TuS Plettenberg will in die Hochsauerland-Staffel

+
Sportliches Wiedersehen? Denis Bonevski (rechts), der vom TuS Langenholthausen zum Aufsteiger TuS Plettenberg wechselt, könnte Teamkollege Frederik Wördemann (links) schon in der neuen Spielzeit treffen – Plettenberg will in die Bezirksliga 4.

Plettenberg - Der TuS Plettenberg will dem westfälischen Verbands-Fußballausschuss die Arbeit bei der Einteilung der Bezirksligen für die Saison 2014/15 erleichtern und den Antrag stellen, in die Hochsauerland-Staffel 4 eingruppiert zu werden.

Axel Sedlatschek, Vorsitzender der TuS-Fußballabteilung, teilte mit, dass derlei Überlegungen bereits weit gediehen seien: „Zwar hätten wir dann keine Kreisderbys mehr, aber insgesamt würden die Fahrten nicht länger und wir bekämen mal andere Mannschaften zu sehen. Reizvoll wäre unter anderem der Vergleich mit dem TuS Langenholthausen, wo mehrere Ex-Plettenberger spielen.“

Etliche Zahlenspiele mit Ligen möglich

Antrag hin oder her, eine Einstufung des TuS in die „Bundesliga des Sauerlandes“ erscheint ohnehin wahrscheinlich. Denn die Gruppe 4 ist mangels aufzunehmender Landesliga-Absteiger mit 14 Teams derzeit unterbesetzt, während es sich in Gruppe 5 „drubbelt“ und hier gleich 18 Bewerber für 16 oder 17 Plätze bereit stehen.

Die Staffel 5 scheint „übervoll“

Für die kommende Spielzeit gibt es den Überhang in Staffel 5, weil diese mit Niederschelden (Kreis Siegen-Wittgenstein), Ottfingen und Rothemühle (beide Kreis Olpe) gleich drei Landesliga-Absteiger aufnehmen muss. Aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein kommen die angestammten Liga-Klubs Fortuna Freudenberg, VfL Klafeld-Geisweid, SG Hickengrund, Germania Salchendorf und dann noch Aufsteiger Grün-Weiß Siegen hinzu. Die „Wittgensteiner „Überhänge SF Birkelbach und TSV Aue-Wingeshausen sind bereits in der Staffel 4 angesiedelt, dazu der Olper Vertreter FC Kirchhundem.

Wie der Kreis Siegen-Wittgenstein, so stellt auch der Kreis Olpe sechs Bewerber, davon gleich fünf (!) aus der Gemeinde Wenden. Neben den Landesliga-Absteigern sind dies Wenden, Gerlingen und Aufsteiger Altenhof sowie Drolshagen.

Staffel 6 ist keine Alternative

Von den sechs Lüdenscheider Vertretern Kierspe, Meinerzhagen, RWL, SCL, Werdohl II und Plettenberg wäre somit mindestens einer, wenn nicht gar zwei zuviel. Die Alternative, die Bergstadt-Klubs – wie vor zwei Jahren den TSD geschehen – der Staffel 6 zuzuschlagen, scheidet wohl aus, denn auch dort ergibt sich möglicherweise sogar ein Überhang.

„Horror“-Anfahrten aus dem Kreis Lüdenscheid

Platz gäbe es nur in der Staffel vier. Würde die 5 weiter mit 17 Teams ins Rennen gehen, könnte der TuS Plettenberg problemlos in die 4 wechseln. Stehen für die Staffel 5 nur 16 Plätze zur Verfügung, müsste eine zweite Mannschaft weichen: Aus geographischen Gründen möglicherweise die FSV Werdohl II.

Denkbar aber auch die wohl heimische „Aufschrei“-Variante: Wird die Staffel 4 noch um die Wittgensteiner und Olper Klubs „bereinigt“ zu Gunsten einer reinen Olpe/Siegen-Wittgensteiner Staffel 5, könnte das Lüdenscheider Sextett die Hochsauerland Liga komplett zu einer 17er-Liga vervollständigen, inklusive mehr als 100 km langer „Horror“-Anfahrten von Lüdenscheid etwa nach Hallenberg-Nuhnetal.

Überraschungen jederzeit möglich

Soweit die „normal“ denkbaren Berechnungen im Vorfeld der Ligeneinteilung. Doch die Vergangenheit hat freilich auch immer wieder gezeigt, dass der Verbandsfußball-Ausschuss durchaus die eine oder andere Überraschung aus dem Hut zaubern kann, die alle Wahrscheinlichkeitsrechnungen hinfällig machen kann. - mj/jig

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare