Voltigieren

Ossenberg-Engels und Gerdes direkt wieder im Bundeskader

zwei voltigierer auf dem pferd
+
Das Voltigier-Traumpaar des RV Altena feiert ein Comeback. Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes haben sich zurück in den Bundeskader geturnt.

Die Altenaer Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes sind fitter denn je zurück auf der großen Bühne des Voltigierens. Ihr Comeback hat sie direkt wieder in den Bundeskader geführt.

Altena – Sie haben sich zurück in den Bundeskader geturnt. Und das mitten im Lockdown. Das Voltigier-Traumpaar des RV Altena feiert ein Comeback. Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes sind fitter denn je.

„Die Berufung in den Bundeskader kam für uns völlig unerwartet“, erzählt Timo Gerdes. Nach einer längeren Pause hatte sich das Paar im vergangenen Jahr wieder zusammengefunden – dann kam die Pandemie und der Lockdown. „Wir haben der Bundestrainerin immer mal wieder Trainingsvideos geschickt. Vielleicht konnten wir sie so überzeugen“, sagt Timo Gerdes.

Denn über Turniere konnten die beiden Altenaer Voltigierer nicht auf sich aufmerksam machen. „Wir konnten nur an zwei kleineren Turnieren mit unserem neuen Pferd teilnehmen. Da ging es aber hauptsächlich darum, dass Equido Erfahrung sammelt“, erklärt der Voltigierer.

Ossenberg-Engels und Gerdes direkt wieder im Bundeskader

Timo Gerdes fühlt sich wieder richtig fit. Nachdem er eine Weile berufsbedingt komplett aufs Voltigieren verzichtet hatte, meldete er sich im vergangenen Jahr zurück. „Wir waren schon auf einem Bundeskaderlehrgang in Warendorf. Und ich würde sagen, ich bin fitter als ich es je war“, sagt der 25-Jährige.

Das kann Jolina Ossenberg-Engels bestätigen: „Natürlich hatten wir uns das letzte Jahr anders vorgestellt. Aber wir haben die Zeit ohne Wettkämpfe intensiv genutzt und uns als Team immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Das hat auch so ein Corona-Jahr besonders gemacht. Und uns definitiv weitergebracht.“ Vor allem habe man neue Trainingsmethoden probiert. Aufgrund von Abstandsregelungen hat das Duo viel ohne Pferd trainiert und an körperlichen Grundlagen gearbeitet.

Natürlich hatten wir uns das letzte Jahr anders vorgestellt. Aber wir haben die Zeit ohne Wettkämpfe intensiv genutzt und uns als Team immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt!

Jolina Ossenberg-Engels

Ob sich die beiden Voltigierer nach der Pause verändert haben? Eine schwere Frage für Jolina Ossenberg Engels: „Man verändert sich eh immer wieder. Aber nicht in der Persönlichkeit oder in der Art des Miteinanders. Sondern eher vom Training über die Ausführung der Übungen bis hin zur Perfektion.“ Natürlich habe man mehr Erfahrung,von der man profitieren könne, sodass die beiden manche Dinge nun ein wenig anders angehen.

„Aber wir haben immer noch den gleichen Spaß. Es tat auch mal gut, keinen Druck zu haben. Wir mussten letztes Jahr nur uns selbst etwas beweisen und niemandem sonst“, erzählt die 24-Jährige. Das habe den beiden Pferdeakrobaten gezeigt, dass es nicht nur um Erfolge geht, sondern um den Sport an sich – die Freude daran, sich als Team mit dem Pferd zu entwickeln und die größtmögliche Harmonie zu finden. „Wir sind durch Corona an unseren eigenen Aufgaben gewachsen. Das hat uns zwar nicht verändert, aber noch mehr als Team zusammengeführt und weitergebracht“, erzählt Jolina Ossenberg-Engels.

Weltmeisterschaft soll in Le Mans stattfinden

Auch nach dem Comeback wollen die Altenaer vor allem wieder durch Harmonie und Ausdruck glänzen. „Ich denke, uns zeichnet mittlerweile vor allem auch eine sehr weiche Ausführung und Leichtigkeit aus“, so Ossenberg-Engels.

Was die Ziele betrifft, sind beide vorsichtig. Die WM in Le Mans wollen Gerdes und Ossenberg-Engels noch nicht so richtig in den Mund nehmen. „Es wäre schön, wenn es einfach irgendwie weiter geht mit den Turnieren. In anderen Sportarten ist das ja auch möglich“, sagt Jolina Ossenberg-Engels.

Allerdings merke man schon, dass es sich beim Voltigieren um eine Randsportart handle und das entsprechende Geld fehle. Solange keine Zuschauer erlaubt sind, sei es schwer, Sponsoren für Veranstaltungen zu finden. „Wir können verstehen, dass die Veranstalter das Risiko scheuen oder solche Turniere unter Corona-Bedingungen gar nicht stemmen können. Dennoch wäre es schön, mal wieder in den Wettkampfzirkel einlaufen zu können“, sagt Jolina Ossenberg-Engels.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare