Roosters lassen erste Playoff-Federn

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Trainer Jari Pasanen ging in der Schlussphase zwar hohes Risiko, als er Lange vom Eis nahm, erreichte mit seinen Worten die Roosters aber nicht immer. 

Nürnberg – Mit einem 1:1-Zwischenstand geht die Viertelfinalserie zwischen den Ice Tigers und den Roosters zurück ins Sauerland. Trotz eines soliden Spiels mussten sich die Sauerländer in der Arena Nürnberg mit 2:4 geschlagen geben.

 Tigers-Coach Rob Wilson gab seinen beiden Topformationen viel Eiszeit, sie machten dem IEC an diesem Abend zu schaffen. Es war der erwartete Nürnberger Start. Pfeilschnell auf Körper gehend, hatte Rob Wilson seinen Jungs XXL-Tempo verordnet, um möglichst schnell in Führung zu gehen.

 Torerfolge aber hatten sie nicht zu feiern. Dafür stand die Roosters-Defensive zu gut. Das galt auch für das frühe erste Unterzahlspiel, als Button vom Eis musste. Anschließend arbeiteten sich die Blau-Weißen auch offensiv effektiver, waren aber immer noch zu wenig kreativ. Die Gastgeber überstanden ebenfalls zwei Unterzahl-Momente, kassierten aber bei der dritten vom kleinlich, aber absolut fehlerfrei pfeifenden Schiedsrichter Schukies/Brill, ausgesprochenen Strafe das 0:1 durch Raymond (16.). 98 Sekunden später aber fiel bereits der Ausgleich als Lavallée in der Kühlbox saß und der erst 22 Jahre alte Pföderl erst schoss, dann seinen Rebound im Tor der Roosters versenkte.

 Im Mittelabschnitt hatten die Roosters zu viele Probleme, die Scheibe in die gegnerische Zone zu bringen, ließen sich vom robusten Nürnberger Forechecking beeindrucken. Da schafften es die Formationen von Reimer und Steckel immer öfter, auch spielerische Akzente zu setzen, erzwangen auch den Führungstreffer nach 29 Minuten durch Reinprecht. Erst in der Schlussphase hatten auch die Roosters einige Chancen, vergaben aber mit zu schwachen Abschlüssen.

 Einen Ein-Tore-Rückstand würde man kitten können, zwei Treffer nicht, deshalb mussten die Roosters zu Beginn des Schlussabschnittes gut abwägen zwischen Angriff und Defensive. Tigers-Coach Wilson schickte weiter die Reimer- oder die Steckelformation aufs Eis und erzwang so Treffer Nummer drei durch einen verdeckten Schuss Steckels. 2:58 Minuten vor dem Ende bescherte Stockcheck Reimer zwei Minuten. Pasanen nahm Lange für einen sechsten Feldspieler vom Eis, aber erst als Reimer zurückkam, zauberte Caporusso einen Traumpass auf Macek, der 48 Sekunden vor dem Ende zum 2:3 traf. Anschließend riskierte Pasanen alles, nahm erneut Lange vom Eis und kassierte nach abgefangenen Rayond-Pass den Empty-Net-Treffer von Reimer – 2:4.

 Ice Tigers:  Beskorowany – Printz, Borer; Joslin, Klubertanz; Martinovic, Nowak; Weber – Steckel, Heatley, Pföderl; Murley, Buzas, Segal; Reinprecht, Ehliz, Reimer; Pfleger, Möchel

 Roosters: Lange – Button, Teubert; Périard, Lavallée; Coté, Raymond; Orendorz – York, Dupont; Petersen; Jaspers, Macek, Caporusso; Friedrich, Connolly, Blank; Bassen, Sylvester, Ross

 Schiedsrichter: Brill (Zweibrücken); Schukies (Herne)

 Tore: 0:1 (15:23) Raymond (York/5:4), 1:1 (17:05) Pföderl (Reinprecht, Heatley/5:4), 2:1 (28:52) Reinprecht (Ehliz), 3:1 (46:54) Steckel (Heatley, Borer), 3:2 (59:12) Macek (Caporusso/Button/6:5), 4:2 (59:43) Reimer (Reinprecht/EN)

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