Fußball, Oberliga

„Halbchancen“ und ein gerechtes Remis

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RSV-Mittelfeldakteur Alessandro Tomasello erzielte den Treffer zum 1:1-Endstand.

Münster – Gerechte Punkteteilung im Schatten des Preußenstadions: Vom gastgebenden SC Preußen Münster II trennte sich der RSV Meinerzhagen im Duell der Aufsteiger 1:1 (1:0). Gefreut haben wird das vor allem den SC Wiedenbrück und Rot-Weiß Ahlen, denn beide fuhren zeitgleich Siege ein und haben jetzt drei bzw. zwei Punkte Vorsprung auf die auf Rang drei zurückgefallenen Volmestädter.

Die Begegnung, die Münsters U23 ohne Verstärkungen aus der Drittligamannschaft bestritt, begann mit einem frühen Rückschlag für die Gäste. In der elften Minute ließ SCP-Linksaußen Ousman Touray die gesamte rechte Seite der Meinerzhagener mit einem fulminanten Antritt stehen, und seinen maßgenauen Pass nach innen verwertete Jan Klauke zum 1:0. Nur zwei Minuten später wurden die Gesichter des erneut stimmgewaltigen RSV-Anhangs für einen kleinen Moment noch ein wenig länger – nur gut, dass Schiedsrichter Kabalakli (Gelsenkirchen), der bereits zur Mittellinie gezeigt hatte, Noel Grodowskis 2:0 nach Rücksprache mit seinem Assistenten an der Linie nachträglich doch noch wegen Abseitsstellung die Anerkennung versagte.

Preußen pressen früh

Die laufstarken und flinken, zu Beginn früh anlaufenden Preußen-Youngster bereiteten der Demir/Ermes-Elf mehr Mühe, als dieser lieb war. Doch als die Schockwirkung des 0:1 verflogen war, arbeitete sich der RSV in die Partie und wäre nach 16 Minuten um ein Haar zum Ausgleich gekommen; nach einem Eckball kratzte Münsters Marius Lackmann das von Hakan Demir aus kurzer Distanz aufs Tor gebrachte Spielgerät von der Linie.

Die Sauerländer hatten in der Folge mehr vom Spiel, Möglichkeiten der Kategorie „hundertprozentig“ kreierten sie gleichwohl nicht. Einem Torerfolg am nächsten kamen sie vor dem Halbzeitpfiff, als Ron Berlinski an Demirs Hereingabe genauso vorbeirutschte wie SCP-Keeper Marian Prinz (35.).

Im zweiten Durchgang setzte sich die Tendenz der 25 Minuten zuvor weiter fort und verstärkte sich zunehmend. Der Westfalenliga-2-Meister forcierte das Tempo, der Westfalenliga-1-Champion sah sich immer mehr in die Defensive gedrängt – allerdings mit dem Schönheitsfehler, dass der RSV keine seiner vielversprechenden Aktionen nennenswert zum Abschluss brachte. Trainer Mutlu Demir sprach hinterher von „Halbchancen“ und traf damit den Nagel auf den Kopf.

Tomasello mit dem Ausgleich

Die qualitativ besseren Einschussmöglichkeiten hatten bei ihren wenigen Kontern stattdessen die Platzherren – bei Nicolai Rembergs Flachschuss aufs kurze Eck, den Johannes Focher parierte (66.), und Julius Hölschers etwas überhastetem Weitschuss, der das Gäste-Tor verfehlte (68.).

Nichtsdestotrotz wurde Meinerzhagens beharrlicher Druck 18 Minuten vor dem Ende dann doch belohnt: An der Strafraumgrenze erstocherte sich Berlinski dank abgezockter Zweikampfführung den Ball und leitete auf Alessandro Tomasello weiter, der Prinz mit einem trockenen Linksschuss unter die Querlatte keine Abwehrchance ließ.

Nun wollte der RSV mehr, und als sich Raphael Gräßer rechts durchtankte und das lange Eck anvisierte, konnten die Münsteraner von Glück reden, dass der Ball um ein paar Zentimeter vorbeizischte (78.). In der Schlussphase jedoch gelang es Preußens U23, sich wieder etwas zu befreien. Eine weitere nennenswerte Chance auf den „lucky punch“ ergab sich für die Meinerzhagener so nicht mehr, und das Unentschieden ging letztlich auch in Ordnung.

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