HSV-Trainer Kahraman mahnt die Einstellung an

Markus Bluhm (links) rackerte beim Auswärtsspiel der HSV Plettenberg/Werdohl in Herne, ging in der Schlussphase auch noch an den Kreis, nachdem sich die beiden etatmäßigen Kreisläufer verletzt hatten. - Foto: Krüger

Werdohl/Plettenberg - Der zweite Anzug der HSV Plettenberg/Werdohl sitzt knapp – stellenweise ist er zu kurz und zu eng, wie Serkan Kahraman und Jörg Klose nach dem Gastspiel des Handball-Verbandsligisten in Herne-Wanne feststellen mussten.

Von Axel Krüger

Hatten die Lennetaler vor der Partie einen Punkt Rückstand auf Gastgeber HC Westfalia Herne, finden sie sich jetzt auf dem vorletzten Rang wieder, während die Sieben aus dem Vest den Anschluss ans Mittelfeld geschafft hat.

Nach Spielende in der Sporthalle der Gesamtschule Wanne war für Kahraman das Fehlen der Stammkräfte auf den Halbpositionen im Rückraum, Mark Bardischewski und Pierre van der Hurk, einer der Hauptgründe für das 25:35 (10:14) gegen die Westfalia.

„Im Rückraum ist ein Ausfall wie der von Mark nicht zu kompensieren, das tut natürlich in solchen Vier-Punkte-Spielen weh“, sagte der HSV-Trainer.

Und die Situation wurde für die Verantwortlichen der Märker keinesfalls leichter. „Ab nächster Woche müssen alle ran, die laufen können“, übte sich Kahraman in Galgenhumor.

Denn außer einer Niederlage mit zehn Toren Differenz trug die Auswärtsfahrt ins Ruhrgebiet den Plettenbergern und Werdohlern noch weitere Verletzungen ein. Beide Kreisläufer sind angeschlagen: „Nils Scheuermann hat eine Außenband-Verletzung und Mario Hurlbrink eine Verstauchung an der Wurfhand, da warten wir noch die Diagnosen ab“, berichtete Kahraman.

Weitere „Sorgenkinder“ sind „Bommel“ van der Hurk, der nach seiner Erkältung erst wieder kurz vor dem kommenden Wochenende ins Training einsteigen kann, und Michel Lengelsen, der sich am Donnerstag vergangener Woche eine Bänderverletzung im linken Ellenbogen zugezogen hatte, sich aber am Sonntagabend in den Dienst der Mannschaft stellte.

Inwieweit van der Hurk, Lengelsen und die beiden Kreisläufer im Laufe der Woche wieder fit werden, ist noch offen. Das macht die Bedingungen für das Heimspiel am Wochenende gegen die Reserve des Drittligisten TuS Ferndorf nicht leichter. „Augen zu und durch“, sagt Serkan Kahraman.

Auf jeden Fall will der Trainer dann aber auch in der Schlussphase eine andere Einstellung sehen. In Herne gefiel ihm nicht, wie die Handballer aus dem Lennetal – wenn auch entnervt von den vielen Ballverlusten mit dem harzfreien Ball, die die Haftmittel-freies Spiel gewohnten Herner mit insgesamt elf erfolgreichen Tempogegenstößen bestraften – in den letzten zehn Minuten keine Gegenwehr mehr leisteten. „Darüber wird noch zu reden sein“, kündigte Serkan Kahraman an.

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