Vertrag bis zum Saisonende unterschrieben

Perfekt! Rob Daum wird Nachfolger von Jari Pasanen bei den Roosters

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Rob Daum

[Update, 17.20 Uhr] Iserlohn - Einer der beiden am häufigsten genannten Kandidaten hat das Rennen um den Trainerposten bei DEL-Club Iserlohn Roosters gemacht! Der Kanadier Rob Daum (59), zuletzt in Österreich  beim EHC Linz an der Bande, wird Nachfolger des am Montagabend entlassenen Finnen Jari Pasanen. Daum unterschrieb laut Vereinsmitteilung auf der offiziellen Homepage "in der Nacht" zunächst einen Vertrag bis zum Saisonende. Er wird am Dienstag zum ersten Mal das Training leiten, bis dahin führt Jamie Bartman die Mannschaft.

"Robs Trainerlaufbahn habe ich in den letzten Jahren immer am Rande mitverfolgt, oft Positives über ihn gehört. Als wir uns jetzt auf dem Markt umgeschaut haben, war er der erste Coach, den wir aufgrund seiner Erfahrung kontaktiert haben. Ich bin sehr froh, dass wir uns auf eine Zusammenarbeit verständigen konnten", wird Roosters-Manager Karsten Mende zitiert.

Der Markt, das ist kein Geheimnis, hatte kaum Bandbreite zu bieten, aber das ist in diesem Fall kein Problem. Der 59-jährige Kanadier Daum, der von 2011 bis März dieses Jahres in Linz unter Vertrag stand, Meister wurde und sein Team in der österreichischen Erste Bank Liga regelmäßig in die Playoffs führte, eilt ein hervorragender Ruf voraus. „Ich empfinde mich selbst als Lehrer. Ich bin ein Freund von Details, mag es vorbereitet zu sein. Und ich liebe es, aggressiv spielende, hart arbeitende Mannschaften zu trainieren. Aber jetzt gilt es das Team kennenzulernen – und dann wird sich unser gemeinsamer Weg weisen“, so Daum.

Rob Daum soll am kommenden Dienstag die erste Einheit am Seilersee leiten.

Der neue Roosters-Trainer ist ein Taktikfuchs. Er genießt es, seine Mannschaften gut defensiv spielen zu lassen, mag erfahrene, ältere Mittelstürmer, die das Spiel vor dem gegnerischen Kasten organisieren und schnelle Außen, die das Tempospiel forcieren können. Gleichzeitig kann Daum gut zuhören, ist ein Gentleman an der Bande und doch ein Dickkopf, was seine Vorstellung vom Spiel anbetrifft. Natürlich wird er Zeit brauchen, seine Vorstellungen umzusetzen, dann aber haben die Roosters einen Headcoach mit Zukunftsperspektive.

Am Montag soll er der Öffentlichkeit vorgestellt werden, Dienstag leitet Daum das erste Training, Donnerstag steht er zum ersten Mal als Coach an der Bande, wenn die Roosters die Fishtown Pinguins empfangen. Zeit, um wirkliche Veränderungen herbeizuführen, bleibt da nicht. 

Torhüter Mathias Lange ist der einzige im IEC-Team, der Daum bislang persönlich kennengelernt hat. Als Assistenzcoach hat der neue IEC-Trainer die österreichische Nationalmannschaft zu Weltmeisterschaften und den Olympischen Spielen in Sotschi begleitet. „Er ist ein Fachmann, hat sich auch beim Nationalteam um die Verteidigung gekümmert und ist mir als sympathischer Mensch im Hinterkopf geblieben“, so Lange. 

Daum hat sich bereits intensiv über sein neues Team informiert. Schon am Mittwochabend gab es ein ausführliches Telefonat mit seinem Assistenten Jamie Bartman. „Wir haben wirklich alles besprochen, viele Details ausgetauscht“, sagt der Interims-Chefcoach. Denn ganz nebenbei geht bei aller Aufregung um die Entlassung von Jari Pasanen und der Neuverpflichtung Daums die Arbeit der Mannschaft weiter. 

Am Freitagabend ab 19.30 Uhr müssen die Sauerländer bei den Adlern aus Mannheim aufs Eis muss, am Sonntag (17 Uhr) sind die Straubing Tigers zu Gast am Seilersee. „Wir haben uns noch nicht aufs Ändern von taktischen Konzepten konzentriert, sondern vor allem darauf, wie wir Punkte sammeln. Das ist das entscheidende an diesem Wochenende“, sagt Bartman. Im personellen Bereich gibt es gute Nachrichten. Das Knie von Blaine Down ist abgeschwollen, er kann wieder dabei sein, auch Dieter Orendorz ist wieder gesund. Gleichzeitig war die Operation von Chad Costello erfolgreich. Mit ihm sowie den verletzten Dahm und Kahle wird im November wieder zu rechnen sein.

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