Erstes Spiel in Ingolstadt

Iserlohn Roosters starten Mittwoch in die Playoffs

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Auf geht’s in die heiße Phase einer langen Saison: Nick Petersen und die Iserlohn Roosters sind heiß auf das Viertelfinalduell.

Iserlohn – Nach neun Tagen des Abwartens, Trainierens, Auskurierens und Krafttankens hat das „Abenteuer Playoffs“ für die Iserlohn Roosters begonnen. Am Dienstagmittag startete die Mannschaft in Richtung Ingolstadt, wo am Mittwochabend (19.30 Uhr) das erste Spiel der Best-of-Seven-Serie gegen den Deutschen Meister im Playoff-Viertelfinale ansteht.

„Ich habe die Mannschaft selten so fokussiert erlebt in dieser Saison – sie brennt auf das erste Spiel“, sagt Chefbetreuer Günther Kapfer. Bei ihm wächst der Playoff-Bart seit zwei Wochen, seit dem letzten Match gegen den ERC Ingolstadt, das die Sauerländer am vorletzten Spieltag knapp nach Penaltyschießen verloren hatten. Kapfer ist am Seilersee der einzige, der seit Gründung des Vereins 1994 alle Mannschaften und alle Playoff-Momente miterlebt hat. Er kann die Einstellung beurteilen: „Ich glaube tatsächlich, dass die Mannschaft die Serie gegen Ingolstadt gewinnen kann. Die Jungs sind gut vorbereitet und wollen ihre Geschlossenheit jetzt aufs Eis bringen.“

Noch nie haben die Roosters das erste Playoff-Spiel gewonnen

Statistisch gesehen dürfte allerdings schon Spiel eins der Best-of-seven-Serie gegen den amtierenden Deutschen Meister, dessen Trainer Larry Huras auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann, zur besonderen Herausforderung werden. Denn noch nie in ihrer Playoff-Historie haben die Sauerländer das erste Spiel einer Serie für sich entschieden.

Ein besonderes Spiel für Mike York

Für einen Crack wird die Partie ein ganz besonderes Match – für Mannschaftskapitän Mike York. 235 Mal stand der 37 Jahre alte Kapitän bislang für die Sauerländer in der DEL auf dem Eis, ein Playoff-Spiel aber hat er noch nicht bestritten. Entweder verpassten die Blau-Weißen die Endrunde oder York war verletzt. Das galt sowohl für das vergangene Jahr, als ein Fersenbeinbruch den Kapitän nach 37 Ligaspielen um den Rest der Saison brachte, als auch in der Spielzeit 2011/12. „Ich spüre natürlich die Aufregung, dass ich dem Team in den Playoffs endlich einmal helfen kann. Im vergangenen Jahr war es schon sehr frustrierend für mich, gerade deshalb bin ich unglaublich motiviert“, so der US-Amerikaner, der übrigens noch keinen neuen Vertrag am Seilersee unterzeichnet hat.

Iserlohn Roosters - Hauptrunde 2014/2015

York betont, dass er in den kommenden Wochen ohnehin seinen Fokus auf andere Dinge richtet. Und auch die Roosters halten sich bei der Frage nach der Zukunft des Oldies bedeckt. „Das ist jetzt kein Thema, in den Playoffs reden wir nicht über Personalien“, so Manager Karsten Mende.

Über Verletzungen wird nicht geredet

Reden wird man am Seilersee in den kommenden Wochen auch nicht über Verletzungen und Verletzte. „Das tut niemand, es heißt einfach nur – der Spieler ist dabei oder er ist eben nicht dabei“, sagt Co-Trainer Jamie Bartman. Fakt ist: Die Roosters haben die Zeit genutzt, um die allermeisten Probleme gesundheitlicher Art zu lösen, einzig Marko Friedrich ist noch nicht wieder vollkommen einsatzfähig, Cody Sylvester steht dagegen zur Verfügung, könnte allerdings noch gestrichen werden, sollte er sich nicht fit fühlen. Torhüter Mathias Lange hat seine leichten Probleme vollständig auskuriert, ist topfit und hat Kraft getankt.

Sportlich hatten die Duelle zwischen beiden Teams immer viel zu bieten. Zwar ist die Brisanz der ersten Jahre, als die Trainer Boni und Poss sich ein Duell der Fäuste abseits des Eises lieferten, vorbei. Trotzdem dürfte auch in Anbetracht der knappen Ergebnisse der letzten zwei Jahre sehr viel Spannung garantiert sein. Erstes Bully in Ingolstadt ist um 19.30 Uhr.

Von Mirko Heintz

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