HSV Plettenberg/Werdohl will in Bochum Boden gutmachen

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Die Angriffsleistung ist nicht das Problem der HSV Plettenberg/Werdohl, hinten muss das Team „die Kurve kriegen“.

Werdohl - „Mindestens Platz fünf“, so lautete die Antwort von Timo Marcinowski, Trainer des Oberliga-Absteigers SV Teutonia Riemke auf die Frage nach einem Saisonziel. Und dieses formulierte Ziel dürfte durchaus realistisch sein. Das sieht auch Coach Serkan Kahraman vom Handball-Verbandsligisten HSV Plettenberg/Werdohl so, der am Samstag ab 19 Uhr in der Heinrich-Böll-Sporthalle in Bochum auf den verlustpunktfreien Favoriten trifft.

„Wir sind Außenseiter, aber nicht chancenlos. Das sind wir aber nur, wenn wir in der Abwehr die Kurve kriegen“, sagt Kahraman und spielt damit auf die 38 Gegentore an, die seine Mannschaft am vergangenen Spieltag vom TuS Hattingen eingeschenkt bekam. Was die Offensive angeht muss sich der HSV-Verantwortliche eigentlich keine allzu großen Sorgen machen. Bardischewski, de Liello, van der Hurk und Co. scheinen über genügend Durchschlagskraft zu verfügen, um das Fusionsteam im Mittelfeld der Liga zu etablieren. Wenn da nicht die Defensiv-Probleme wären...

„Meine Mannschaft ist selbstkritisch“, gab der Trainer die Aussagen aus dem engsten Kreis der Spieler wieder und setzte einen Termin zur Video-Analyse an. Davon erhofft er sich den nächsten Schritt auf der Entwicklungsleiter. Ob der ausreichen wird, um in Bochum zu bestehen, bleibt abzuwarten.

Kahraman bot sich bisher keine Gelegenheit, die „Teutonen“ live zu beobachten. Er weiß aber, dass Riemkes Spiel auf drei Säulen basiert: „Sie haben einen herausragenden Rückraumspieler, einen starken Torwart und Bouali auf Rechtsaußen. Dieses Dreigestirn zieht die Fäden. Riemke ist zudem ein Team, das übers Tempo ins Spiel kommt“.

In die Analyse des eigenen Spiels hat Kahraman viel Zeit investiert und seiner Sieben vor der Reise ins Ruhrgebiet einige Punkte ins Lastenheft geschrieben. „Die Sache mit der Abwehr ist geklärt. Außerdem müssen wir uns weniger leichte Fehler leisten. Gegen Hattingen haben wir zu viele Bälle durch technische Fehler und Missverständnisse weggeworfen. Wenn wir in Bochum eine Chance auf einen Bonuspunkt haben wollen, muss das besser werden“.

Teutonia Riemke steht nach zwei von 26 Spielen mit einer weißen Weste da – zusammen mit dem OSC Dortmund. Mit einem Heimsieg gegen den SV Westerholt ist der SV in die Saison gestartet. Der anschließende Erfolg gegen Hattingen war wohl verdient, hatte aber einen faden Beigeschmack. Denn: Abgesetzt haben sich die Bochumer erst, nachdem sie Hattingens Tormaschine Felix Osterloh mit einem mit Rot geahndeten Foul ausgeschaltet hatten. - Von Markus Jentzsch

HSV: Meckel, Griessl – Fischer, Scheerer, Scheuermann, Lakic, van der Hurk, Bluhm, Alissa, de Liello, Lengelsen, Fenner, Bardischewski, Burzlaff

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