Radsport: Herscheider Duo siegreich

Neuer Gärtner/Becker-Triumph

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Im Windschatten seines Vordermannes spart der Herscheider Julian Becker Kraft für die entscheidenden Vorstöße.

Oschersleben - Auch spät im Radrennsportjahr bewies das Herscheider Duo Markus Gärtner und Julian Becker aus dem RAAM-Team noch einmal seine Topform.

Das Duo wiederholte beim „Velofondo“, einem 24-Stunden-Rennen in der Motorsport Arena in Oschersleben, eindrucksvoll den Sieg in der Zweierteam-Konkurrenz, nachdem es dort überraschend auch schon im Vorjahr triumphiert hatte. Unterstützt wurden die Langstrecken-Radsportspezialisten in Sachsen-Anhalt von Team-Manager Frank Lachnitt und einem Helfertrio, die sich um den organisatorischen Ablauf kümmerten, damit sich das Duo hundertprozentig auf das Rennen und die Regeneration konzentrieren konnte. 

Beim Velofondo starteten über 500 Radrennfahrer als Solisten oder in Zweier-, Vierer- oder Achtermannschaften. In der Zweier-Konkurrenz hatten Becker/Gärtner starke Konkurrenz in den Teams Hercher/Denning (Riding Commando 3) und Quiring/Duwe (Kette rechts). 

Auf der flachen Rennstrecke mit gerade einmal 30 Metern Höhenunterschied werden naturgemäß hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten erzielt. Anfangs wechselten Becker und Gärtner alle 60 bis 90 Minuten und konnten bereits in den ersten vier Stunden zwei Runden Vorsprung auf die Konkurrenz herausfahren, was angesichts des flachen Kurses mehr als schwierig ist. 

Den Rennverlauf kann man sich wie ein Sechs-Tage-Rennen vorstellen. Es fahren viele Fahrer in einer Gruppe. Das kostet weniger Kraft, da im Windschatten gefahren wird. Um sich aber von der Konkurrenz abzusetzen, muss man irgendwann einen Ausbruch aus der Gruppe wagen und einen Rundenvorsprung herausfahren. Dies kann man am besten durch Wechsel in der Boxengasse. 

„Wir haben nach rund 12 Stunden das System noch einmal umgestellt und bewusst entgegen der Konkurrenz nicht zur vollen Stunde gewechselt, sondern zur halben Stunde. Hier konnten wir letztendlich noch einmal einige Runden herausfahren, da nicht so viel Verkehr in der Boxengasse war und wir, als die anderen wechselten, etwas mehr Speed aufnahmen“, so Lachnitt. 

Nach 24 Stunden standen 252 Runden und über 900 Kilometer auf dem Rundenzähler, mehr als jedes andere Duo. Bei ihrer Titelverteidigung verbesserten Gärtner/Becker sogar ihr Vorjahresmarke und siegten mit fünf Runden Vorsprung auf die Zweitplatzierten. „Die Jungs waren am Ende total platt“, so Lachnitt. -VH

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