Fußball-Oberliga

SCP-Reserve zu stark für den RSV

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Zur Pause ausgewechselt: Meinerzhagens linker Flügelspieler Marcel Kandziora (rechts).

Paderborn – Eine starke Gastgebermannschaft und zu viele einfache Fehler, die dieser Gegner abgeklärt zu nutzen wusste – das waren die Hauptzutaten für die zweite Saisonniederlage des RSV Meinerzhagen. Mit 1:4 (1:1) unterlag er beim SC Paderborn II und ist die Tabellenführung folgerichtig wieder los.

Nominell steckte in der Partie auf dem Naturrasen im Sportzentrum Breite Bruch eine ganze Menge Bundesliga. Denn die SCP-Reserve bot sechs Youngster aus dem erweiterten Erstliga-Kader auf, beim RSV coachte Werder-Bremen-Profi Nuri Sahin an der Seitenlinie, und als Schiedsrichterassistent fungierte der Iserlohner Oliver Ruhnert, Manager beim 1. FC Union Berlin.

Heraus kam ein unterhaltsames Oberligaspiel, in dem die ersten 20 Minuten den ganz in Schwarz gekleideten Paderbornern gehörten. In Führung gingen diese zunächst aber nicht, denn im Anschluss an Marcel Hilßners Freistoßflanke konnte RSV-Verteidiger Sven Wurm den Ball von der Torlinie kratzen (18.). Danach freilich kamen die Gäste nur kurzzeitig stärker auf, hatten aber immerhin durch Ewald Platts Flachschuss (20.) ihre erste Tormöglichkeit.

Weil der SCP II im Duell zweier gut organisierter Mannschaften weiterhin entschlossener, dynamischer und durchschlagskräftiger wirkte, ging das 1:0 in der 38. Minute auch in Ordnung: Mit einem platzierten Schuss ins lange Eck ließ Khiry Shelton Nils Langwald, der für den grippekranken Johannes Focher im RSV-Gehäuse stand, keine Abwehrchance. Bei den Meinerzhagenern gingen die Köpfe jedoch nur kurz nach unten: 100 Sekunden später flankte Julian Jakobs, Ron Berlinski köpfte – 1:1.

Dass der Aufsteiger aus dem Sauerland mit diesem Unentschieden zur Halbzeit gut bedient war, sah wohl auch dessen Trainerteam so und wechselte in der Pause gleich zwei Mal. Und es ließ sich gut an für den RSV: Can Sakars 17-Meter-„Pfund“, von SCP-Keeper Leon Brüggemeier ganz stark pariert, hätte fraglos einen Treffer verdient gehabt (47.).

Eine Trendwende markierte diese Großchance aber nicht, vielmehr schlug das Pendel wenig später in die andere Richtung aus. John Connor Agnew brachte den Ball von rechts nach innen, in der Mitte ließ Shelton zwei Meinerzhagener ins Leere laufen, Jan-Luca Rumpf vollendete zum 2:1 (52.). Bis zum nächsten Tiefschlag dauerte es lediglich weitere drei Minuten: Paderborn schaltete schnell um, hebelte die RSV-Hintermannschaft eine ganze Spur zu einfach aus. Wenige Meter vor dem Tor musste der dort völlig allein gelassene Shelton nur den Kopf hinhalten.

Der Wille, das Blatt trotzdem noch einmal zu wenden, war bei den Gästen gleichwohl vorhanden; per Freistoß scheiterte Sakar am abermals gut reagierenden Brüggemeier. Doch als dessen RSV-Pendant Langwald den Ball an den gerade eingewechselten Massih Wassey verlor und diesem so das 4:1 ermöglichte (67.), war die Partie entschieden, zumal bei Wurms Kopfball (70.) und Andreas Spais’ Direktabnahme (80.) jeweils der Pfosten im Weg war.

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