HSV gegen Hattingen auf Plettenberger Boden

+
Marc Bardischewski und die HSV Plettenberg/Werdohl treffen am Samstag auf den TuS Hattingen, der zwar 0:4 Punkte aufweist, aber aus einem unangenehmen 4:2-System heraus agiert.

Werdohl/Plettenberg - Das Ziel der HSV Plettenberg/Werdohl ist klar umrissen: So schnell wie möglich ins gesicherte Mittelfeld der Handball-Verbandsliga. Und um dieses Ziel zu erreichen, ist ein Faktor von entscheidender Bedeutung. Man muss die Begegnungen gegen direkte Konkurrenten gewinnen. Gerade das ist der HSV zuletzt schwer gefallen, soll sich, wenn es nach dem neuen Coach Serkan Kahraman geht, aber ändern – gegen den TuS Hattingen am Samstag (19.30 Uhr).

„Und deshalb werden wir Hattingen besiegen“, sagt der Coach mit Blick auf das erste Heimspiel der Saison auf Plettenberger Boden. Denn der TuS Hattingen zählt aktuell mit 0:4 Punkten zu den vier Team der Liga, die noch nicht Zählbares auf der Habenseite verbucht haben und deshalb das Ligaende bilden. „Und so soll es auch bleiben“, gibt sich Kahraman kämpferisch.

0:4 Punkte – was haben diese Zahlen nach zwei von 26 Spieltagen zu bedeuten? Nichts. Und das weiß auch der Trainer der HSV Plettenberg/Werdohl. Aber der denkt positiv, sieht seine Sieben im Heimvorteil: „Ich gehe davon aus, dass die Halle in Böddinghausen am Samstag richtig gut besucht sein und die Stimmung toll wird. Das Spiel ist wichtig für uns und das wissen auch unsere Fans.“

Der Konkurrent aus Hattingen hat zwar bisher beide Partien verloren, das soll aber nicht heißen, dass die Schützlinge um Coach Frank Osterloh keine Qualitäten vorzuweisen haben. Dreh- und Angelpunkt ist Felix Osterloh, der auch beim 23:35 gegen Riemke zu den Aktivposten zählte – bis zu dem Zeitpunkt, als er verletzungsbedingt ausfiel. Und Hattingen kann kämpfen. 23:35 riecht nach einer Demontage. Richtig deutlich wurde es aber erst gegen Ende.

Bis zum 17:20 sah die Welt aus Sicht des Außenseiters durchaus noch in Ordnung aus. Da gibt es noch etwas: Hattingen verteidigt unkonventionell, nicht so „harakiri-mäßig“ wie die Höchstener Manndeckung, aber das 4:2-System kann einem Gegner das Leben mindestens ebenso schwer machen, wenn es gut gespielt wird. Davon werden sich Bardischewski und Co. am Samstag überzeugen können.

„Wir haben uns im Training auf diese Formation vorbereitet. Ich bin zuversichtlich, dass wir die passenden Antworten parat halten“, sagt Kahraman, der zugibt, sich auf das erste Meisterschaftsspiel in Plettenberg richtig zu freuen.

„In Westerholt gab es für uns nichts zu holen. Das soll gegen Hattingen besser werden. Den Grundstein zum Erfolg müssen wir in der Abwehr legen, dort die Bälle erobern, dann unser Tempospiel aufziehen“, hat der HSV-Trainer klare Vorstellungen vom Verlauf der Partie und dem Verlauf der Saison bis Weihnachten. Bis dahin peilt er zehn bis zwölf Punkte an. - Von Markus Jentzsch

HSV: Meckel, Griessl – Fischer, Hurlbrink, Scheerer, Scheuermann, Lakic, van der Hurk, Bluhm, Alissa, de Liello, Lengelsen, Fenner, Bardischewski, Burzlaff

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare