Fußball-Bezirksligen

Zwei Serienjäger und Plettenberg-Absage

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Trainer Uwe Helmes (Mitte) muss ersten Jubel nach seiner Rückkehr zum TuS Plettenberg verschieben.

Kreisgebiet - Bei Staffel 5-Bezirksligist TuS Plettenberg ist das Comeback von Trainer Uwe Helmes verschoben, wegen eines Trauerfalls im engen Umfeld von RW Hünsborn sagte der Gegner die Partie auf dem Löffelberg ab.  Nach sechs Spielen ohne Niederlage will der Kiersper SC dort seine Erfolgsserie in Rüblinghausen ausbauen, das gleiche Ziel hat Tabellenführer Rot-Weiß Lüdenscheid in Staffel 6 , hat womöglich in Voerde aber den "dicksten Brocken" vor der Brust. Die Füße hochlegen können die spielfreien Kicker den TuS Neuenrade in Staffel 4.  

VfR Rüblinghausen – Kiersper SC (Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasenplatz Am Birkendrust):  Sechs Spiele in Folge ungeschlagen, das ist die Serie, die auf dem Prüfstand steht. Die Formkurven beider Teams verlaufen derzeit eher konträr. Während beim KSC die Euphorie mit dem zweiten Platz bei attraktivem Fußball groß ist, ist der VfR nach gelungenem Saisonstart im Mittelfeld der Liga angekommen.

KSC-Trainer Marco Carbotta hat sich intensiv auf den morgigen Gegner vorbereitet: „Das wird ein intensives Kampfspiel. Der VfR ist spielerisch nicht so stark, kommt aber über Zweikämpfe ins Spiel. Es ist dann unser Ding, das Spiel selber zu lenken.“ Der KSC zeigt sich entsprechend der letzten Wochen selbstbewusst: „Wir werden die Favoritenrolle annehmen und auch so agieren.“

Und das nächste Highlight wartet schon am übernächsten Sonntag gegen Germania Salchendorf auf die Mannen vom Felderhof. An einen Sprung an die Tabellenspitze bei einem eigenen Sieg und gleichzeitiger Niederlage des TSV Weißtal in Freudenberg verschwendet Carbotta keinen Gedanken: „Wir müssen erst einmal selber unsere Hausaufgaben machen.“ Hasan Demiray fällt verletzungsbedingt aus, Timo Eick kann berufsbedingt nicht spielen, sodass zwei wichtige Startelfspieler nicht dabei sind. Auch Neuzugang Moritz Müller wird aus gesundheitlichen Gründen fehlen, Özgür Muti stößt nach überstandener Verletzung wieder zum Kader.

BW Voerde – RW Lüdenscheid (Sonntag, 15 Uhr, Rasenplatz Tanneneck, Helkenberger Weg):  „Wir spielen gegen die bislang beste Abwehr der Liga, das ist eine große Herausforderung, auf die sich die Jungens und ich freuen.“ Martin Rost weiß als Trainer von Tabellenführer Rot-Weiß, dass seine Mannschaft bei Blau-Weiß vor einer sehr anspruchsvollen Aufgabe steht, obwohl die Hausherren seit fünf Spielen nicht mehr gewonnen haben.

Aber eine Bilanz von vier Siegen, vier Unentschieden und nur einer Niederlage verspricht Qualität, dazu die bekannte Defensivstärke und der stumpfe Naturrasen – Umstände, die RWL zu schaffen machen können. „Leider ist der Platz aufgrund der Bautz-Schäden immer noch gesperrt“, verweist Rost darauf, dass eine Vorbereitung auf den Untergrund am Nattenberg nicht möglich war – höchst ärgerlich für RWL. Denn flaches Kurzpassspiel ist nicht gefragt, „vielleicht müssen auch mal lange Bälle hinter die gegnerische Kette gespielt werden, hält Rost auch ein sonst von ihm nicht favorisiertes Spiel womöglich für erfolgversprechend.

Zunächst aber erwartet er überhaupt ein etwas anderes Spiel als zuletzt, als sich seine Kicker an sehr tief stehenden Konkurrenten beinahe die Zähne ausgebissen hätten. „Ich denke nicht, dass sich die heimstarken Voerder allein auf ihre Defensivkünste verlassen wollen und sich mit einem Punkt zufriedengeben“, erwartet er die Blau-Weißen doch ein wenig höher attackierend als die letzten Gegner. „Man merkte schon im Training, dass jetzt die Gegner aus den oberen Tabellenregionen kommen, die Mannschaft ist heiß und hofft fußballerisch in den nächsten Wochen wieder mehr zeigen zu können als in den vergangenen.

„Wir wollen wacher ins Spiel gehen, mit mehr Tempo agieren und wieder über die Flügel gefährlicher werden“, will Rost die Ansprüche an sein Aufgebot steigern, das gut, aber nicht optimal bestückt sein wird. „Garantiert fehlen wird aber nur Kerim Yilmaz, Elia König und Marc Linneboden haben wegen Grippe im Training pausiert, Leo Viggiani ist etwas angeschlagen und auch Ömer Yilmaz wegen Leistenproblemen nicht fit für 90 Minuten. Es hat sich herausgestellt, dass er sich Ende Oktober eines kleinen operativen Eingriffs unterziehen muss, aber ich habe keinen Grund zu klagen.“ Und Rost ist zuversichtlich: „Ich erwarte ein Spiel mehr auf fußballerischer Augenhöhe und wir wollen auf jeden Fall etwas mitnehmen aus Voerde, das ist klar.“

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