HSV mit Lekovic und der entscheidenden Auszeit

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HSV-Trainer Friedhelm Ziel (links) und der sportliche Leiter Dirk Schulte brachten am Samstag in Dortmund überraschend den serbischen Linkshänder Danilo Lekovic zum Einsatz.

Dortmund - Es war ein hartes Stück Arbeit, aber die hat sich gelohnt: Mit einem 34:31 (17:13)-Erfolg in Wellinghofen bei Ligaschlusslicht Borussia Höchsten sicherte sich die HSV Plettenberg/Werdohl am Samstagabend ganz wichtige Zähler im Kampf um den Verbleib in der handball-Verbandsliga.

Von Axel Krüger

Trainer Friedhelm Ziel und der sportliche Leiter Dirk Schulte zauberten schon vor dem Anpfiff eine Überraschung aus dem Hut, denn im Aufgebot stand mit dem Championsleague erfahrenen Danilo Lekovic auch der serbische Neuzugang, der freilich zu Beginn noch auf der Bank Platz nahm.

Die HSV erwischte den besseren Start, führte 3:1 (7.). Doch beim 3:3 hatten die Höchstener wieder gleichgezogen. Was folgte, war ein Schlagabtausch auf Augenhöhe, bei dem die Gäste immer einen Treffer vorlegten, die Borussen bis zum 11:11 (22.) jeweils ausglichen. Während Langelsen und Bardischewski bei den Gästen gut trafen, überzeugte nach seiner Einwechslung der professionelle Neuzugang in erster Linie mit seinem guten Auge und effektiver Abwehrarbeit. Die Hausherren leisteten sich technische Fehler und Ballverluste, die die HSV mit einem 6:0-Lauf zum 17:11 (28.) vornehmlich per Gegenstößen nutzten, um sich abzusetzen. Doch die letzten beiden Tore im ersten Durchgang machte Höchsten.

Nach Wiederbeginn legte die HSV wieder eine Fünf-Tore-Führung vor, was ab Minute 36 die längst nicht mehr geheime, immens kräftezehrende Borussia-„Waffe“ zur Folge hatte: Fortan pflegte der Gastgeber die offene Manndeckung über das gesamte Feld. Zwar hatte die HSV noch Chancen, leistete sich aber ungenaue Abschlüsse und verlor zusehends den Faden. Beim 18:20 (39.) war Höchsten wieder in Schlagdistanz. In Minute 42 kassierte der HSVer Lakic nach dritter Zeitstrafe die rote Karte, nach 46 Minuten hieß es 24:25, bevor der zehnfache Torschütze Genau für die Hausherren beim 25:25 ausgleich. Fehlpässe und Chaos kennzeichneten in der Folge das Geschehen. Nach 55.47 Minuten muss die Ziel-Sieben durch Leinbrink erschreckt die erste Borussen-Führung beim 31:30 registrieren. Ziel reagierte, nahm eine Auszeit, verdonnerte sein Team dazu, das Spiel breit zu machen und die Hektik aus der Partie zu nehmen. Folge: Durch Tore von Scheuermann und Burzlaff (je 2) legte die HSV den entscheiden 4:0-Lauf aufs Parkett, nahm die Punkte mit ins Sauerland. Erfolgreichste Schützen waren Bardischewski (8/1) und van der Hurk (6).

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