Handball-Verbandsliga

Dragons brauchen noch zwei Zähler

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Trumpfkarte Tempo und offensive Abwehr: Im Hinspiel in Hagen hielten Rafael Krause und die SGSH Dragons II gut mit, unterlagen am Ende nur mit 32:36.

Kreisgebiet - In der Handball-Verbandsliga geht der Abstiegskampf für die HSV Plettenberg/Werdohl und die SGSH Dragons weiter. Beide haben am Wochenende schwere Heimspiele.

HSV Plettenberg/Werdohl - HSC Haltern-Sythen (Samstag, 19 Uhr):  Dass der als bereits als Meister der Verbandsliga feststehende HSC Haltern-Sythen am Samstag (19 Uhr) nur zum Schaulaufen nach Böddinghausen kommt, kann sich Kai Henning, Trainer der stark vom Abstieg bedrohten HSV Plettenberg/Werdohl, nicht vorstellen: „Das lässt mein Kollege Gerard Siggemann nicht zu. Dafür ist er ein zu ehrgeiziger und engagierter Trainer und die Mannschaft zu gut motiviert. Die werden nicht mit angezogener Handbremse spielen.“

Henning zieht den Hut vor der erfolgreichen Arbeit Siggemanns mit dem vor der Saison gar nicht einmal signifikant verstärkten HSC, sieht man einmal von Torwart Stephan Haunert ab. „Da hatte ich ganz andere Mannschaften auf dem Schirm“, nennt Henning hier den OSC Dortmund und den VfL Eintracht Hagen II, welche die Erwartungen aber nicht erfüllten. Haltern-Sythen legte hingegen vom Start weg einen tollen Lauf hin, der vor drei Wochen mit dem vorzeitigen Aufstieg gekrönt wurde. 700 Zuschauer verfolgten das 30:21 gegen den PSV Recklinghausen.

„Für uns ist es ein Schmankerl, am Samstag gegen den zukünftigen Oberligisten spielen zu dürfen“, freut sich Henning auf den Vergleich seiner Mannschaft mit dem Champion, der den Saisonendspurt einleitet. „In den letzten drei Spielen haben wir überhaupt nichts zu verlieren, geht es doch gegen die drei Topteams der Liga. Wir können aber alle ärgern und wollen vor allem in den beiden Heimspielen versuchen, unsere Zuschauer für die nicht gerade glücklich verlaufene Saison zu versöhnen. Mein Ziel ist es, die Serie erhobenen Hauptes zu beenden“, plant Henning. „Wir werden nicht kuschen – und dann schauen wir mal, was passiert.“

Auch den Abstieg kalkuliert die HSV mit ein. Entspannte Gelassenheit zog sich auch durch die dosierten Trainingseinheiten während der Osterpause. „Wir haben es ruhig angehen lassen, um mit den Kräften hauszuhalten, denn einige werden schon froh sein, wenn die Saison vorbei ist“, spricht Henning seinen Spielern, die sich vielfach auch über die Runden quälen mussten, aus der Seele. Bis auf den langzeitverletzten Michel Lengelsen kann die HSV voraussichtlich in Bestbesetzung auflaufen. Neuzugang Filip Lukic soll erneut Spielpraxis in der Zweitvertretung sammeln. „Das tut ihm gut“, sagt Henning, der im Tor bis zum Saisonende auf das Gespann Dominic Meckel/Tom Zlobinski setzt. Niels Thies wird für die Lennetaler nicht mehr zum Einsatz kommen.

SGSH Dragons II - VfL Eintracht Hagen II (Samstag, 16.30 Uhr):  Mark Dragunski ist ein Freund des offenen Wortes. Der Ex-Nationalspieler unternimmt vor dem vorletzten Saisonheimspiel von Handball-Verbandsligist SGSH Dragons II erst gar nicht den Versuch, den Druck im Abstiegskampf mit psychologischen Kniffen klein zu reden. „Wir brauchen noch zwei Punkte“, sagt Dragunski vor dem Duell mit dem Tabellensiebten VfL Eintracht Hagen II (Samstag, 16.30 Uhr, Sporthalle Mühlenstraße), „dafür müssen wir alles reinwerfen, was wir haben und vor allem unsere Nerven in den Griff bekommen.“

In der Tat: Im Siegfall mit dann 17 Pluspunkten sollten die Dragons „durch“ sein, zumal im Fernduell mit Teutonia Riemke und der HSV Plettenberg/Werdohl der direkte Vergleich in beiden Fällen für die SGSH spricht. Am liebsten, und auch daraus macht Dragunski keinen Hehl, würde man im Dragons-Lager schon am Samstag doppelt Punkte, um für den Rest der Serie Ruhe zu haben. „Möglich ist das, auch wenn man bei Hagen nie genau weiß, was auf einen zukommt“, so der Dragons-Coach, der eigentlich recht gerne ans Hinspiel zurückdenkt. Mit einer veritablen Rumpftruppe hatte sich die SGSH seinerzeit in der Sporthalle Mittelstadt gut aus der Affäre gezogen.

Vor allem mit einer offensiven Abwehr und viel Tempo nach vorne hielt der Underdog das Ergebnis (32:36) in Grenzen. Ob am Samstag mehr geht? – Durchaus möglich. Für die Eintracht ist die Saison längst gelaufen, der Blick an der Volme richtet sich aktuell verstärkt sowohl auf die 3. als auch die 4. Mannschaft, die in der Landes- und Bezirksliga noch nicht endgültig gerettet sind. Mit Lukas Meier und Tim Knutzen hatte die Eintracht so zuletzt zwei Leistungsträger für „unten“ freigespielt. So oder so: „Hagen wird auf jeden Fall eine starke Mannschaft stellen“, sagt Dragunski, kann selbst aber auch (nahezu) aus dem Vollen schöpfen. Nur der gesperrte Benno Walter fehlt letztmalig, zudem ist Nils Leicht angeschlagen. Jannick Landwehr ist indes wieder mit von der Partie. Gleiches gilt für Malte Müller, Steffen Prior und Maciej Dmytruszynski. „Wir haben Alternativen und werden alles tun, um erfolgreich zu sein“, so Dragunski.

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