Eishockey, DEL

Penalty-Krimi am Seilersee: Roosters unterliegen Panthern aus Augsburg

harter Zweikampf im Eishockey
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Reinhardt und Ankert beinhart: Gegen Augsburg ging es ordentlich zur Sache - letztlich ohne Happyend für die Roosters.

Nach dem furiosen 8:3 gegen München gab es am Freitagabend gegen Augsburg einen Penalty-Krimi ohne Happyend für die Roosters. Die Gäste drehten die Partie am Ende und ließen enttäuschte Gastgeber zurück.

Iserlohn - Nach vier Heimsiegen in Folge endete am Freitagabend die Siegesserie der Iserlohn Roosters. 3:4 nach Penaltyschießen unterlagen die Waldstädter den Augsburger Panthern am Ende äußerst knapp.

Die Sauerländer erwischten einen guten Start und hatten gleich nach wenigen Sekunden die erste Möglichkeit durch Bailey. Dann aber schlichen sich kleine Fehler ins Aufbauspiel der Gastgeber. O‘Conners Pass - er feierte überraschend sein Comeback - blieb bei Trevelyan hängen, doch der Augsburger Stürmer verpasste freistehend das Tor deutlich.

Die Sorglosigkeit sollte sich allerdings rächen. Hinter dem Tor vertendelten die Iserlohner den Puck, und McClure nutzte diesmal den Fehler zum 0:1 aus kurzer Distanz (6.). Der Gegentreffer schien die Sauerländer jedoch wachzurütteln. Jetzt machten die Hausherren wieder mehr Druck auf den Kasten von Keeper Markus Keller – mit Erfolg.

Penalty-Krimi am Seilersee: Roosters unterliegen Panthern aus Augsburg

In Überzahl zeigten die Roosters ihre Klasse. Brent Aubin fackelte nicht lange und traf zum Ausgleich von der blauen Linie (12.). Im Anschluss besaßen die Blau-Weißen sogar noch die Chance auf die Führung, doch sowohl Bailey als auch Joe Whitney, brachten den Puck aus aussichtsreicher Position nicht im Tor unter.

Der zweite Durchgang begann direkt mit einem Paukenschlag. Casey Bailey schnappte sich im Pantherdrittel den Puck und schlenzte die Scheibe ansatzlos zum 2:1 in den rechten Winkel. Ein Start nach Maß für das Team von Trainer Brad Tapper. Aber die Gäste ließen sich nicht abschütteln. Torhüter Andy Jenike musste zum Teil Kopf und Kragen riskieren, um die Führung zu sichern. In Unterzahl hämmerte Trevelyan den Puck an den Pfosten. Der Abpraller landete direkt wieder in einem Schläger der Augsburger. Der am Boden liegende Jenike hechtete Richtung Pfosten und wehrte mit dieser spektakulären Rettungstat den Puck mit seinem Schläger über das Tor ab (26.).

Die Panther hatten Blut geleckt und nutzten jede noch so kleine Nachlässigkeit der Sauerländer aus. Abbott sah Holzmann am zweiten Pfosten, und da kein Roostersspieler den Schläger des Angreifers kontrollierte, stand es plötzlich 2:2 (30.). Doch nach jedem Nackenschlag fanden die Iserlohner die passende Antwort. Reinharts toller Pass auf Joe Whitney sorgte für jede Menge Freiraum für den Torjäger, der ließ sich nicht zweimal bitten. Eiskalt schloss er vor dem Tor zur erneuten Führung ab (32.). Kurz darauf besaß sogar noch sein Bruder Steve die Chance zum vierten Treffer der Sauerländer, aber nach einer schönen Finte scheiterte der Stürmer an Keller im Kasten der Gäste (34.).

Hafenrichter trifft 24 Sekunden vor dem Ende für die Gäste

Auch der Start in den Schlussabschnitt gehörte den Iserlohnern. Aubin testete den gut aufgelegten Keller im Augsburger Tor (42.). Die Gäste taten sich schwer, kamen aber in Überzahl gefährlich vor das Tor der Sauerländer. Jenike ließ den Puck hoch abspringen, doch nach einer kurzzeitigen Orientierungslosigkeit, retteten die Iserlohner den Puck vor dem einschussbereiten Augsburger (51.).

Als alles nach einem Heimsieg der Roosters aussah, nahmen die Gäste den Torhüter vom Eis, um alles zu riskieren – dafür wurden sie belohnt. 24 Sekunden vor dem Ende drückte Hafenrichter den Puck über die Linie, zur Freude der Bayern. Es ging in die Verlängerung, aber auch dort gab es keine Entscheidung.

Somit musste das Penaltyschießen über Sieg und Niederlage entscheiden. Während Joe Whitney und Taro Jentzsch für Iserlohn verschossen, trafen auf Seiten der Augsburger McClure und Abbott zum Auswärtserfolg.

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