Blumenberg: Abschied nach 37 Jahren

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Fachdienstleiter Dierk Gelhausen, LTV-Fußballchef Thomas Gabel und die „Zweite“ des LTV bereiteten Elke Blumenberg einen „großen Bahnhof“ bei ihrem Abschied als Platzwartin.

Lüdenscheid - Der Sportplatz Honsel als „zweites Zuhause“ wird Elke Blumenberg erhalten bleiben – und sie den Fußballern des LTV 61. Aber künftig ausschließlich in ehrenamtlicher Rolle.

Als Platzwartin geht Blumenberg in den Ruhestand, im Vereinsheim wird sie weiterhin die Sportler mit Getränken und Essen versorgen. „Ich gehe auch mit ein bisschen Wehmut“, sagte Blumenberg, die 37 Jahre lang als Platzwartin am Sportplatz Honsel wirkte und vom LTV 61 ebenso wie von Dierk Gelhausen, Fachdienstleiter für Schule und Sport bei der Stadt Lüdenscheid, mit je einem Blumenstrauß verabschiedet wurde.

„Wir Platzwarte sind sechs Tage die Woche da, nur freitags haben wir frei“, beschreibt sie ihre Tätigkeit, der sie lange Zeit von der Wohnung am Sportplatz aus nachging – inzwischen ist dieser Teil des Gebäudes in einen Kabinentrakt für die Frauen- und Mädchenmannschaften des LTV umgebaut worden. „Für meine Kinder war der Honsel wie ein großer Laufstall“, lacht Elke Blumenberg, „ich habe das Tor zugemacht und sie konnten auf dem Platz spielen.“

Mittlerweile sind es ihre Enkel, die die Fußballschuhe für den LTV schnüren. Der Sportplatz Honsel ist seit 2009 mit Kunstrasen ausgestattet. Das heißt, den Großteil ihrer Dienstjahre war Blumenberg für Umkleiden und Platz zuständig, als noch rote Asche auf dem Platz lag. Zu den Aufgaben der Platzwartin gehörte auch die Sauberkeit in den Kabinen – darum war es zu Zeiten des Aschenplatzes nicht gut bestellt. „Wir hatten eine Schuhwaschanlage“, sagt Blumenberg, „aber das konnte in den Halbzeitpausen der Spiele gar nicht klappen. Da hätten die Trainer gar nichts mehr sagen können, wenn alle Spieler erst ihre Schuhe gewaschen hätten.“

Frühere Minikicker sind heute Altherren

Spieler, Trainer, Eltern – viele Menschen ist sie in 37 Dienstjahren am Honsel begegnet. „Spieler, die jetzt bei den Alten Herren sind, habe ich als Minikicker kennengelernt“, lacht der „gute Geist“ des Sportplatzes. „Und ich denke, dass ich alle Kinder, die hier beim LTV spielen, mindestens mit Vornamen kenne. Sie kommen immer herein und fragen: Elke, hast du eine Waffel, hast du einen Lolli?“ Hatte sie in der Regel. Und wird sie auch künftig haben – im LTV-Vereinsheim am Honsel.

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