Handball

Kraft und Konzentration reichen nicht für 60 Minuten

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Von den Außenpositionen ließ sich Olpes Keeper Ben Fuhrmann kaum bezwingen. Hier versucht sich Jens Burzlaff vergeblich. Alexander Dröge beobachtet die Szene.

Werdohl - Unter anderem ohne Rückraum-Ass Marc Bardischewski muss sich die HSV Plettenberg/Werdohl dem TV Olpe geschlagen geben. 

Trotz einer Steigerung gegenüber dem schwachen Auftritt gegen den TuS Volmetal II konnte die HSV Plettenberg/Werdohl den Titelanwärter TV Olpe im ersten Rückrundenspiel letztlich nicht gefährden. Und obwohl beim 22:28 in der Sporthalle Riesei beide Halbzeiten 11:14 endeten, war der erste Abschnitt aus Sicht der Sieben von Trainer Kai Henning der deutlich bessere. 

Denn da gelang es zumindest 20 Minuten lang, mit dem Team um Spielertrainer Johannes Krause Schritt zu halten. Zweimal (1:0 und 5:4) führten die Lennetaler dank guter Deckungsarbeit vor einem stark beginnenden Tom Zlobinski sogar. Björn Traumüller, der den Olper Positionsangriff immer wieder erfolgreich störte, traf anschließend von der Rechtsaußenposition noch zweimal zum Ausgleich (6:6, 7:7). Doch die Gäste erhöhten das Tempo, deckten nun offensiver und kamen auch dank der schnellen Mitte zu Vorteilen. Krause selbst sorgte für den ersten Drei-Tore-Vorsprung (7:10). Die HSV kam bis zum 11:12 zwar nochmals in Schlagdistanz, kassierte in Unterzahl nach zwei Minuten für Scheuermann aber kurz vor der Pause das 11:14 durch den ungemein treffsicheren Lajnef, der Halbzeit zwei schon nach zwölf Sekunden mit dem 11:15 eröffnete. 

Markus Winkelsträter, obwohl nicht fit, gelangen bis zum 14:16 drei seiner neun Treffer. Seine und Traumüllers meist ansatzlose Würfe aus dem Rückraum blieben für Olpes Keeper Ben Fuhrmann ein Rätsel, ansonsten aber hielt der stämmige TV-Torwart nun fast alles und zeichnete sich auch mit langen Pässen aus, die zu einfachen Toren führten. Der Favorit zog auf 15:21 und 16:24 (46.) entscheidend davon, auch weil Kraft und Konzentration bei der HSV stark nachließen. 

Dies äußerte sich in einfachen technischen Fehlern und schlecht ausgespielten Gegenstößen. Auf diese Weise ließen die Gastgeber zu viele der Gelegenheiten aus, die sich nach starken Paraden des nun zwischen den Pfosten stehenden Stefan Weigt boten. Näher als bis auf vier Treffer (22:26) kam das Henning-Team nicht mehr heran. Olpes Team und sein lautstarker Anhang durften so den Auswärtssieg feiern.

Die Statistik zum Spiel: 

HSV: Zlobinski, Weigt – Rose (1), Scheerer (n.e.), Scheuermann (1), Schröter, Traumüller (7), J. Lakic, Gerth (1), Burzlaff, Winkelsträter (9/2), Brinkmann (2), Lengelsen (1)
TVO: B. Fuhrmann, Rumpff – Bölsing, Dröge (3), Strack, Kromer (2), Heinrich (5), Ohm, T. Fuhrmann (2), Krause (3), Hassine (1), Lajnef (12/5)
Schiedsrichter: Helfrich/Prüfer (Hagen)
Zeitstrafen: HSV 5 plus Rote Karte für Traumüller (3x2 Minuten/57.) / TVO 2

Das sagt HSV-Trainer Kai Henning:

„In der 1. Halbzeit haben wir gut dagegen gehalten, hätten da aber schon mehr von unseren freien Chancen nutzen müssen. Nach der Pause gab es noch einige Highlights, aber aufgrund unserer Ausfälle reicht es momentan nicht über 60 Minuten. Wir sind in unserer körperlichen Verfassung und durch das Training mit einem Minikader zu sehr limitiert.“

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