Motorsport

Plettenberger Piotr Klimek lässt die Fachwelt erstaunen

Piotr Klimek, Christian Voß und sein Team
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In der von Christian Voß (2. von links) gegründeten CV Performance Group ist man hocherfreut über die Mitarbeit von Piotr Klimek (links).

Der Plettenberger Piotr Klimek und der Schmallenberger Christian Voß kennen sich schon seit rund 15 Jahren und gemeinsamen Zeiten im Kartrennsport. „Wir haben uns immer gegenseitig unterstützt, gemeinsam Runden gedreht und oft miteinander telefoniert“, blieben die beiden in Freundschaft verbundenen Motorsportler auch in Kontakt, als sich Kart-Ex-Weltmeister Voß in diesem Jahr dazu entschloss, mit seinem Team der CV Performance Group den Einstieg in die DTM Trophy, die Nachwuchsserie der Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM), zu wagen, um junge Fahrer für höhere Aufgaben im Motorsport auszubilden.

Plettenberg - Mittlerweile in Niederzissen in unmittelbarer Nähe des Nürburgrings ansässig, fasste Voß (32) schnell Fuß in der Serie, an der seriennahe GT-Sportwagen teilnehmen. Die beiden AMG-Mercedes, besetzt mit dem aus dem Kartsport aufgestiegenen Finnen Matias Salonen (18) und dem 21-jährigen Engländer William Tregurtha, fuhren in den bisherigen Läufen nicht nur stets in den Punkterängen mit, Tregurtha trug sich beim vierten Saisonrennen auf dem Lausitzring sogar in die Siegerliste ein, führte das Klassement nach zuvor zwei zweiten Rängen in Monza und einem dritten Platz in der Lausitz damit an und verteidigte seine Position auch am vergangenen Wochenende auf dem Nürburgring.

Tests im AMG-Mercedes

Vor diesem Heimrennen hatte Christian Voß den Kontakt zu Piotr Klimek wieder geknüpft. „Er hat mich für das Wochenende eingeladen und ich durfte im Vorfeld auch einige geheime Tests im AMG-Mercedes fahren“, saß der 40-jährige Plettenberger, der im September auch noch hohe Ziel im Kartrennsport anpeilt (in der German Team Championship (GTC) will er in Wackersdorf mit ATW Racing den Titel holen), auf seine „alten Tage“ plötzlich im Cockpit eines GT4-Sportwagen.

Nach einigen Runde der Eingewöhnung legte Klimek dabei Rundenzeiten hin, die kaum schwächer waren als die der Stammfahrer. Die Fachwelt und Christian Voß waren verblüfft: „Das hat mich schon begeistert, dass Piotr für sein Alter noch so fit und so schnell ist“, taten sich für den Schmallenberger völlig neue Perspektiven auf. Denn eigentlich ist der Plettenberger für eine ganz andere Aufgabe im Team vorgesehen. „Peter weiß, was er tut und er ist ein Genie darin, Sponsoren anzusprechen und sie mit anderen Wirtschaftsgrößen und Motorsportgrößen zusammenzubringen. Für den Marketingbereich hatten wir bis jetzt niemanden.“

Vor dem Start: Piotr Klimek (rechts) am Fahrzeug des Trophy-Spitzenreiters William Tregurtha.

Piotr Klimek nutzte die Tage am Nürburgring, um sich genauestens über die DTM-Trophy zu informieren: „Ich bin da sehr akribisch, habe viel gefragt, viel gelernt und war mir für keine Arbeit zu schade.“ Nicht nur dank seines großen Netzwerks im Motorsport wurde der Plettenberger als Bereicherung für das Team wahrgenommen. „Er hat aber auch motiviert und abends im Teamzelt für gute Laune gesorgt“, so Voss. Dass er darüber hinaus seine fahrerischen Qualitäten unter Beweis stellen konnte, überraschte Klimek selbst am meisten: „Ich hatte mir kurz zuvor einen Muskelriss im Adduktorenbereich zugezogen, aber dank der super Behandlung von Dr. Selma Uygun, die früher eine HNO-Praxis in Werdohl unterhielt und jetzt in Düsseldorf ansässig ist, hatte ich keine Schmerzen.“

Hilfreiche Erfahrung aus dem Kartsport

Dank seiner Erfahrung aus dem Kartsport fand sich Klimek im Mercedes schnell zurecht: „Die Beschleunigung ist wie beim Kart, aber die Bremse ist brachial. So kann man beim Rennwagen länger auf dem Gast stehen bleiben.“ Die Bremspunkte treffen, das Gripniveau der Reifen kennenlernen, die Wahl des richtigen Gangs – Klimek lernte viel und vor allem schnell, auch in Bezug auf die Fahrwerksabstimmung. Im Schrauben ist der Plettenberger ohnehin sehr versiert, kann dem Team von Christian Voß auch dabei zur Hand gehen. Nächster Renntermin ist das Wochenende vom 3. bis 5. September auf dem Red Bull Ring in Spielberg/Österreich.

Voß und Klimek wollen gemeinsam fahren

Bevor Piotr Klimek allerdings einen AMG-Mercedes auch unter Rennbedingungen pilotieren kann, muss er die dafür erforderliche Lizenzstufe nachholen. „Dafür gibt es Lehrgänge in Theorie und Praxis“, weiß Christian Voß. Absolvieren Voß und der Plettenberger diese erfolgreich, will Voß mit ihm schon beim GT4-Saisonfinale auf dem Nürburgring, spätestens bei der GT-Winter Challenge im portugiesischen Portimao (11./12. Dezember) auf einem Fahrzeug sitzen.

Vertrauen in die Fähigkeiten von Piotr Klimek hat Christian Voß jedenfalls: „Wenn ich nicht wüsste, was er kann, würde ich ihn nicht fahren lassen“, sagt er und freut sich, dass der Plettenberger die CV Performance Group zusätzlich noch bei der Kart-Europameisterschaft im belgischen Genk unterstützen wird.

Den Motorsport unterstützen und Talente fördern

Ein Wochenende auf den größten Rennstrecken Europas, zum Beispiel schon vom 3. bis 5. September auf dem Red Bull-Ring in der Steiermark, hautnah direkt aus dem Paddockbereich erleben, dabei Größen des Motorsports wie Bernd Schneider, Timo Glock, Jörg Müller oder Kurt Thiim treffen, mit ihnen plaudern oder sich von DTM-Legenden die Strecken bei einer rasanten Taxifahrt in einem GT4-Fahrzeug zeigen lassen – diese und andere Möglichkeiten bietet das Team von Christian Voß allen Interessierten, die den Motorsport unterstützen möchten.

„Wir haben im Teamzelt auch Konferenzräume, in denen man mit Geschäftspartnern Meetings abhalten kann“, weiß Piotr Klimek, der den Schmallenberger im Marketingbereich unterstützt und hierbei sein vorhandenes Netzwerk einbringen kann. Gelingt die Gewinnung neuer Sponsoren, hofft Christian Voß „in zwei, drei Jahren auch von anderen Serien sprechen zu können.“

Auch an den Nachwuchs hat man gedacht: Über eine Kooperation zwischen dem Plettenberger Kartsportteam Talentfrei Racing und CV Racing können junge Fahrer den Einstieg in den Kartsport wagen und, wenn sie sich dort bewähren, weiter gefördert werden, um so den Weg in die Tourenwagen- und Formelserien zu finden.

Kontakt:

Interessenten können sich mit Piotr Klimek telefonisch (0176-70 800 083) oder per Mail k.koester@langenbachkoester.com in Verbindung setzen.

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