Werdohler Onur Bulut mit starker Halbserie beim VfL Bochum

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Der Werdohler Onur Bulut (links) hat sich beim Zweitligisten VfL Bochum durchgesetzt und steht vor spannenden Wochen.

Werdohl/Bochum - Hinter dem Werdohler Fußball-Profi Onur Bulut liegt ein bewegtes halbes Jahr. Mit dem VfL Bochum fiel Bulut erst allmählich von den Aufstiegsplätzen der 2. Bundesliga zurück. Im DFB-Pokal-Viertelfinale wartet mit dem FC Bayern München nach der Winterpause das vermeintliche Traumlos.

Im Pokal-Achtelfinale schaltete die Elf von Bochums Trainer Gertjan Verbeek Mitte Dezember in der Allianz Arena mit dem TSV 1860 den zweiten großen Münchner Verein aus (2:0). Als Bulut dann aber vom vermeintlichen Traumlos FC Bayern erfuhr, hielt sich die Euphorie über das Aufeinandertreffen mit den Superstars des Deutschen Rekordmeisters und -pokalsiegers eher in Grenzen.

„Das ist schon ein super Erlebnis“, räumt der Werdohler im Gespräch mit unserer Zeitung zwar ein. Gleichwohl wäre ihm ein anderes Los lieber gewesen. „Wenn man ins Viertelfinale kommt und noch Mannschaften wie Heidenheim oder Bremen im Topf sind, dann hofft man natürlich, dass man einen von diesen Gegnern bekommt. Denn da ist die Chance auf ein Weiterkommen größer“, so der 21-jährige Sauerländer weiter.

Entscheidende Woche nach der Winterpause

Am 10. Februar stellt sich das hochdekorierte Ensemble von Noch-Bayern-Coach Pep Guardiola an der Castroper Straße vor. Bulut, der in dieser Saison zur Stammkraft in Bochum aufstieg, blickt dem Duell aber nicht nur deswegen gespannt entgegen, weil die Gegenspieler dann Neuer, Robben oder Lewandowski heißen. Denn der Kampf um den Einzug ins Pokal-Halbfinale ist für den VfL eingebettet in eine Phase mit zwei Spitzenspielen in der 2. Liga: Am 5. Februar empfangen Bulut und Co. den Tabellenzweiten SC Freiburg, zehn Tage später reisen sie zum zuletzt formstarken 1. FC Nürnberg. „Das wird für uns direkt die entscheidende Woche“, prophezeit Bulut.

Während der Offensiv-Spieler eine konstant starke Halbserie anbot, je drei Tore selbst erzielte und vorbereitete, von den 19 bisher absolvierten Zweitliga-Partien nur zwei verpasste, fiel seine Mannschaft nach fünf Auftaktsiegen zum Start noch auf Rang sechs zurück – mit fünf Zählern Rückstand auf den FCN, der den Relegationsrang einnimmt.

Der Blick auf die Tabelle schmerzt

 Nach dem 5:0-Erfolg in Fürth blieb Bochum in der Liga sieben Mal ohne dreifachen Punktgewinn. Vor allem das 2:3 beim FSV Frankfurt nach 2:0-Halbzeitführung Ende Oktober schmerzte Bulut. Und so blickt der Lennetaler letztlich doch mit gemischten Gefühlen auf die vergangenen Monate. „Klar freue ich mich, dass ich so viel gespielt habe und das Vertrauen des Trainers bekomme. Aber jetzt regt es mich auf, wenn ich mir die Tabelle ansehe“, äußert Bulut.

Nun aber hat der Jungprofi erst einmal Urlaub – und ruht sich in heimatlichen Gefilden aus, ehe die Vorbereitung auf die Rest-Serie und den Pokal-Knaller beginnt.

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