Schach

Quarantäne-Liga: 1199 Mannschaften mit 35744 Schachspielern

Schachspieler am Brett
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Vielspieler: Marc Schulze war an 75 Spieltagen beteiligt.

Am Sonntag ist die Saison 2020 in der Quarantäne-Liga im Schach zu Ende gegangen. In der Pandemie hat sich ein Format entwickelt, dass viele Schachspieler anlockt - auch das Sauerlandteam hat seit April 71 Spieltage absolviert.

Kreisgebiet – Am 3. Januar beginnt auf dem Schachportal lichess.org die zweite Saison der Quarantäne-Liga – die Saison 2021. Am Donnerstagabend endete entsprechend die erste Saison 2020 mit einem normalen Liga-Spieltag, der Silvesterabend blieb wie zuletzt der Heiligabend ein spielfreier Abend.

Fürs Sauerlandteam war es ein gutes Saisonfinale – in der 4. Liga A reichte es hinter dem Team „Chess Wars“ (251 Punkte) mit 228 Punkten zum komfortablen zweiten Platz und damit zur Rückkehr in die 3. Liga. Die Saison 2021 beginnen die Sauerländer wieder drittklassig.

Die 3. Liga – sie war im Jahr 2020 überwiegend das Zuhause für das Sauerlandteam. Am 23. April stiegen die Sauerländer mitten im Lockdown ins neue Angebot ein. Die Quarantäne-Liga bot zweimal die Woche Blitzschach in wechselnden Bedenkzeitformaten – und sie wuchs im ersten Lockdown stetig, weil die Schachspieler viel Zeit hatten.

Quarantäne-Liga: 1199 Mannschaften mit 35744 Schachspielern

In der 7. Liga B – inzwischen gibt es sogar neun Spielebenen in der Quarantäne-Liga – stiegen die Sauerländer direkt auf, schafften bis Anfang Mai den Durchmarsch bis in die 3. Liga. Zweimal sollte in der Folge der Zweitliga-Aufstieg gelingen – und zweimal stieg das Team direkt wieder ab, pendelte sich zwischen 3. und 4. Liga ein – mit einem Abstecher in die 5. Liga Anfang November.

Seit April hat das Sauerlandteam ohne Pause 71 Quarantäne-Liga-Spieltage absolviert. 65 verschiedene Spieler sind zum Einsatz gekommen. Mit dem rumänischen Großmeister Gergely Szabo von SvG Plettenberg als stärkstem eingesetzten Spieler an der Spitze – Szabo allerdings war eher sporadisch dabei, wie auch Großmeister Sebastian Siebrecht oder der anfangs sehr engagierte FIDE-Meister Aleksej Litwak.

Dauerbrenner als Leistungsträger des Teams waren Großmeister Thorsten Michael Haub ebenso wie seine Plettenberger Oberliga-Teamkollegen FM Alex Browning und Marc Schulze. Sie fehlten fast nie und punkteten fast immer am besten. 68 Spieltage absolvierte Haub, 65 Browning, Schulze brachte es gar auf 75 Spieltage – er war viermal für andere Mannschaften in der Liga aktiv.

Haub und Browning in exzellenter Form

Genügend Möglichkeiten dazu bot die Quarantäne-Liga, in der man als Spieler eine Stunde für ein anderes Team in einer anderen Liga spielen und dann noch locker zu seinem Heimteam zurückwechseln konnte. 1199 Mannschaften mit 35744 Schachspielern waren im Laufe des Jahres in den Spielklassen dabei – in 2501 Turnieren in 53 unterschiedlichen Ligen. Allein beim Saisonfinale am Sonntag waren 415 Teams mit 4817 Spielern aktiv.

Dass die Sauerländer das Jahr so gut abschlossen, hatten sie diesmal vor allem Haub und Browning zu verdanken, die mit 62 bzw. 60 Punkten die beiden mit großem Abstand besten Einzelspieler der 4. Liga A waren – Drittplatzierte vom Tagessieger „Chess Wars“ brachte es zum Vergleich auf 47 Punkte.

In die Wertung kamen diesmal für die Sauerländer außerdem Marc Schulze (28), Thomas Franke (KS Iserlohn, 27), Rebecca Browning (MSHS, 21), Christian Midderhoff (Neuenrade, 16) und Andreas Schäfers (ehemals SG Lüdenscheid, 14). 14 Spieler waren diesmal am Start. Mit dem Tagessieger „Chess Wars“ und dem Sauerlandteam stieg als Rangdritter der SK Landau in die 3. Liga auf, absteigen mussten diesmal die Teams „Dajak“, „GPN_ club“ und der SV Hofheim.

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