30:32-Niederlage bei der HSG Lemgo II

SGSH bringt sich um verdienten Lohn

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SGSH-Youngster Moritz Eigenbrodt sucht die Lücke in der Lemgoer Deckung, wird hier aber regelwidrig gestoppt.

Lemgo - Die SG Schalksmühle-Halver hat sich in der 3. Liga West mit der vierten Niederlage in Serie in die Weihnachtspause verabschiedet. Bei der HSG Lemgo II musste sich das Grasediek-Team am Sonntagabend 30:32 (18:17) geschlagen geben. Nicht unverdient und doch unnötig. Der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz beträgt nach den Siegen von Volmetal und Soest nur noch zwei Punkte.

Im Lipperland war für die SGSH am Sonntag mehr drin. Es war unterm Strich keine schlechte Vorstellung der Sauerländer, aber eben auch keine richtig gute. Letztlich fehlten Nuancen und auch bisschen wieder einmal die nötige Konstanz, um dem Tabellennachbarn das Nachsehen zu geben.

Hochgeschwindigkeit als Kontrastprogramm

Die erste Halbzeit war das komplette Kontrastprogramm zur Heimniederlage vor Wochenfrist gegen die HSG Krefeld. Diesmal drückten die Abwehrreihen der Partie nicht ihren Stempel auf, im Gegenteil. Es war Hochgeschwindigkeitshandball, den beide Seiten zeigten - freilich nahmen es die Defensiv-Formationen dafür im Gegenzug nicht so genau mit ihrer Arbeit. 16 Tore fielen allein in den ersten zehn Minuten (8:8), und wenngleich diese Quote nicht ganz gehalten wurde, so waren es doch eher Angreifer, die Akzente zu setzen wussten.

Bei der SGSH trafen allen voran Lutz Weßeling und Julian Mayer aus dem Rückraum, aber auch ein treffsicherer Achim Jansen auf der rechten Außenbahn. Bei Lemgo war Linkshänder Philipp Vorlicek im rechten Rückraum mal wieder nicht auszuschalten für die SGSH im aufgebauten Angriff. Mathias Grasediek reagierte bald und ließ Vorlicek kurz decken. Dies und der Torwartwechsel – Formella für den diesmal schwachen Plessers (21.) – ließen die SGSH die Partie nach einer 15:13- und 16:14-Führung für Lemgo noch bis zum 17:18 zur Pause drehen. Gerade das 18. Tor durch Dominic Luciano Sekunden vor dem Pausenpfiff gab Rückenwind für Durchgang zwei.

Defensive wird etwas stabiler

Es war alles drin, weil beide Teams zwar stark, aber keineswegs unverwundbar waren an diesem Abend. Daran änderte sich auch nach dem Wechsel nicht viel. Die SGSH-Defensive wurde auch dank einiger schöner Paraden von Formella nun eine Spur stabiler. Auch Lemgos zweiter Keeper Felix Hendrich brachte indes eine deutliche Qualitätssteigerung im HSG-Tor. Allen voran der nach dem Wechsel gebrachte Kristian Eskericic fand zu häufig und aus besten Positionen in Hendrich seinen Meister. Generell ließ die SGSH nun allerdings zu viele gute Chancen ungenutzt und versäumte es so, sich ein bisschen mehr Polster als jenes 24:25 nach 48 Minuten anzufressen.

Neun Minuten ohne SGSH-Treffer

Die Strafe folgte auf den Fuß: Die SGSH erlaubte sich in der Folge eine Schwächephase, brachte neun Minuten lang keinen einzigen Ball im HSG-Tor unter, obwohl sogar zwei Minuten in doppelter Überzahl dabei waren. Acht Ballverluste in Serie waren zu viel: Das Plesser-Team hatte nun die zweite Luft, Spielmacher Yannick Löhr, Valentin Schmidt und der wie entfesselt auftrumpfende Lukas Zerbe führten ihr Team bis zum 30:25 (57.) auf die Siegerstraße. Die SGSH hatte sich mit einem kollektiven Blackout selbst um den Lohn gebracht. Bis zum 32:27 (59.) sah es sogar nach einer deutlicheren Pleite für den Gast aus, Müller (2) und Mayer betrieben aber noch ein wenig Ergebniskosmetik. Die Stimmung aber wussten die Tore auch nicht mehr zu retten bei einem Jahresausklang, der gut zum zweiten Halbjahr am Löh passte. Es war ein Jahresausklang in Moll…

HSG II: Mattias Ende, Felix Hendrich (ab 31.) – Lukas Zerbe (9/2), Philipp Vorlicek (6), Yannik Löhr (5), Robin Hübscher (5), Valentin Schmidt (4), Dominik Waldhof (2), Mario Bergen (1), Alexander Engelhardt, Sönke Brass (n.e.), Michael Binder (n.e.), Julius Herbert

SGSH: Nicholas Plessers, Dominik Formella (ab 21.) – Lutz Weßeling (11/4), Julian Mayer (6), Malte Müller (5), Achim Jansen (3), Dominic Luciano (3), Moritz Eigenbrodt (2), Florian Ludwig, Jacek Wardzinski, Kristian Eskericic, Maciej Dmytruszynski, Christian Feldmann (n.e.), Alexander Trimpop (n.e.)

Schiedsrichter: Thore Poguntke und Hauke Schneider (Hannover)

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