Fußball

Prestige-Objekt Westfalenpokal: Verband drängt auf Austragung

Fußballer bejubeln Pokalsieg
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So freuten sich die Spieler des RSV Meinerzhagen im August 2020 über den Gewinn des Westfalenpokals. Auch in diesem Jahr ist eine Verlängerung der Pokalwettbewerbe über das eigentliche Saisonende am 30. Juni hinaus denkbar.

Keine Deadline: Weil viel Prestige und viel Geld am Westfalenpokal der Fußballer, den 2020 der RSV Meinerzhagen gewann, hängt, soll zur Not auch nach dem 30. Juni weitergespielt werden.

Meinerzhagen – Wer das Objekt der Begierde aus nächster Nähe bestaunen möchte, kann das seit Herbst am Fenster der Meinerzhagener Tourist-Info tun. Dort nämlich ist die Trophäe ausgestellt, die Fußball-Oberligist RSV Meinerzhagen für den Gewinn des Westfalenpokalwettbewerbs 2019/20 erhalten hat.

Wer den „Pott“ in der Saison 2020/21 einheimsen und wo er ihn dann präsentieren wird, steht noch in den Sternen. Eines aber ist sicher: Dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) ist sehr daran gelegen, dass nach dem Lockdown die Pokalwettbewerbe auf Landes- (und auch auf Kreisebene) zu Ende geführt werden.

„Vom Grundsatz her wollen wir spielen“, sagt Westfalenpokal-Spielleiter Klaus Overwien, „schließlich hängt daran auch viel Prestige – und nicht zuletzt Geld.“ Denn jeder teilnehmende Verein erhält eine finanzielle Zuwendung, die sich aus dem Teil der Einnahmen speist, die die FLVW-Teilnehmer an der 1. DFB-Pokal-Hauptrunde vertragsgemäß an den Landesverband abtreten müssen. So erhält der, der in Westfalenpokal-Runde eins ausscheidet, immerhin 700 Euro; unterlegenen Viertelfinalisten winken schon stolze 2 600, dem Verlierer des Finales gar 10 000 Euro. Und für den Sieger geht’s an den zehn Mal so reichhaltigen Fleischtopf DFB-Pokal-Hauptrunde.

Prestige-Objekt Westfalenpokal: Verband drängt auf Austragung

Darüber, wie man den Westfalenpokalwettbewerb 2020/21 über die Bühne bekommt, haben sich Overwien und Co. natürlich längst Gedanken gemacht. Denkbar ist, dass die Pokalwettbewerbe wie schon im vergangenen Jahr über das eigentliche Saisonende am 30. Juni hinaus verlängert werden. Dies dann im Gegensatz zu den Meisterschaftsrunden, für die die kalendarische Jahresmitte definitiv die Deadline bleiben wird.

„Was die Meldetermine für die Pokalwettbewerbe 21/22 angeht, sind wir von der Planung her durchaus noch etwas flexibel“, begründet Klaus Overwien und verweist auf den vergangenen Sommer, als die Finalspiele in den Landesverbänden nur drei Wochen vor der 1. DFB-Pokal-Hauptrunde stattfanden.

Im Bereich des FLVW mussten seinerzeit nach Beendigung des Frühjahrs-Lockdown 2020 allerdings auch nur noch die beiden Halbfinalspiele und das Endspiel bestritten werden. Anno 2021 hingegen muss nahezu der gesamte Wettbewerb noch gespielt werden: Nur vier der 32 Erstrundenbegegnungen kamen zur Austragung, bevor Corona den Sport Ende Oktober 2020 abermals lahmlegte. Heißt im Klartext: Irgendwann nach dem Lockdown und vor der Auftaktrunde im DFB-Pokal 2021/22 müssen für den Westfalenpokalwettbewerb Termine für sechs Spielrunden gefunden werden. Und in den Kreispokalwettbewerben, an denen die Meldungen für den Westfalenpokal 2021/22 hängen, gestaltet es sich im Prinzip genauso.

In gewisser Weise soll der Pokal Vorrang vor der Meisterschaft erhalten!

Klaus Overwien (FLVW)

„In gewisser Weise soll der Pokal Vorrang vor der Meisterschaft erhalten“, sagt Klaus Overwien, „und generell überlegt man da natürlich in alle Richtungen.“ Letztlich aber ist jedes Gedankenspiel in Sachen Terminplanung auch nicht mehr als ein Blick in die Glaskugel: „Alles steht und fällt mit der Entscheidung der Politik...“

Zumindest der Trainer des RSV Meinerzhagen kann sich eine einigermaßen zeitnahe Fortsetzung der Meisterschaft derzeit kaum vorstellen. „Aber weitaus mehr hoffe ich auf den Kreis- und den Westfalenpokal“, erklärt Mutlu Demir. Als letztjähriger DFB-Pokal-Starter haben die Volmestädter Blut geleckt. Eine erneute Teilnahme auf großer Bühne? „Wir hätten nichts dagegen“, schmunzelt der RSV-Coac

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