Berkenbaumer Frauen trotzen dem Verletzungspech

Die Prellballerinnen des TV Berkenbaum trotzten in Ludwigshafen dem Verletzungspech und landeten auf Rang sieben. Unser Foto zeigt (hinten von links) Johanna Knöllner, Silke Schürmann und Sundri Hofmann sowie (vorne von links) Jenny Riexinger, Betreuerin Katrin Dahlhaus und Sina Hornberg.

Berkenbaum - Bei den 53. Deutschen Prellballmeisterschaften der Frauen und Männer, die am vergangenen Wochenende vom TSV Ludwigshafen ausgerichtet wurden, zerstoben die Hoffnungen der Berkenbaumer Frauen verletzungsbedingt gleich im ersten Spiel. Eine Umstellung der Taktik, gute Moral und viel Kampfgeist sorgten jedoch dafür, dass am Sonntag mit dem siebten Platz die nach dem Ausscheiden in der Vorrunde noch bestmögliche Platzierung erreicht wurde.

Seit dem Rückbau der eingleisigen Bundesliga in die drei Staffeln Nord, Süd und West vor zwei Jahren schickte der TV Berkenbaum nach einjähriger Pause wieder ein Team zu den „Deutschen“. Zuletzt hatten sich die heimischen Frauen zwar auch für den Saisonhöhepunkt qualifiziert, gleich drei Mutterschaften verhinderten aber eine Teilnahme.

In diesem Jahr wollten die Spielerinnen nicht nur dabei sein, sondern auch etwas erreichen – doch eine Schulterluxation von Mittelfrau Jenny Riexinger gleich im ersten Spiel gegen den noch amtierenden Deutschen Meister TV FA Altenbochum durchkreuzte diese Absichten. Diese zentrale Position war nicht gleichwertig zu ersetzen. Die Spiele gegen Altenbochum (19:41) und MTV Eiche Schönebeck (24:39) wurden mehr oder weniger hergeschenkt, während sich Betreuerin Katrin Dahlhaus bemühte, ihren Schützlingen wieder Ruhe und der geänderten Situation angemessene Laufwege und Spielzüge zu vermitteln.

Jenny Riexinger wurde aus dem Angriff fast komplett herausgenommen, sollte auch keine hohen Bälle mehr annehmen. Die enttäuschte Leistungsträgerin nahm es mit Galgenhumor: „Eigentlich bin ich vor dem Ball immer weggelaufen...“ Entsprechend mussten die Vorderleute weiter ins Feld rücken und fast ausschließlich der Schlagfrau Sina Hornberg vorlegen, die neben vermehrter Abwehrarbeit rund 95 Prozent der Angriffslast allein trug. Diese Änderungen mussten im zweiten Spiel gegen den TSV Ludwigshafen noch eingeübt werden, so dass sich ein sehr enges Match mit einem knappen, aber letztlich positiven Endstand (29:28) entwickelte.

Auch Sina Hornberg angeschlagen

Gegen den TSV Babenhausen kamen die Berkenbaumerinnen dann schon besser mit den Umstellungen zurecht und siegten deutlich 32:26. Die Entscheidung über das Weiterkommen musste somit im letzten Vorrundenspiel gegen den MTV Wohnste fallen, doch aller Ehrgeiz und Einsatz verhinderten angesichts der Umstände die 23:27-Niederlage. Im Platzierungskreuzspiel am Sonntag traf der TVB wiederum auf den Gastgeber, der sich im Platzierungs-Vorkreuzspiel gegen den SV Weiler durchgesetzt hatte. Der verdiente Sieg (34:29) fiel zwar deutlicher aus als in der Vorrunde, doch ließ der blaugeschwollene Schlagarm von Sina Hornberg für das Spiel um den siebten Platz nichts Gutes erwarten.

Mit zusammengebissenen Zähnen und großer Willensstärke wiederholten die Berkenbaumerinnen dennoch ihren Vortagessieg (26:24) und erreichten ein angesichts der Umstände versöhnliches Ende, an dem das sowohl im taktischen als auch im mentalen Bereich ausgezeichnete Coaching von Katrin Dahlhaus immensen Anteil hatte. Der TV FA Altenbochum konnte den Titel nicht zum dritten Mal verteidigen und wurde hinter dem TV Sottrum Vizemeister. J KWH

TV Berkenbaum: Johanna Knöllner, Jenny Riexinger, Sina Hornberg, Sundri Hofmann, Silke Schürmann Betreuerin: Katrin Dahlhaus Schiedsrichterin: Sabrina Wermeckes

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare