Jugendfußball

Drei Neulinge beim A-Junioren-Sauerland-Cup

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Dauerjubler der vergangenen Jahre: Der Nachwuchs aus Aalen holte sich bereits fünf Mal den Sauerland-Cup.

Plettenberg - International ist er 2019 nicht mehr, aber mit vier A-Junioren-Bundesligisten, zwei Topteams aus den zweitklassigen Spielklassen Regionalliga und Oberliga sowie einer zweiten Mannschaft aus der Region präsentiert sich der 37. Sauerland-Cup des TuS Plettenberg durchaus namhaft und interessant besetzt.

Knapp eine Woche vor der Gruppenauslosung, die wie gewohnt in der Eiringhauser Johannimarkt-Woche am kommenden Donnerstag um 17 Uhr in der Sparkasse im Beisein der Topsponsoren vorgenommen wird, steht das Starterfeld des Traditionsturniers fest, das am 12. und 13. Januar 2019 in Böddinghausen ausgetragen wird.

Markus Hildebrandt als Kopf des Organisationsteams und in Personalunion auch Trainer der A-Junioren des gastgebenden TuS ist zufrieden: „Wir haben ein sehr attraktives Feld zusammen, obwohl wir keine ausländische Mannschaft mehr dabei haben.“ Der AZ Alkmaar aus den Niederlanden hatte dem Turnier im Januar das internationale Flair verliehen.

Auch für 2019 hatte Hildebrandt seine Fühler ins westliche Nachbarland ausgestreckt und mit dem FC Groningen zunächst auch einen Verein an der Angel, dessen erste Herren-Mannschaft der Ehrendivision angehört. „Doch die Vorstellungen der Groninger standen in keinem Verhältnis zu den übrigen Teilnehmern. Unter anderem wurde Hotelübernachtung eines 25-köpfigen Kaders und die Bereitstellung eines Busses gewünscht“, berichtet Hildebrandt. Dies hätte nicht nur das Budget gesprengt, sondern auch dem familiären Charakter des Sauerland-Cups widersprochen, der seit jeher auf die private Unterbringung der auswärtigen Fußballer setzt. Ergo sagte man den Groningern ab.

Im Vergleich zum Vorjahr wird auch Alemannia Aachen nicht erneut dabei sein, doch die Weststaffel der A-Junioren-Bundesliga ist dennoch wieder mit zwei Mannschaften vertreten. Zum zweiten Mal wird Rot-Weiß Oberhausen mit seinem Plettenberger Trainer Dimi Pappas in der alten Dreifachturnhalle Böddinghausen an den Start gehen. Bereits die dritte Teilnahme ist es für den SV Rödinghausen. Der Vorjahresdritte stieg anschließend aus der Westfalenliga in die Bundesliga auf, wo er aktuell zwar Tabellenletzter ist, aber nur drei Punkte weniger auf dem Konto hat als Oberhausen auf Platz zehn. Ebenfalls gegen den Abstieg kämpft der VfL Osnabrück in der Bundesliga Nord/Nordost. Dort wartet das beim 36. Sauerland-Cup erst im Finale gestoppte Team von der „Bremer Brücke“ noch auf den ersten Punktgewinn.

Das zweite „Nordlicht“ beim 37. Turnier ist ein Neuling: Die A-Junioren von Holstein Kiel sind in der Regionalliga Nord nach bislang zehn Siegen und einem Unentschieden aktuell ein ganz heißer Aufstiegskandidat. Auch die Bundesliga Süd/Südwest wird im Januar in Plettenberg vertreten sein: durch die U19 des FSV Frankfurt. Die Hessen belegen punktgleich mit dem 1. FC Nürnberg zurzeit zwar ebenfalls den letzten Platz, feierten am vergangenen Sonntag mit dem 1:0 gegen den FC Heidenheim aber den zweiten Saisonsieg.

Gesetzt für den Sauerland-Cup ist selbstverständlich auch der Titelverteidiger VfR Aalen. Das Team von der Ostalb kämpft als Zweiter der Oberliga Baden-Württemberg mit Spitzenreiter SSV Ulm um den Bundesligaaufstieg und hat mit fünf Triumphen in den vergangenen sechs Jahren neue Maßstäbe beim Plettenberger A-Juniorenturnier gesetzt.

Im Bestreben, der Veranstaltung noch mehr regionalen Anstrich zu verleihen, haben sich die Organisatoren dafür entschieden, neben der A-Jugend des TuS eine weitere Mannschaft aus Südwestfalen anzusprechen. „Die Sportfreunde Siegen haben jetzt ihre Zusage gegeben“, freut sich Markus Hildebrandt. „Vielleicht bringen sie ja auch ein paar Zuschauer mit – sicherlich mehr als Eintracht Dortmund.“ Sportlich sind die Siegener aktuell ohnehin die bessere Wahl, haben sie als Siebter der Westfalenliga fünf Punkte mehr gesammelt als die Dortmunder, die in den beiden vergangenen Jahren in Plettenberg vertreten waren. Auch angesichts vieler erfolgloser Gespräche mit Vereinen, die zum Teil gar keine Hallenturniere mehr spielen, stimmt Markus Hildebrandt die Zusammensetzung des Starterfeldes zufrieden: „Ich halte es für attraktiver als 2018.“

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