HSV Plettenberg/Werdohl in Recklinghausen vor Premiere mit Ziel

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Auf Pierre van der Hurk (links) und die HSV Plettenberg/Werdohl wartet in Recklinghausen gleich im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Friedhelm Ziel ein echter Abstiegskrimi.

Werdohl - Acht Konkurrenten aus der Handball-Verbandsliga hat sich Friedhelm Ziel, neuer Trainer der HSV Plettenberg/Werdohl, in der Kürze der Zeit bereits angeschaut. Unter anderem auch die PSV Recklinghausen, mit der es seine Mannschaft am Samstagabend ab 19.30 Uhr in der Sporthalle Recklinghausen-Nord zu tun bekommt.

Und die PSV hat ihn beeindruckt. Zwar rangiert sie an vorletzter Stelle, aber das hat seine Gründe.

Die Männer aus dem Vest haben ein schweres Auftaktprogramm hinter sich, trafen bereits auf die Top Vier der Liga. Am zurückliegenden Spieltag ließen sie beim 30:22 in Riemke die Muskeln spielen – und beeindruckten Friedhelm Ziel. „Ein hoch verdienter Start-Ziel-Sieg für die PSV“, bilanzierte der neue HSV-Caoch im Vorfeld seiner Feuertaufe auf der Bank der HSV. Sowohl die 5:1- als auch die 6:0-Abwehr habe Recklinghausen top gespielt.

„Das kann man kaum besser machen – mit einer Klasse-Abstimmung zwischen Abwehr und Torwart“, meinte Ziel hinsichtlich der 5:1-Formation. Und im 6:0-Verband rühren dann drei Männer mit Gardemaß im Abwehrzentrum Beton an. 22 Gegentore in Riemke spiegeln die Defensivleistung der PSV wider.

Da können sich Michel Lengelsen und Co. wohl auf ein hartes Stück Arbeit einstellen. Aber Ziel bleibt gelassen, ihn haben die ersten Einheiten positiv gestimmt: „Alle ziehen voll mit.“ Allerdings sei die Wende nicht mit der Brechstange herbeizuführen und das Personal müsse stimmen. Er hofft, dass er schnellstmöglich einen hundertprozentig genesenen Kader zur Verfügung hat.

Veränderungen sind dringend erforderlich. Das hat auch Ziel erkannt und erste Schritte eingeleitet. Die Intensität im Training sei hoch, das sei sein Stil und auch nötig, meint der Coach. Und mit Blick auf die taktische Ausrichtung scheint es wahrscheinlich, dass die HSV bereits in Recklinghausen offensiver verteidigt. Das käme wahrscheinlich auch den Torhütern entgegen, die hinter der defensiven und zu passiven 6:0 nicht gerade überzeugten. „Ich bin gespannt auf das erste Auftreten“, gibt der Routinier zu, wohlwissend, dass die Trauben in der Verbandsliga hoch hängen. „Es gibt kein einziges Team in der Liga, das man als Absteiger klassifizieren könnte. Am Ende wird es welche treffen, die definitiv Verbandsliga-Format haben – wirklich eine starke Liga“, erklärt Ziel.

Ob der Wechsel auf der Bank und die wenigen Einheiten ausreichen werden, um den ersten Saisonsieg einzufahren, ist schwer vorherzusagen – zumal Marc Bardischewski weiterhin fehlt, Lengelsen Trainingsrückstand und einen lädierten Ellenbogen hat. Außerdem plagen sich Tarek Alissa mit einer Erkältung und Oliver de Liello mit einem eingeklemmten Nerv herum. - Von Markus Jentzsch

HSV: Meckel, Schäfer - Fenner, Alissa, van der Hurk, Bluhm, Fischer, Lakic, Lengelsen, Hurlbrink, de Liello, Scheuermann, Burzlaff, Scheerer

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