356 Starter: TuS Neuenrade wertet CTF als Erfolg

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Es dauerte nur wenige Momente, ein paar Meter sauberen Asphalts, ehe die insgesamt 356 Athleten der Country-Touren-Fahrt auf die matschigen Feld- und Waldwege abbogen.

Neuenrade - Drecküberzogene Gesichter, braune Schichten über den Gesichtern und Trikots: Die Country-Touren-Fahrten (CTF) des TuS Neuenrade waren etwas für die Hartgesottenen unter den Radsportlern, erwiesen sich aber trotz der widrigen Bedigungen als Erfolg.

Pünktlich um 10 Uhr fiel am Sonntagmorgen der Startschuss zur beliebten CTF auf den drei Strecken über 22, 35 und 53 Kilometer – inklusive Kälte, Regen und Wind. „Wie üblich ein Massenstart“, erklärte Felix Loch, der Abteilungsvorsitzende. Obwohl die veranstaltende TuS-Abteilung ein Startfenster von zwei Stunden ausgeschrieben hatte (10 bis 12 Uhr), querte das Gros des Feldes gleich in den ersten 20 Minuten die Startlinie. 

Es dauerte nur wenige Momente, ein paar Meter sauberen Asphalts, ehe die insgesamt 356 Athleten auf die Feld- und Waldwege abbogen. Die Stollen der Mountainbikes gruben sich in den feuchtweichen Untergrund, die Biker zogen Dreckfontänen hinter sich her. „Wenn man sich bewegt, dann ist es gar nicht mehr so kalt“, sagte Felix Loch, der genau weiß, wie sich solche Bedingungen anfühlen. Zum Glück waren die Temperaturen zuletzt so angestiegen, dass die gefährlichen Frost-Passagen rechtzeitig aufgetaut waren. 

Die 22-Kilometer-Tour stieß traditionell auf geringes Interesse. 201 Biker absolvierten die 35-Kilometer-Schleife, etwa 150 stellten sich der großen, 53 Kilometer langen Herausforderung. Positiv kam die Streckenführung an, denn erst bei Wocklum mussten sich die Teilnehmer endgültig entscheiden: entweder die mittellange Strecke und wieder zurück nach Neuenrade oder die 18 Kilometer lange Zusatzrunde und damit das volle Programm. 

„Wir haben einen strammen Westwind“, erklärte Loch, warum manch Sportler physisch gezeichnet im Ziel ankam. „Die haben schon einige, schwere Kilometer in den Beinen und kämpfen dann auf der Rückfahrt von Balve Richtung Neuenrade gegen diesen Wind an“, fügte der Abteilungsvorsitzende hinzu. 

356 Starter seien zwar deutlich unter dem Vorjahreslevel, mit Blick auf die Witterung sei die Zahl dennoch ein Erfolg, betonte Loch. Für Schönwetterfahrer war die 2016er CTF wohl nicht erste Wahl. Andere nahmen sogar weite Anreisen in Kauf, um in der Hönnestadt an den Start gehen zu können. Radsportler aus dem gesamten Ruhrgebiet sind traditionell stark vertreten. Selbst aus Titz aus dem Kreis Düren reiste ein Athlet an. Das vielköpfige Team, das das Anmeldeprozedere professionell erledigte, schien beeindruckt. 

Wie üblich, zeichnete der TuS die personell stärksten Teams aus. Einsam an der Spitze rangierte Bike-MK aus Herscheid. 24 Athleten gingen unter diesem Namen auf die Strecke. Mit zwölf Radlern folgte der RSC Werne auf dem Silberrang. Bronze mit jeweils neun Athleten teilten sich diesmal gleich vier Mannschaften: Kurbel Dortmund, SV Herbern, bike4speed und Sprinter Waltrop.

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