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Pläneschmieden nach dem Vizetitel

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Von: Michael Jeide

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William Tregurtha (2. von links) wurde hinter Landsmann Ben Green (2. von rechts) Vizemeister. © cv performance group

Auf dem Nürnberger Norisring ging am vergangenen Wochenende die Sportwagenpremierensaison für die CV Performance Group zu Ende. Das Mercedes-AMG Customer Racing Team des mittlerweile in Niederzissen ansässigen Schmallenbergers Christian Voß kämpfte bis zum Ende um den Meistertitel in der DTM Trophy, der Nachwuchsserie der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft, und wurde am Ende in Person des Engländers William Tregurtha knapp geschlagener Vize-Champion – ein starkes Statement für die Newcomer.

Plettenberg - Im Kartsport gehört die CV Performance Group bereits seit Jahren zum Maß der Dinge und feierte zahlreiche Meistertitel. Komplettes Neuland betrat das Team um Christian Voß und den Plettenberger Piotr Klimek, der ab dem zweiten Rennen zum Team hinzugestoßen ist, zu Jahresbeginn in der DTM Trophy. Erstmals wagte die Mannschaft den Sprung in den Sportwagen-Rennsport.

Auch für Teamchef Christian Voß war das Rennen auf dem Norisring etwas ganz Besonderes: „Ich habe nie damit gerechnet, dass wir in unserem ersten Sportwagenjahr überhaupt als Team um die Meisterschaft kämpfen. Doch bereits seit dem ersten Rennen haben wir unsere Möglichkeiten unterstrichen und damit den Grundstein für den Erfolg gelegt.“ Dass es letztlich nicht ganz zum großen Wurf reichte und Tregurtha seinem Landsmann Ben Green in der Endabrechnung den Vortritt lassen musste, war im ersten Moment nicht leicht zu verkraften. „Nach dem Rennen waren alle enttäuscht“ meinte Klimek, „jeder hat sich verkrochen und musste für sich mit den Tränen kämpfen, denn wir waren so knapp an einer Sensation dran. Nachdem sich aber alle Gemüter beruhigt hatten, konnten wir den Vizetitel ein wenig feiern. Unsere Fahrer sowie die gesamte Crew – alle haben einen Megajob gemacht. Selbst unsere Junior-Kartfahrer waren zum Norisring gereist, um uns zu unterstützen“, berichtet der Plettenberger, der sich mit Christian Voß sofort an die Vorbereitung der nächsten Saison begab.

„Für nächstes Jahr stehen viele interessante Projekte an. So planen wir einen eigenen YouTube-Channel, auf dem wir täglich streamen wollen. Wir möchten die Sponsoren mit der Kamera in deren Unternehmen besuchen, hinter den Kulissen beim Team mit der Kamera dabei sein, die Fahrer privat erleben und das Team am Rennwochenende begleiten.“

Damit aber nicht genug: Das Engagement des Teams soll sogar noch einen Schritt weitergehen: „Wir werden uns mehr um soziale Projekte kümmern. Wir wollen Menschen, besonders Kinder, glücklich machen. In Nürnberg hat am vergangenen Wochenende ein kleiner Junge bei uns das Rennen live aus der Box verfolgen dürfen und war bei der Startaufstellung mit dabei“, bereiten Klimek derartige Aktionen wie schon in der Vergangenheit beim Kartteam Talentfrei Racing große Freude: „Mir geht das Herz auf, Kinder lachen zu sehen, die es nicht einfach im Leben haben. Solche Aktionen wollen wir ausweiten, Kinderheime und Einrichtungen besuchen, dort Spielsachen vorbei bringen oder auch mal kleine Kartshows veranstalten. Dafür suchen wir noch einen starken Partner, der diesen Weg mit uns gehen will.“

Nebenher will der Plettenberger aber auch seine eigenen Ambitionen im Rennsport verfolgen. „Für mich steht jetzt erst einmal der Lizenzlehrgang an und ich werde in den nächsten Wochen viel im Auto sitzen und testen“, hat er auf dem Nürburgring bereits damit begonnen.

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