Burkard Kaiser bei den „24 Stunden von Dubai“ Zweiter

Bestens vorbereitet vom Black-Falcon-Team präsentierte sich der Porsche von Burkard Kaiser beim 24-Stunden-Rennen von Dubai, das der Bergstädter als Klassenzweiter beendete.

Dubai/Lüdenscheid - Was für ein Saisonauftakt für Burkard Kaiser: Beim 24-Stunden-Rennen von Dubai fuhr der Lüdenscheider im Porsche 991 Cup auf den zehnten Gesamtrang und wurde Zweiter in seiner Klasse – mit nur 10,3 Sekunden Rückstand auf den Ersten.

Von Jörg Ufer

„Das war ein richtig tolles Wochenende. Ich hatte unglaublich viel Spaß, und der Erfolg ist das i-Tüpfelchen. Besser geht es nicht“, freute sich Kaiser. Die elfte Auflage des Langstreckenrennens am Persischen Golf wurde erneut zu einem Triumphzug für das am Nürburgring ansässige Team Black Falcon. Zwei Mercedes SLS und zwei Cup-Porsche wurden eingesetzt. Das Ergebnis: Dritter Gesamtsieg für den Flügeltürer, Doppelsieg für die Cup-Porsche in der Klasse. Kaiser: „Alles, was Black Falcon anfasst, wird zu Gold. Das muss man so sagen. Für den Mercedes war es der dritte Gesamtsieg, da wissen die Jungs schon, wo es langgeht. Aber die beiden Cup-Porsche aus der Baureihe 991 erlebten hier ihr Roll-Out, es war für Black Falcon der erste Einsatz dieser Fahrzeuge überhaupt. Und dann klappt wieder alles wie am Schnürchen. Ich kann mich beim gesamten Team nur bedanken.“

In der mit 17 Fahrzeugen sehr stark besetzten Klassen hatten sich Kaiser und seine Teamkollegen Manuel Metzger, Christian Raubach (beide Schweiz) und Gerwin Schuring (Niederlande) bereits die Pole-Position gesichert. Im Rennen kämpften dann fünf Cup-Porsche um den Klassensieg. Es gab Stoßstangenduelle wie im Sprintrennen.

Vollgas pur auf der Wüsten-Rennstrecke

„Das war von Anfang an eigentlich kein 24-Stunden-Rennen, das war Vollgas pur. Aber wir Gentleman-Driver haben uns zurückgehalten und sind kein unnötiges Risiko eingegangen.“ Boxenstoppbedingt pendelten Kaiser und Kollegen immer zwischen Platz zwei und vier in der Klasse. Im Gesamtklassement ging es allmählich Richtung Top 10. Nach Sonnenaufgang leistete das Quartett sogar die meiste Führungsarbeit, musste sich am Ende aber knapp dem Schwesterauto geschlagen geben.

Der Schalksmühler Ingo Vogler sah unterdessen nicht das Ziel. Ein kollisionsbedingter Ausfall beendete nach ziemlich genau vier Stunden die Fahrt des race&event-Mercedes-Benz SLS. „Wir hatten uns unseren 100. Start sicherlich anders vorgestellt, aber so hart kann Motorsport sein“, ärgerte sich Team-Manager Martin Mohr. „Die letzten fünf Jahre gab es kaum Probleme und wir kamen immer ins Ziel. Jetzt war sehr früh Schluss. Schade...“

Schalksmühler Ingo Vogler in bester Fahrlaune

Im Feld der 89 Starter etablierte sich der Flügeltürer von Vogler und seinen Teamkollegen Heinz Schmersal (Wuppertal), Peter Schmidt (Eltville), Johannes Siegler (Lohr) sowie dem Liechtensteiner Patrik Kaiser schnell in den Top 25. Startfahrer Siegler war in der hektischen Anfangsphase taktisch klug gefahren, ehe Schmersal das Steuer übernahm. Der 68-Jährige zeigte sich in prächtiger Fahrlaune und übergab auf Gesamtrang 13 und dem vierten Klassenplatz liegend an Kaiser. Kurz bevor der Liechtensteiner das Steuer an Vogler übergeben konnte, passierte das Unheil. Vogler: „Patrik schilderte, dass er beim Überrunden von einem anderen Fahrzeug im Heckbereich touchiert wurde. Dadurch geriet der SLS ins Schleudern und krachte gegen das Vorderrad eines BMW. Der Aufprall war so immens, dass Patrik halb über den BMW flog und in die Streckenbegrenzung prallte.“

An der Unfallstelle wurde der Mercedes auf einen Schleppwagen verladen und zurück ins Fahrerlager gebracht. Doch die Schäden waren zu umfangreich, um vor Ort zu reparieren. Vogler: „Bis dahin lief es wirklich richtig gut und ich war sehr zufrieden. Das Auto lief perfekt, das Wetter stimmte. Wir waren auf Kurs in Richtung der Top Ten. Jetzt müssen wir leider Dubai möglichst schnell abhaken und dann freuen wir auf die neue Saison am Nürburgring.“

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