Handball

Lohmann-Power gebändigt

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Elf Treffer warf Sebastian Lohmann (rechts) für die TS Evingsen. Dass es nicht mehr wurden, verhinderte die Manndeckung durch die HSVer Maximilian Rose (links) und später Björn Traumüller.

Werdohl - Die HSV Plettenberg/Werdohl feiert den dritten Saisonsieg in Folge. Im Derby gegen die TS Evingsen setzen sich die Gastgeber klar durch.

Am Ende blieb die TS Evingsen nur knapp unter ihrem üblichen Schnitt bei verlorenen Auswärtsspielen (13 Tore Differenz), konnte auch im zweiten Derby dieser Saison der HSV Plettenberg/Werdohl lediglich über zwei Drittel der Distanz Paroli bieten – dann ging es in der Sporthalle Riesei vor gut 200 Zuschauern dahin, hieß es letztlich 38:26 (18:14) für die Henning-Sieben. 

Dabei hatte es sich für den Tabellenvorletzten der Landesliga so gut angelassen. Aus einem 1:3-Rückstand machten die von Günter Meckel gecoachten Evingser eine 4:3-Führung, obwohl sie zeitweise mit zwei Mann weniger auf der Platte standen. Aber weil Gerstberger einen Strafwurf des früh verletzt ausscheidenden Winkelsträter (Muskelverletzung im Wurfarm) parierte, Scheerer eine weitere Marke an den Pfosten setzte und auch Kreikebaum (knickte wenig später um und fiel ebenfalls aus) und Rose nur Holz trafen, lag eine fahrig und fehlerhaft beginnende HSV bis zum 7:8 im Hintertreffen. Bis dahin hatten die Schiedsrichter Hallmann und Kaschube zum Unwillen der TSE noch zwei weitere Zeitstrafen gegen die Gäste verhängt, die dies aber gut wegsteckten. 

Abwehrspezialist Tim Schröter, der am Samstag mit einigen blitzgescheiten Aktionen glänzte, brachte die HSV zum 9:8 erstmals wieder in Front. Kai Henning ließ den zuvor an alter Wirkungsstätte nach Belieben treffenden Sebastian Lohmann durch Maximilian Rose nun kurz decken. Die Last des Torewerfens lag bei Evingsen nun bei Lohmanns Bruder Christian und Mario Hurlbrink, der aber kurz nach seinem 10:9-Anschlusstreffer ebenfalls auf die Strafbank musste – die HSV hatte bis dato nur einmal Gelb gesehen. Nach Scheuermanns Tempogegenstoß zum 12:9 nahm Meckel die Auszeit, Hennings erstes Timeout folgte erst beim 15:13, obwohl der HSV-Coach, unzufrieden mit der Vorstellung seines Teams, die grüne Karte schon lange in der Hand gehalten hatte. Fabi Gerth ließ den Vorsprung der HSV auf 17:13 anwachsen, kassierte in der Schlusssekunde die einzige Hinausstellung gegen die Gastgeber. Mit vier Toren Abstand (18:14) ging es auch in die Pause. 

Nach Wiederbeginn, anfangs mit Höft aus der „Zweiten“, begann die HSV spielerisch zu überzeugen. Linksaußen Scheerer wurde zweimal glänzend freigespielt, erhöhte auf 20:14. Die TSE wehrte sich noch bis zum 23:20 (43.), brach dann aber total ein. Burzlaff mit drei Kontertoren in Serie zum 30:21 und Traumüller mit sechs Treffern in der Schlussviertelstunde machten den höchsten Saisonsieg der HSV perfekt.

Die Statistik zum Spiel

HSV: Weigt, Zlobinski – Rose (4), Kreikebaum, Scheerer (5/1), Scheuermann (5/1), Schröter (2), Traumüller (8), Höft, Gerth (5), Burzlaff (3), Winkelsträter (1), Brinkmann (1), Lengelsen (4)
TSE: Gerstberger, Hoinka – Hurlbrink (6), S. Lohmann (11/1), Rohrsen (1), Kiss, Spelsberg, Csunderlik (2), Richter, Becker, Freiwald, C. Lohmann (6)
Schiedsrichter: Hallmann/Kaschube (Hagen) 
Zeitstrafen: HSV 1 / TSE 7

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