FSV Werdohl erlebt ein peinliches Debakel

Optische Täuschung: Dominik Krämer (rechts) und die FSV Werdohl rannten der Musik hinterher und nicht die Gäste um Andre Watzke, die den Werdohlern gleich zweistellig einschenkten. Foto: Schwarze

Werdohl – Schiedsrichter Tim-Simon Heidefeld aus Bochum hatte ein Einsehen und pfiff drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit die Partie ab. Von keiner der beiden Mannschaften gab es Proteste gegen diese Entscheidung: Denn die FSV Werdohl brauchte keinen Ball mehr aus dem Netz zu holen – und die Gäste aus Erlinghausen hatten ihr im Laufe der Partie bekannt gegebenes Ziel, das Spiel zweistellig gewinnen zu wollen, erreicht. Mit 0:10 (0:3) unterlag die FSV Werdohl am Sonntagnachmittag.

„Einfach peinlich, darüber werden wir natürlich intern noch sprechen“, kommentierten FSV-Trainer Carsten Minker und der Sportliche Leiter Uli Sauerborn das historische Debakel ihrer Mannschaft. Zuvor hatte eine Werdohler Mannschaft in der Westfalen- oder Landesliga noch keine Partie zweistellig verloren. Eine der höchsten Heimniederlagen musste die FSV zuletzt beim 0:5 in der Westfalenliga gegen den FC Kaan-Marienborn vor knapp zwei Jahren am 20. Mai in der Saison 2011/2012 hinnehmen. 

Den sonntäglichen Negativrekord hätten sich die Verantwortlichen am Riesei gerne erspart – und er hatte sich in der ersten Halbzeit auch noch nicht abgezeichnet, wenngleich die Vorzeichen alles andere als günstig waren: Denn mit El Alami, Neuke und Maus mussten in Ermangelung von Personal drei Spieler in die Anfangsformation, die zuvor schon über die volle Distanz in der Reserve beim Bezirksligaspiel gegangen waren. 

Hinten präsentierte sich die FSV offen wie ein Scheunentor und leistete bei den Gästetoren tatkräftige Mithilfe, doch im Spiel nach vorne zeigte die Mannschaft ein ums andere Mal auch brauchbare Spielzüge. So hätte es zur Halbzeit auch 2:3 oder gar 3:3 stehen können. Doch Benli (9./25./37.) fehlte die Präzision im Abschluss, De Luca (31.) und Krämer (40.) fanden ihren Meister im gut reagierenden RW-Zerberus Garibzada.

Im zweiten Abschnitt lud die FSV den Gegner förmlich zum Toreschießen ein und brachte offensiv nur noch wenig Konstruktives auf den Platz. Gäste-,,Zehner“ gelang binnen 18 Minuten noch ein lupenreiner Hattrick, auch Raulf schraubte sein Tagestorekonto auf drei Treffer. Bester Spieler auf dem Platz war allerdings RW-Mittelfeldspieler Akgüvercin mit guten Dribblings, tollen Assists und einem sehenswerten Doppelpack (39./47.). - von Nico Schwarze

FSV: Felbick – Sander, Mo. Klamann, Maus, Neuke (51. Sarris) – El Alami (67. Gülacan), Aydin, Franz, Krämer – Benli (57. Bierkoch), De Luca

RW: Garibzada – Rosenkranz, Bahceci (51. Watzke), Meyer, Kriesche – Akgüvercin (58. T. Kupitz), Kandlen, Berlinski, Busacca – J. Kupitz (66. Schröder), Raulf

Schiedsrichter: Heidefeld (Bochum)

Tore: 0:1 (1.) Raulf, 0:2 (22.) Berlinski, 0:3 (39.) Akgüvercin, 0:4 (47.) Akgüvercin, 0:5 (50.) Meyer, 0:6 (53.) Busacca, 0:7 (63.) Busacca, 0:8 (81.) Busacca, 0:9 (83.) Raulf, 0:10 (84.) Raulf

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