Vereinsleben

SGSH Dragons prüfen Möglichkeiten in Richtung 2. Bundesliga

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Der neue Vorstand der SGSH Dragons: Markus Knuth (Vorsitzender, Dritter von rechts) und Pascal Thebrath (stellvertretender Vorsitzender, links) wurden wiedergewählt. Leiter Finanzen ist Sebastian Volkenborn (Dritter von links). Zwei bisherige Vorstandsmitglieder haben neue Ämter: Jan Schriever (Zweiter von rechts) gab die Position als 1. Jugendleiter an den bisherigen 2. Jugendleiter Christian Forner (nicht im Bild) ab und ist nun Leiter Marketing. Der bisherige Amtsinhaber Kevin Ciszewicz (Zweiter von links) ist neuer Leiter Sport Gesamtkonzept. Komplettiert wird der Vorstand durch Sven Potberg (rechts), den neuen 2. Jugendleiter.

Schalksmühle - Quo vadis, SGSH Dragons? Die Frage stellt sich nicht deshalb, weil es nicht läuft beim Handball-Drittligisten. Die Frage stellt sich dieser Tage, weil es fast zu gut läuft. Am Ende der Saison könnte sportlich gar der Sprung in die 2. Bundesliga stehen. Wohin also geht die Reise? Markus Knuth, Rechtsanwalt an der Spitze des Handballvereins aus Halver und Schalksmühle, nutzte die Jahreshauptversammlung im Nöckel zu einer Art Grundsatzreferat und sparte dabei auch das Thema 2. Bundesliga nicht aus, im Gegenteil.

Teilstücke seiner Bestandsaufnahme, die die Berichte über das Geschehene deutlich in den Hintergrund drängte:

2. Bundesliga

 „Ich habe nie gesagt, dass wir in die 2. Bundesliga müssen oder wollen. Das ist Kokolores, wir haben den Kader ja auch extern nicht verstärkt, sondern nur die Abgänge durch neue Spieler gut ersetzt“, stellte Knuth fest, „aber der Kader hat sich kontinuierlich weiterentwickelt. Die Entwicklung ist gut und positiv, so dass wir nun in der Position sind, uns Gedanken über die 2. Bundesliga machen zu dürfen oder sogar zu müssen.“ Auch mit der Mannschaft habe man dies besprochen. Man habe besprochen, ob es wirtschaftlich und sportlich möglich wäre. „Heute ist nicht gesagt, ob es gelingen würde“, erklärte Knuth, „wir prüfen unsere Möglichkeiten, sind im Gespräch mit benachbarten Vereinen, um zu sehen, wie andere Zweitligisten aufgestellt sind. Da sind wir ein Stück weit von entfernt. Aber es gibt positive Signale von Sponsoren. Wenn wir es sportlich schaffen würden, wäre es auf jeden Fall eine Riesenaufgabe für den gesamten Verein. Wenn nicht, wäre das aber auch überhaupt kein Problem für uns.“

2. Mannschaft/Unterbau

Knuth sprach von „Bauchschmerzen“, die er anfangs gehabt habe wegen des so jungen Kaders. „Aber es war eine bewusste Entscheidung gegen externe Verstärkung, die auch viel Geld gekostet hätte. Wir wollten unser Jugendkonzept weiter verfolgen, hatte noch nie eine so junge 2. Mannschaft.“ Nach den jüngsten Erfolgen sieht nicht nur Knuth die Mannschaft auf einem guten Weg, machte aber auch klar. „Elementarer Baustein für uns ist, dass die 2. Mannschaft nicht absteigt. Sie muss mindestens in der Verbandsliga spielen, wenn nicht sogar noch höher…“

Jugendarbeit

Knuth sprach davon, dass in Zukunft der komplette Vorstand Arbeit und Verantwortung für die Jugend übernehmen wolle. Beim Wunsch, den Austausch zwischen den Mannschaften zu verbessern, definierte der 1. Vorsitzende als wichtigstes Ziel, die eigenen Jugendspieler alle flächendeckend und nach ihrem Leistungsstand in den Seniorenbereich zu integrieren und an den Verein zu binden.

Frauen-Handball

„Der Frauen-Handball krankt in Deutschland und in der Region“, stellte Knuth fest, „für uns ist es aber ganz wichtig, ihn weiter anzubieten, einfach auch, um Mädchen sportliche Perspektiven zu bieten. Deshalb werden wir den weiblichen Bereich nie aufgeben.“ Ziel sei es, die A-Juniorinnen im Frauenteam einzubauen und dieses Team breiter aufzustellen. Die ehemalige Trainerin Tina Pfaffenbach wurde hierfür gewonnen, soll die Gespräche führen, auch mit möglichen externen Neuen.

Vorstandsarbeit

„Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, noch professioneller zu werden, wollen in allen Bereichen effektiver arbeiten“, berichtete Knuth von den Ergebnissen eines Workshops, „wir haben Strukturen konstruktiv überdacht, Aufgabenbereiche definiert, die wir zum Teil noch mit Personen füllen müssen. Unser Konstrukt wird immer größer. Für den Einzelnen ist die Belastung teilweise enorm. Deshalb müssen wir die Arbeit auf mehr Köpfe verteilen. Wir haben positive Rückmeldungen. Am Ende werden alle profitieren.“

Neue Wege

Die SGSH Dragons wollen in der Region noch präsenter werden. So kündigte Knuth für den Standort Schalksmühle die Einrichtung einer Geschäftsstelle als Anlaufpunkt für Trainer, Betreuer und Fans an, ohne den Ort zu nennen. „Das haben viele Drittligisten, es wäre ein weiterer Meilenstein.“ Die Arbeit mit Ex-Nationalspieler Mark Dragunski in Schulen und Kindergärten soll zudem ausgebaut werden. Dazu soll es eine Kooperation mit der SG Kierspe-Meinerzhagen geben, um von Dragons-Seite auch in Kierspe und Meinerzhagen in die Schulen und Kindergärten zu gehen. Knuth: „Am Ende ist egal, ob die Kinder in Kierspe oder bei uns spielen, Hauptsache, wir gewinnen sie für den Handball.“

Neuer Name

Seit Donnerstagabend heißt der Handball-Drittliga-Verein aus Halver und Schalksmühle nicht mehr „SG Schalksmühle-Halver Handball e.V.“ – nach einer Satzungsänderung wurde der Name „SGSH Dragons“ beschlossen. Damit ist der Markenname, den der Vorstand bereits im Sommer für den Spielbetrieb beim DHB angemeldet hatte, nun auch der Vereinsname.

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