Fußball-Kreisliga A

Besuch vom Ordnungsamt beim A-Liga-Topspiel

+
Der TSV Werdohl gewann die Partie gegen Türkiyemspor mit 4:1. Am Spielfeldrand kontrollierte derweil das Ordnungsamt.

Es war ein türkisches Duell und zugleich auch das Topspiel des 8. Spieltags in der Lüdenscheider Fußball-Kreisliga A, das am späten Sonntagnachmittag auf dem Sportplatz Altenmühle angepfiffen wurde. Rund 200 Zuschauer verfolgten das Heimspiel des TSV Werdohl gegen Türkiyemspor Plettenberg (Endstand: 4:1). Besuch gab es aber auch vom Ordnungsamt der Stadt Werdohl.

Werdohl -  „Es wurde kontrolliert, ob die Zuschauer Masken tragen, ob der Abstand eingehalten wird und ob die Kontaktlisten stimmen“, sagte der stellvertretende TSV-Vorsitzende Mikail Kocak, „die Listen waren sauber. Uns wurde aber gesagt, dass wir bei den nächsten Spielen noch mehr darauf achten müssen, dass der Abstand eingehalten wird.“

Nach Angaben Kocaks habe der TSV im Eingangsbereich nicht nur die Listen zur Erfassung der Kontaktdaten ausgelegt, sondern auch auf die bestehende Maskenpflicht auf der Sportanlage hingewiesen. „Wir haben auch Masken verkauft und auf das Abstandhalten hingewiesen“, betonte der stellvertretende Vorsitzende, der allerdings auch zugab, dass der Appell an die Zuschauer, den Mindestabstand einzuhalten, nicht von jedem Besucher befolgt wurde. 

Ordnungsamtsleiterin Andrea Mentzel bewertete das Ergebnis der Kontrolle („Wir haben auf die Abstände und auf das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes geschaut“) auf dem Sportplatz Altenmühle anders als Kocak. „Zu Beginn war es sehr mäßig“, sagte Mentzel. Erst nach „zweimaliger Aufforderung über Lautsprecher“, den Mindestabstand einzuhalten und Maske zu tragen, seien die Corona-Schutzmaßnahmen am Spielfeldrand besser umgesetzt worden. „Wir werden uns das sicherlich nochmal anschauen“, betonte die Ordnungsamtsleiterin. Der TSV also darf sich auf eine weitere Kontrolle der Corona-Schutzmaßnahmen einstellen, falls der Ball im November überhaupt noch rollen darf in NRW.

In Rönsahl blieb der Ball schon am Sonntag im Schrank, obwohl auf dem Sportplatz Haarhaus sehr wohl hätte gespielt werden können. Die Entscheidung des TuS Linscheid-Heedfeld, beim TSV Rönsahl aufgrund der hohen Corona-Infektionszahlen nicht anzutreten und auch die Spielwertung zugunsten der Rönsahler zu akzeptieren, sorgte schließlich für Aufsehen im Fußballkreis.

Auch Mikail Kocak nahm die konsequente Linscheider Entscheidung natürlich mit Interesse zur Kenntnis. Vor allem für die Begründung des Linscheider Sportchefs Robert Bierkoch („Wir haben Spieler in der Mannschaft, deren Arbeitgeber ganz klar gesagt haben, dass sie nicht bezahlt werden, wenn sie wegen eines Fußballspiels in Quarantäne müssen. Dazu haben wir auch Selbstständige, die ähnliche Sorgen haben, bei der Arbeit auszufallen.“) zeigte Kocak Verständnis: „Ich kann die Linscheider auf jeden Fall verstehen. Man sieht ja bei Rot-Weiß Lüdenscheid, wie schnell das mit der Infektionskette gehen kann. Ich denke auch, dass es bald eine Unterbrechung der Saison geben wird.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare