zwicken in Oberschenkeln und Waden“ berichtete Sülberg, sein Kollege Kowalke verspürte „ab und an im Ansatz Krämpfe“ in den Waden. Der Blick auf das Alpenpanorama übertünchte aber die kleinen Wehwehchen und setzte bei beiden Pedaleros Kräfte frei.

Kowalke haderte ein wenig, dass er auf der Sella-Ronda-Passage mit Passo Campolongo (1 875 m), Passo Pordoi (2 239 m), Passo Sella (2 244 m) und Passo Gardena (2 121 m) zu Beginn des Rennens die Spitzengruppe nicht hatte halten können, entwickelte aber in der zweiten Hälfte des Rennens richtigen Kampfgeist. Auch Sülberg quälte sich: „Es geht ja fast nur rauf und wieder runter. Da ist man schon auf sich allein gestellt und muss sich immer wieder überwinden, auch wenn’s weh tut.“ Den schwierigsten Anstieg des Tages hinauf zum Passo Giau (2 236 m) bewältigten beide souverän, trotzten mit ruhigem Fahr-Rhythmus der Sonneneinstrahlung und steuerten allmählich auf die letzte Hürde des Tages hin. „Eine echte Wand zum Abschluss, mit knapp 400 Metern zwar nicht lang, aber dafür mit fast 20 Prozent extrem steil. Da steigen einige Fahrer ab. Und wer bislang noch keine Krämpfe gehabt haben sollte, bekommt sie dort“, schilderten Kowalke und Sülberg ihre Eindrücke von der „Mür dl giat“ (Katermauer).

Angetrieben von der Atmosphäre durch die versammelten Fans gingen die Burgstädter aus dem Sattel und mussten nicht schieben. Der wohlverdiente Lohn waren die Erfrischungen im Ziel: Die beiden genehmigten sich Radler und Eis. Und ihre Regenerationsfähigkeit ist beeindruckend: Sülberg wanderte gestern zum Grödner Joch auf 2 121 m, Kowalke verspürte bei der Heimreise keinerlei Verspannungen. - nico

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare