Handball

Henning setzt auf die Youngster

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Der HSVer Markus Winkelsträter packt zu. Links Nils Scheuermann, rechts Jens Burzlaff.

Werdohl – Eine Woche nach der vermeidbaren Heimniederlage gegen die SG Menden Sauerland Wölfe II bestreitet die HSV Plettenberg/Werdohl erneut ein Heimspiel gegen eine Mannschaft aus der Hönnestadt. Am Samstag (19 Uhr) wird die DJK SG Bösperde in der Sporthalle Riesei zu Gast sein.

Als Rangachter mit 5:7-Punkten sind die Mendener für die HSV (5./8:4) ein schlagbarer, aber dennoch schwer einzuschätzender Gegner. Mit den jüngsten Siegen beim VfL Eintracht Hagen III (31:28) und gegen die TS Evingsen (34:19) hat sich Bösperde vom Tabellenende ins Mittelfeld abgesetzt.

Gerade der eindeutige Sieg gegen die TSE zeigte, dass das Team von Trainer Hendrik Ernst, mit dem sich HSV-Coach Kai Henning regelmäßig austauscht, trotz großer personeller Rückschläge über den Zusammenhalt im Dorfverein noch einiges bewegen kann. Schließlich ist der DJK in den vergangenen Wochen praktisch der komplette Rückraum (Max Wergen, Robin Janssen, Tim Stracke, Julius Butzek) verletzungsbedingt weggebrochen. Torhüter Max Siewert zog sich überdies beim Erfolg in Hagen einen Kreuzbandriss zu.

Ergo musste improvisiert werden, wurde der Kader aus dem zweiten und dritten Team sowie der A-Jugend aufgefüllt und der starke Linkshänder Damian Cunnett reaktiviert. „Bösperde geht total am Limit und hat alles mobilisiert, um das Vier-Punkte-Spiel gegen Evingsen zu gewinnen“, weiß Kai Henning.

Die Ernst-Sieben lebt vom schnellen Umschaltspiel. „Bösperde geht aufs Tempo, macht viel Druck. Fehler darf man sich da nicht erlauben“, warnt Kai Henning, der seine HSV personell ebenfalls gebeutelt sieht. „Auch wir müssen jetzt alle Kräfte mobilisieren“, verweist er auf das schwere Programm der Wochen nach dem Bösperde-Spiel, wenn die Gegner Hohenlimburg (aktuell 4.), Villigst-Ergste (1.) und Schwerte-Westhofen (3.) heißen.

Dabei können die Lennetaler, die schon seit März auf Spielmacher Michel Lengelsen verzichten müssen, auf lange Sicht auch nicht mehr auf Pierre van der Hurk zurückgreifen, der sich eine schwere Knieverletzung zugezogen hat. Christian Brinkmann muss wegen der gegen die SG Menden erlittenen Fersenprellung passen, Torhüter Stefan Weigt ist am Samstag privat verhindert. Für ihn rückt Dustin Causemann aus der Zweitvertretung hoch, für den Rückraum ist Torben Höft, ebenfalls aus dem A-Ligateam, fest eingeplant.

Fragezeichen stehen noch hinter dem Einsatz der angeschlagenen Dominic Scheerer (Kniebeschwerden), Markus Winkelsträter und Jens Burzlaff (Zahn-OP). Henning: „Wir müssen abwarten.“ Der HSV-Trainer wird deshalb die jungen Spieler in die Verantwortung nehmen: „Wir werden Fabian Gerth und Maximilian Rose ins kalte Wasser schmeißen.“

Trotz des parallel laufenden Fußball-Klassikers FC Bayern gegen BVB hofft Henning am Samstag auf die Unterstützung des Publikums.

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