HSV Plettenberg/Werdohl vor Vier-Punkte-Spiel

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Dem Kellerduell mit dem PSV Recklinghausen kommt für die HSV Plettenberg/Werdohl besondere Bedeutung im Kampf um den Klassenerhalt in der Verbandsliga zu.

Plettenberg - 22:24 unterlag die HSV Plettenberg/Werdohl im Hinspiel bei der PSV in Recklinghausen – schon damals ein wichtiges Spiel für den Handball-Verbandsligisten, der zu diesem Zeitpunkt den Trainer bereits gewechselt hatte. Vor dem Rückspiel am Samstag (19.30 Uhr) in Plettenberg-Böddinghausen hat die PSV nachgezogen.

Die Recklinghausener haben ihren Coach Kai Müller beurlaubt und Thomas Brannekämper auf den Cheftrainer-Stuhl gesetzt.

Der neue Mann teilt sich die Verantwortung mit Nils Vahnenbruck. „Taktisch wird er in der Kürze der Zeit nicht viel bewegt haben, aber mit einem Motivationsschub ist schon zu rechnen“, sagt HSV-Trainer Friedhelm Ziel vor dem Vier-Punkte-Spiel.

0:12 Punkte, so lautete die Bilanz der „Polizisten“ aus Recklinghausen. Verständlich, dass der PSV-Vorstand die letzte Option zog. Sowohl Recklinghausen als auch Plettenberg/Werdohl stehen mit dem Rücken an der Wand.

Von einem Schicksalsspiel ist die Rede, wenn sich Handballer über die Partie Dritt- gegen Vorletzter unterhalten. Eine Partie von immenser Bedeutung. Aus Sicht von Friedhelm Ziel: „Die PSV ist die Mannschaft, die man hinter sich lassen muss, wenn man die Klasse halten will“. Wohl wahr, denn Herne hat sich durch die beiden Sensationserfolge gegen Oberaden und den Titelkandidaten Siegen ein beruhigendes Polster geschaffen.

Stellt sich die Frage: Wer hat die besseren Karten? Die PSV hofft auf einen psychologischen Schub, hat zudem den Kader mit Felix Albers und Christian Pieper verstärkt. Brannekämper selbst wird so schnell nicht mehr zum Ball greifen. Eine Knieverletzung zwingt dem Routinier eine Pause auf. Bleibt abzuwarten, ob Brannekämper und Vahnenbruck den mentalen Schalter umlegen können und das Richtung Abstieg schlingernde PSV-Schiff wieder auf Kurs bringen können.

Und die HSV? Viele Fragezeichen. Galionsfigur Marc Bardischewski hatte gestern einen MRT-Termin, der Klarheit in Sachen Handgelenksverletzung bringen soll. Sein Einsatz ist mehr als fraglich. Dafür kehrt Markus Bluhm nach langer Pause ins Aufgebot zurück. Fest steht, dass Keeper Meckel aus privaten Gründen fehlen wird und sich Michel Lengelsen auf dem Weg zu alter Stärke befindet.

Angeschlagen ist Pierre van der Hurk, verletzt und außerdem gesundheitlich nicht in Topform. „Aber was soll es“, sagt Friedhelm Ziel, der fest daran glaubt, dass seine HSV selbst unter ungünstigen Voraussetzungen siegfähig ist. Bereits im Hinspiel habe seine Mannschaft die Speerspitzen des PSV relativ erfolgreich neutralisiert. „Uns fehlten lediglich Lösungen gegen die defensive 6:0-Abwehr und wir haben zu viele Treffer über Außen kassiert“, erinnert sich der Coach an das 22:24. - Von Markus Jentzsch

HSV: Kämmerer – Fenner, Alissa, Bluhm, Lakic, Lengelsen, de Liello, Scheuermann, Bardischewski (?), Winkelsträter, Burzlaff, Scheerer

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