Optimum: Gute Nachricht für Reitsportfreunde

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Ab Freitag gibt es Dressur auf allerhöchstem Niveau in Balve zu sehen - vor Zuschauern.

Balve - Rosalie Freifrau von Landsberg-Velen ist in ihrer Rolle als Turnierchefin des Balve Optimum in diesen schwierigen Zeiten nicht zu beneiden. Die Planungen des Traditionsturniers, sie waren und sind noch immer geprägt von einem Wechselbad der Gefühle. Am Mittwochmittag gab es richtig gute Nachrichten für Reitsportfreunde.

Wegen der Corona-Pandemie wurde der Reitsportklassiker im Orletal zunächst vom ursprünglichen Termin im Mai in den September verschoben. Wochen später sorgte die Ankündigung, dass Großveranstaltungen bis mindestens Ende Oktober verboten bleiben sollen, für weitere Aufregung rund ums Schloss Wocklum. Im Juli wurden die Corona-Regeln gelockert, die zulässige Zuschauerzahl bei Sportveranstaltungen in NRW wurde auf 300 Personen angehoben.

Um das Optimum in seinem gewohnten Umfang auszutragen, waren 300 Zuschauer aber aus wirtschaftlichen Gründen zu wenig für die Turniergemeinschaft. Schweren Herzens fiel die Entscheidung, die Deutschen Meisterschaften im Springreiten in diesem Jahr nicht in Balve auszutragen. „Die Ausrichtung eines Springreit-Turniers wäre finanziell ein zu großes Risiko gewesen. Da bewegen wir uns in einem sechsstelligen Bereich, der einen kleinen Verein wie unseren schnell in die Insolvenz treiben könnte, sollte es zum Beispiel einen Lockdown geben“, hatte Rosalie Freifrau von Landsberg-Velen erklärt. Die Turniergemeinschaft aber wollte ein Zeichen setzen für die Region und entschied sich, die Deutschen Meisterschaften in der Dressur im Viereck von Wocklum vom 18. bis 20. September wie geplant auszutragen. Das Optimum 2020, es wird ein Dressurfestival auf allerhöchstem Niveau sein.

Am vergangenen Dienstag – und damit kurz vor dem Turnierbeginn in Wocklum – gab das Landeskabinett neue Regeln für Sportveranstaltungen bekannt. Seit Mittwoch dürfen bei „Sportveranstaltungen oder bei Wettbewerben wieder mehr als 300 Zuschauer anwesend sein, sofern ein besonderes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept vorgelegt wird. Bei mehr als 1000 Zuschauern gilt – wie auch bei sonstigen Veranstaltungen – eine Obergrenze von einem Drittel der Kapazität der Sportstätte“, hieß es am Dienstag aus Düsseldorf. Am Mittwoch reagierte die Turniergemeinschaft Balve kurzfristig auf die Änderungen der Coronaschutzverordnung für Sportveranstaltungen.

Über die Homepage des Balve Optimum „können sich nun bis zu 300 Besucher zusätzlich für einen Tag ihrer Wahl registrieren und sich somit ein Flanierticket für das Dressurfestival am kommenden Wochenende reservieren. Das Flanierticket berechtigt den Zugang zum Turniergelände am Schloss Wocklum. An allen drei Turniertagen steht eine gewisse Anzahl von Sitzplätzen an der Waldtribüne zur Verfügung. Weiterhin werden wir in Abhängigkeit von den örtlichen Gegebenheiten eine Gastronomie vor der Reitanlage schaffen, um auf einer großen Leinwand in unmittelbarer Nähe des Dressurstadions die sportlichen Wettkämpfe sowie das Rahmen- und Showprogramm live zu übertragen. Der Zutritt auf das Veranstaltungsgelände sowie die Tribünenplätze sind kostenlos. Das Flanierticket beinhaltet wie gewohnt keine Sitzplatzgarantie“, teilten die Verantwortlichen am Mittwochmittag mit.

Zu sehen bekommen die Zuschauer ab Freitag Dressursport auf allerhöchstem Niveau, weil sich alle Mitglieder des deutschen Olympiakaders angekündigt haben. Ob Isabell Werth mit Emilio und Weihegold, Dorothee Schneider mit Faustus, Jessica von Bredow-Werndl mit TSF Dalera BB oder Sönke Rothenberger mit Santiano – im Viereck von Balve wird Weltklasse-Niveau zu bestaunen sein.

Es zeigen sich aber auch die vierbeinigen Newcomer in einer Qualifikation zum Nürnberger Burg-Pokal, der inoffiziellen Deutschen Meisterschaft der Nachwuchs-Grand Prix-Pferde, ebenso wie beim Richard Wätjen Gedächtnispreis. Außerdem steht der renommierte Piaff-Förderpreis auf dem Programm.

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