Fußball-Bezirksliga 5

Hoffnung vor den Auswärtshürden 

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Im Vorjahr mit einem Doppelpack Punktgarant für den TuS Plettenberg am Hoorwasen: Alexej Stiber.

Kreisgebiet - Schwere Auswärtsaufgaben haben in der Fußball-Bezirksliga 5 die beiden heimischen Teams vor der Brust. Immerhin: Dem TuS Plettenberg liegt Gastgeber SG Hickengrund, gegen den er noch nie verlor, und der Kiersper SC kommt mit Teams aus dem oberen Tabellenbereich, wie es auch der SC LWL eines ist, besser klar als gegen die defensiv ausgerichtete Konkurrenz.

SG Hickengrund - TuS Plettenberg (Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasen Am Hoorwasen):  Abfahrt ab Lennestadion um 12.15 Uhr – es ist der früheste Zeitpunkt, zu dem sich die Spieler des TuS Plettenberg am Sonntag auf den Weg zu einem Auswärtsspiel machen, das um 15 Uhr angepfiffen wird. Die Reise nach Burbach-Holzhausen dauert rund 75 Minuten und führt kurz vor dem Ziel sogar ein Stück durch Hessen.

Es ist allerdings kein Neuland, das die Blau-Gelben am Hoorwasen betreten. Bei der SG Hickengrund waren sie schon zweimal zu Gast. Die Bilanz kann sich sehen lassen: ein Sieg (3:1), ein Unentschieden (2:2). Da die Siegerländer überdies zweimal im Lennestadion verloren, ist die SG ein Gegner, der den Plettenbergern liegt. Und es ist eine Mannschaft, die nach vier Niederlagen in Serie aktuell mit nur vier Punkten am Tabellenende der Bezirksliga steht. Der einzige Sieg datiert vom 1. Spieltag, es war ein 4:1 gegen den Kiersper SC. Das ist schon fast zwei Monate her.

Allerdings musste Hickengrund vor allem in den Auswärtsspielen ein hammerhartes Programm bewältigen, war schon in Ottfingen, Attendorn und zuletzt in Drolshagen zu Gast – da kann man schon mal verlieren. „Wir dürfen uns vom Tabellenstand nicht blenden lassen, das habe ich auch den Spielern gesagt“, weiß TuS-Interimstrainer Stephan Suerbier, dass es auch diesmal ein „harter Gang“ für den TuS zu werden verspricht. „Hickengrund ist vor allem zu Hause bissig und kampfstark“, weiß er.

Gelingt es den Plettenbergern, so zu agieren wie in der ersten Stunde in Salchendorf, sollte aber Zählbares möglich sein. „Wir müssen Fußball spielen und die Kugel laufen lassen. Das klappt ja teilweise ganz gut“, hofft Suerbier auf spielerische Vorteile. Es muss nur gelingen, die Leistung in Salchendorf auch über die volle Distanz zu transportieren. Nach dem unnötigen 3:4 am vergangenen Sonntag blicken die Plettenberger nach vorn. „Es gab keine Vorwürfe an Karadag und Linke“, erinnert Suerbier an den verhängnisvollen, eigenen Freistoß in der Nachspielzeit, dessen schlechte Ausführung letztlich zur Niederlage führte: „Es haben auch andere Fehler gemacht und gerade Niklas ist schon sehr gefestigt und steckt das weg.“

Bis auf Kurzurlauber Volkan Karadag und den in der A-Jugend spielenden Ali Fidan ist der TuS-Kader komplett. Beide Torhüter werden mitfahren, außerdem der zuletzt in der „Zweiten“ kickende Tobias Kosakowski.

SC Listernohl/Windhausen/Lichtringhausen 05 - Kiersper SC (Sonntag 15 Uhr, Sportplatz Weltringhausen):  Endlich geht es für den Kiersper SC wieder gegen eine der Spitzenmannschaften, sprich: einen Gegner, der nach der Hoffnung des KSC-Vorsitzenden Thomas Butz besser zum Spiel des KSC passt. Beim SC LWL 05, als Tabellensechster mit vier Zählern Rückstand zur Spitze in Lauerstellung, sind die Volmestädter jedoch in Zugzwang. Nur aufgrund der Tordifferenz steht die Michailidis-Truppe nicht auf einem Abstiegsplatz – da fühlt man sich verständlicherweise nicht wohl. Von daher wäre zumindest ein Punkt beim Top-Team mehr als willkommen.

Freilich kommt der Attendorner Fusionsverein eher zur Unzeit, wenn man die Vorjahresergebnisse zu Grunde legt: 2017/18 verlor der KSC deftig mit 1:6 bzw. 1:5. Ein Mutmacher ist indes die Heimschwäche der Gastgeber, die ihre beiden Saisonniederlagen auf eigenem Geläuf kassierten. Durch seine Spielanlage mit schnellem Umschaltspiel und flinken Angreifern verkörpert LWL auch eher den Typus Auswärtsmannschaft. So geht es für die Mannschaft von Kosta Michailidis darum, erst einmal in der Defensive sicher zu stehen und dann nach vorne in die sich bietenden Lücken vorzustoßen.

Genügend spielerische Qualität haben die Kiersper sicherlich, die im Vergleich zum vergangenen Sonntag noch durch Damiano Intravaia und Philip Plachta noch verstärkt werden. Dazu kommt der nun wieder im Spielrhythmus befindliche Giovanni Inchingoli, und auch die Abwehr erhält mit Leo Becker und Apostolos Aslanidis zwei zuletzt fehlende Stammkräfte zurück. Gute Voraussetzungen also für den KSC, dessen bisher einziger Saisonsieg (3:0 gegen Germania Salchendorf) inzwischen fünf Wochen her ist. Das Gefühl eines Erfolgs möchte er morgen auf dem idyllisch gelegenen Sportplatz in Weltringhausen nur allzu gerne wieder einmal erleben.

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