HSV Plettenberg/Werdohl zum Start mit Punktgewinn

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Hart umkämpft waren die Punkte beim Saisonstart am Riesei. Am Ende teilten sich die HSV und Recklinghausen die Zähler.

Werdohl - Keine Frage, es war ein Youngster, der der HSV Plettenberg/Werdohl beim Saisonstart gegen die HSG Vest Recklinghausen einen Punkt zum 33:33-Unentschieden sicherte. Michel Lengelsen, der sich vor der Pause noch vornehm zurückhielt, drehte beim Handball-Verbandsligisten mächtig auf und übernahm die Rolle des Torjägers.

„Das Unentschieden ist gerecht“, meinte HSV-Trainer Serkan Kahraman nach 60 nervenaufreibenden Minuten.

Dabei hatten die Gastgeber durchaus die Chance, mit einem Sieg in die Saison zu starten. „Beim 19:14 lagen wir mit fünf Toren vor und haben es versäumt, den Sack zuzumachen“, beschrieb Kahraman die Phase, in der die HSG aus Recklinghausen von Fehlern der Gastgeber profitierte und zurück ins Spiel fand.

Ein Treffer von Schomburg (19:15) und dann drei Gegenstoßtore durch Schiller sorgten für Spannung. Es dauerte bis zur 49. Minute, ehe Recklinghausen den 28:28-Ausgleich bejubelte und anschließend die erste Führung des zweiten Durchgangs beim 28:29 feierte (51.).

Neuzugang Alissa nervenstark

War die HSV geschlagen? Noch nicht. Neuzugang Tarek Alissa, der zuvor zwei Fehler produziert hatte, bewies seine Nervenstärke, ließ dem 28:30 den 29:30-Anschluss folgen. Bluhms Gegenstoß zum 30:30 begleiteten die HSV-Anhänger bereits im Stehen. Stimmung und Dramatik hatten den Höhepunkt erreicht.

Wieder war es Lengelsen, der in den letzten Szenen das Heft in die Hand nahm, er markierte das 32:31 (58.) und dann noch das 33:32 (60.). Recklinghausen hielt dagegen, Dalian traf zum 33:33, ehe Kahraman sechs Sekunden vor dem Ende seine Auszeit nahm, um den finalen Freiwurf zu besprechen. Die Variante funktionierte zwar nicht, enttäuscht wirkte der neue HSV-Trainer nach dem 33:33-Unentschieden aber nicht. „Die Fans haben ein attraktives und spannendes Spiel gesehen“, bilanzierte er.

HSV nicht im Tempo-Wahn

Wer eine HSV im Tempo-Wahn erwartet hatte, musste sich eines Besseren belehren lassen. Während Kahraman in den Testspielen stets aufs Tempo drücken ließ, agierte die HSV nun mit Bedacht, variierte die Gangart, schien der HSG nicht ins offene Messer laufen zu wollen.

Eine Rechnung, die unterm Strich aufging. Einzig die zu hohe Fehlerquote machte dem Außenseiter einen Strich durch die Rechnung – eine Nebenwirkung der druckvollen Gangart, die die neue HSV in dieser Saison auszeichnen soll. - Von Markus Jentzsch

HSV: Meckel, Griessl – Fischer, Hurlbrink, Scheerer (1), Scheuermann (4), Lakic, van der Hurk (5), Blum (1), Alissa (5), de Liello (4/2), Lengelsen (8), Fenner, Bardischewski (5)

HSG: Bastian, Haunert – Andersen (3), Zeller (3), Schiller (5), Stautenberg, Rauschel (1), Dalian (6/1), Delgado, Schomburg (6/3), Clodt (6/6), Witkowski, Schwarz, Tesch (3)

Zeitstrafen: HSV 7; HSG 6

Schiedsrichter: Hopp/Salomo

Zuschauer: 300

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